Verstoß gegen Doping-Bestimmungen: Leverkusen legt Einspruch gegen Uefa-Strafe ein

Bayer Leverkusen hat Einspruch gegen eine von der Uefa verhängte Strafe eingelegt. Der Bundesligist soll wegen eines Verstoßes gegen Doping-Bestimmungen 25.000 Euro zahlen. Nun zieht der Club vor den Internationalen Sportgerichtshof.

Hamburg - Bayer Leverkusen hat beim Internationalen Sportgerichtshof (Cas) Einspruch gegen eine Strafe wegen eines vermeintlichen Verstoßes gegen die Meldepflicht für Doping-Kontrollen eingelegt.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hatte den Bundesligisten mit einer Geldstrafe von 25.000 Euro belegt, weil er im Zusammenhang mit einem Doping-Test am 23. September 2011 gegen die Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen haben soll.

"Bayer hat die Sanktion akzeptiert, wir wehren uns aber dagegen, dass wir vorsätzlich gehandelt haben sollen", sagte Leverkusens Mediendirektor Meinolf Sprink am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Der Cas will über den Bayer-Einspruch am 30. November entscheiden.

Bei dem Trainingstest im vergangenen Jahr, einen Tag vor der Bundesliga-Partie beim FC Bayern, waren gleichzeitig Kontrolleure der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) und der Uefa in Leverkusen erschienen. Zehn Spieler sollten getestet werden, doch einer der Akteure fehlte, obwohl er laut Meldesystem anwesend sein sollte.

"Ein Spieler war im Auto auf dem Weg zum Training, da er aber an einer Grippe erkrankt war, haben die Ärzte ihm geraten, sofort nach Hause zurückzukehren", sagte Sprink.

Laut Regel muss eine solche Änderung jedoch unverzüglich gemeldet werden. Bayer hatte das entsprechende Fax aber erst etwa eine halbe Stunde später an die Uefa geschickt und damit nachdem die Kontrolleure auf dem Trainingsgelände waren.

Die Uefa ahndete zwei Verstöße: Der Club hatte den Trainingsplan für die nächste Woche, den jeder Europa-League-Teilnehmer an jedem Freitag bis 12 Uhr melden muss, nicht rechtzeitig übermittelt. Außerdem soll Leverkusen das Fehlen des erkrankten Spielers zu spät mitgeteilt haben.

"Wir haben die Uefa-Kontrolleure vor Ort über das Fehlen des Spielers sofort informiert und danach das Fax geschrieben", sagte Sprink. Der Cas muss nun entscheiden, wie der Begriff "unverzüglich" auszulegen ist.

bka/dpa

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