Bundesliga Gladbach besiegt Wolfsburg - und hält den HSV am Leben

Der Gegner half freundlich mit: Mönchengladbach hat Wolfsburg dank kurioser Treffer problemlos besiegt. Damit steht fest: Der HSV und Köln dürfen weiter auf die Bundesliga-Rettung hoffen.

Raffael und Jonas Hofmann
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Raffael und Jonas Hofmann


Wolfsburg hat einen schweren Rückschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga erlitten. Das Team von Trainer Bruno Labbadia verlor am 31. Spieltag deutlich 0:3 (0:3) bei Borussia Mönchengladbach. Der VfL zeigte eine katastrophale Defensivleistung und könnte an diesem Wochenende noch auf den Relegationsplatz 16 abrutschen. Aktuell steht der Klub wie die direkten Konkurrenten Mainz und Freiburg bei 30 Punkten.

Nach Wolfsburgs Niederlage steht auch fest: An diesem Wochenende können weder der Hamburger SV (22 Punkte) noch Köln (21 Punkte) vorzeitig absteigen. In ihren verbleibenden vier Saisonspielen könnten die beiden Vereine den Rückstand auf den Relegationsplatz noch aufholen. (Hier finden Sie die Abstiegsszenarien.)

Für die Wölfe ging das Mönchengladbach-Spiel bereits schlecht los: In der achten Minute prallte der Ball vom Wolfsburger Riechedly Bazoer zurück in den eigenen Strafraum. Lars Stindl nutzte den Fehler und verwandelte ins kurze Toreck. Auch beim 0:2 stand die VfL-Defensive schlecht, als Raffael ungestört aus knapp 15 Metern einschießen durfte.

Zuletzt war Wolfsburg in drei Spielen ohne Gegentor geblieben - von dieser Stabilität war diesmal nichts zu sehen. Auch deswegen kam es noch schlimmer aus Sicht der Gäste, als Christoph Kramer einen Freistoß in der 44. Minute direkt verwandelte. Es war ein kurioser Treffer: Koen Casteels hatte nach der Ballfreigabe durch den Schiedsrichter weiter seine Mauer positioniert, Kramer reagierte schnell und schoss ins fast leere Tor - drin.

Bruno Labbadia
Getty Images

Bruno Labbadia

In der zweiten Hälfte stand der VfL sicherer, blieb aber ungefährlich. Auf Wolfsburgs Trainer Labbadia wartet am kommenden Samstag ein besonderes Wiedersehen: Der Hamburger SV ist zu Gast. Labbadia hatte den HSV 2015 mit einer sensationellen Aufholjagd sechs Spieltage vor Saisonende in der Relegation vor dem Abstieg gerettet. Im Herbst 2016 trennte sich der Klub von Labbadia.

Mönchengladbach zeigte sich nach der 1:5-Klatsche in München deutlich verbessert, wurde allerdings auch kaum gefordert. Am 32. Spieltag dürfte es wieder schwerer werden, dann trifft der Klub auf Schalke. Mit einem weiteren Sieg würde der Klub die Chance auf die Europapokalplätze wahren. Aktuell hat das Team mit einem Spiel mehr drei Punkte Rückstand auf Platz sechs, den Hoffenheim mit dem klar besseren Torverhältnis belegt.

Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg 3:0 (3:0)
1:0 Stindl (8.)
2:0 Raffael (35.)
3:0 Kramer (44.)
Mönchengladbach: Sommer - Elvedi, Ginter, Vestergaard, Wendt - Zakaria (80. Traoré), Kramer (85. Strobl) - Hofmann (80. Bénes), Hazard - Stindl, Raffael
Wolfsburg: Casteels - Jaeckel, Brooks (29. Tisserand) , Knoche - Verhaegh, Arnold, Bazoer (69. Steffen), William - Didavi, Malli - Dimata (74. Origi)
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)
Gelbe Karten: - / Brooks, Arnold
Zuschauer: 48.000

jan



insgesamt 2 Beiträge
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hamburger.jung 21.04.2018
1.
150 Fans bei einem so überaus wichtigen Spiel? Kann ich nicht begreifen. Wenn ich bedenke, dass angenehme Farbtupfer wie Freiburg und Mainz ( auch wenn Mainz schon eher etabliert ist) eventuell runtergehen, von großen Klubs wie Köln und Hamburg ganz zu schweigen, ist das echt übel. In keinem anderen Klub stehen Aufwand und Ertrag in so einem Mißverhältnis wie in Wolfsburg. Und ich geb auch offen zu, dass ich Wolfsburg überhaupt nicht mag und denen den Abstieg wünsche.
OhMyGosh 21.04.2018
2. Hätten sie doch nur zuletzt so effektiv agiert...
Die 90 Minuten waren eine eindeutige Angelegenheit: Defensiv ganz starke und vorne immer wieder gefährlich agierende Gladbacher kochten offensiv total harmlose und hinten zu oft unkonzentriert spielende Wolfsburger ab.
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