Bundesliga Sammer kehrt als externer Berater zum BVB zurück

Als Spieler gewann Matthias Sammer mit Borussia Dortmund die Champions League, als Trainer führte er den Klub zur Meisterschaft. Nun kehrt der 50-Jährige in einer neuen Funktion zum BVB zurück.

Matthias Sammer
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Matthias Sammer


Matthias Sammer kehrt als Berater zum Bundesligisten Borussia Dortmund zurück. Der BVB benötige einen wie ihn, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke "Funke", "seine Analyse-Fähigkeit, seine Leidenschaft, seine Identifikation, seinen klaren Blick von außen". Er habe sich "seit geraumer Zeit" um Sammer bemüht, sagte Watzke.

Der Europameister von 1996 war mit Dortmund 1995 und 1996 Deutscher Meister sowie 1997 Champions-League-Sieger. Zudem führte er den BVB 2002 als Trainer zum Meistertitel. Nach sechs Jahren als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wechselte er 2012 als Sportchef zum Rekordmeister FC Bayern. Aktuell steht Sammer als TV-Experte bei Eurosport unter Vertrag.

Watzke verspricht sich von Sammer "frischen Wind und hohe Kompetenz" sowie "eine unbequeme, aber von Vertrauen geprägte Diskussionskultur". Aus dem Tagesgeschäft solle er sich heraushalten und sich stattdessen in Gesprächsrunden mit Watzke und Sportdirektor Michael Zorc einbringen.

Dass Sammer beim Rivalen Bayern auch die Rivalität mit seinem Ex-Klub schürte, sei kein Problem. "Als seine Bayern-Zeit zu Ende ging, wir älter und reifer und vernünftiger wurden, haben wir uns sukzessive angenähert", sagte Watzke: "Ich habe schnell gemerkt, dass Matthias eine viel höhere BVB-Affinität hat als viele glauben."

Zudem soll der BVB in Kürze einen neuen Leiter der Lizenzspieler-Abteilung präsentieren. Das soll nach "Funke"-Informationen entweder Sebastian Kehl oder Lars Ricken werden. Der BVB bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Einführung dieser Position unter der Führung Zorcs.

mru/sid/dpa



insgesamt 56 Beiträge
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hamburger.jung 30.03.2018
1.
Zorc war ja früher der echte Kapitän und Sammer der heimliche. Insofern beachtenswert, dass Sie sich jetzt zusammenraufen.
Mungschi 30.03.2018
2. Die spinnen, die Dortmunder
Ja, sind die denn in Dortmund komplett verrückt geworden?* Erst verlängern sie trotz der miserablen Performance in den* letzten Jahren die Verträge von Watzke und Zorc für (viel zu) viele* Jahre, und nun holen sie auch noch den Magnettafel- schieber Sammer zurück. Und im nächsten Schritt Kehl* und/oder Ricken. Und schmeißen dafür sicherlich eine* große Menge Geld zum Fenster hinaus.* Dortmund braucht keine ungeeigneten Komparsen für über- flüssige Funktionen, Dortmund braucht gute Spieler und* einen gescheiten Trainer ...*
faberhomo 30.03.2018
3. Herr Sammer
bitte TT zurückholen! und Herrn Fatzke in den Ruhestand schicken!
gibmichdiekirsche 30.03.2018
4. Es gibt Wichtigeres
Dass Watzke und Zorc ausgerechnet auf Sammer gekommen sind, der in München in Hoeneß' Zwangsabwesenheit den "aggressive leader" u.a. auch gegen den BVB abgab, mögen sie mit sich selber ausmachen. Bei vielen anderen und auch bei mir hat es sich Sammer gründlich verdorben. Ganz egal wieviel "BVB-Affinität" aufgrund alter Meriten noch hier oder da in ihm sein mag und wieviel er vom Fußball versteht, was wohl unbestritten ist: Ich bin froh, dass sein "Job" keine Nähe zum Tagesgeschäft haben wird und er den BVB vor allem nicht nach außen vertritt. Hand aufs Herz: Der wirklich wichtige Teil dieses Artikels ist der letzte Abschnitt. Da geht's um Männer, deren "BVB-Affinität" man erst gar nicht eigens betonen muss.
holzbein-runner 30.03.2018
5. Ich schmeiß mich weg vor Lachen...
Klopp 2014: "Ich finde es ganz wichtig im Leben, dass man das Glück, das man hat, auch erkennt. Ich an Matthias Sammers Stelle würde jeden Morgen, bevor ich das Bayern-Trainingsgelände betrete, Gott danken, dass irgendjemand auf die Idee gekommen ist, mich dazuzunehmen" ... "Ich glaube nicht, dass Bayern München einen Punkt weniger hätte, wenn Matthias Sammer nicht da wäre."
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