Entlassener Trainer Slomka zieht gegen den HSV vor Gericht

Neuer Ärger beim HSV: Ex-Trainer Mirko Slomka klagt wegen seiner Kündigung gegen den Klub. Zuletzt hatte der ehemalige Sportdirektor Oliver Kreuzer eine üppige Abfindung vom Bundesliga-Schlusslicht erhalten.

Ex-HSV-Trainer Slomka: Wiedersehen vor Gericht
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Ex-HSV-Trainer Slomka: Wiedersehen vor Gericht


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Mirko Slomka wehrt sich gegen seine Entlassung beim Hamburger SV. Der ehemalige Cheftrainer klagt gegen die HSV Fußball AG wegen der fristlosen Kündigung seines Vertrags. Dies teilte das Arbeitsgericht Hamburg mit. Der 47-Jährige war bei dem Bundesligisten am 15. September trotz eines Vertrags bis zum 30. Juni 2016 freigestellt worden. Einen Tag später wurde ihm die schriftliche Kündigung zugestellt.

Zusammen mit seinem Rechtsanwalt Horst Kletke strebt Slomka, der bei den Hamburgern nur knapp sieben Monate unter Vertrag stand, ein Schlichtungsverfahren beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) an. Ein Gütetermin wurde noch nicht beantragt.

Slomka hatte den Klub während seiner Amtszeit zwar vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga bewahrt, das Team konnte sportlich jedoch nur selten überzeugen. Nachdem der HSV aus den ersten drei Bundesligapartien dieser Saison nur einen Punkt holte, wurde der Trainer durch Josef Zinnbauer ersetzt. Anschließend äußerte sich Slomka in einem offenen Brief, den er auf seiner Homepage veröffentlichte: "Unsere Wege werden sich hoffentlich bald wieder kreuzen." Das ist nun schneller der Fall, als es dem Klub lieb sein dürfte.

Auch Slomkas ehemaliger Co-Trainer Nikola Vidovic, der beim HSV ebenfalls noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016 besessen hatte, klagt gegen seine Kündigung. Das Hamburger Arbeitsgericht hat den Gütetermin für den 7. November 2014 anberaumt.

Zuvor hatte bereits Hamburgs ehemaliger Sportdirektor Oliver Kreuzer wegen seiner Entlassung angedroht, vor das Arbeitsgericht zu ziehen. Nach Informationen verschiedener Hamburger Medien hat Kreuzer sich zuvor jedoch mit dem Klub auf eine Abfindung von rund 800.000 Euro geeinigt.

mon/dpa

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insgesamt 41 Beiträge
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leser75 02.10.2014
1. Auch der
"Nette Herr Slomka" will nur mehr Geld erstreiten-that's it. Aber wen kratzt das noch; die HSV Fußball AG ist ne Firma, die es wenig tangiert, was der Ex-Mitarbeiter sagt. Und das Hamburger Arbeitsgericht ist eher AN-freundlich, also hat er gute Aussichten, seinen Abschied weiter zu versüßen.
bernhardo29 02.10.2014
2. Beim Geld wird auch der größte Loser wach.
Slomka mag ja ein richtig lieber netter Kerl sein, aber als Trainer war er in jedem Verein eine absolute Nullnummer. Das einzige was man dem HSV vorwerfen kann ist die Tatsache das Sie einen Trainer der von Hannover wegen Erfolgslosigkeit entlassen wurde eingestellt haben. Ich persönlich hätte nicht gedacht das die absolute totale Nullnummer Slomka den Arsch hochbekommt um zu klagen. Aber wenn es um Geld geht dann scheint der größte Loser wach zu werden.
RedEric 02.10.2014
3. wegen was klagen?
wegen Freistellung? Solange die Bezüge weiterhin bezahlt werden, kann er wenig machen. Eine Ausübung seiner Trainertätigkeit nicht per Gericht nicht erzwingen können.
Zorin 02.10.2014
4. Der
HSV sollte Slomka wieder einstellen. Und alle anderen Ex- Trainer auch. Da der neue Trainer auch eine Pfeiffe ist, können sie dann durchrochieren und müssen nicht jedesmal ein neues Elend suchen. Denn bekanntlich ist ja der Trainer schuld, auch wenn der schon 20 mal gewechselt wurde. Warum kommt bei dem Verein eigentlich keiner auf die Idee, die Spieler könnten verantwortlich sein? Oder reift diese Erkenntnis erst, wenn man ALLE Trainer mal durchhatte?
PeterPan95 02.10.2014
5.
Soweit ich mich an die Berichterstattung über den Fall Kreutzer erinnere, hat dieser nicht eine "Abfindung" erstritten, sondern "lediglich" seinen befristeten Vertrag ausbezahlt bekommen inklusive der Vergünstigungen wie Dienstwagen etc. Das ist ein gewichtiger Unterschied. Abfindungen zahlt man normalerweise Mitarbeitern damit sie gehen, das ist bei befristeten Verträgen aber nicht nötig. Kreutzer bekommt faktisch weiter sein Gehalt über die volle Vertragslaufzeit und muss nur dafür nicht mehr arbeiten.
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