Bundesliga-Noten Das ist das beste Team des 18. Spieltags

Dreier-Meier und der alte Fritz: Ins beste Team des 18. Bundesligaspieltags haben es einige ältere Herren geschafft. Der Eintracht-Stürmer bekommt Gesellschaft von einem Mannschaftskollegen, auch Ilkay Gündogan glänzt. Hier sind alle Rankings.

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Tor

Eintracht Frankfurt, das konnte man schon in der Vorrunde bilanzieren, hat sich auf der Torhüterposition richtig verstärkt. Lukas Hradecky zeigt, seit er im Sommer aus Bröndby zur Eintracht kam, immer wieder seine größte Stärke: die Reaktionsfähigkeit auf der Linie. Auch beim 3:2-Erfolg gegen Wolfsburg überragte der Torhüter. Er parierte ligaweit die meisten Torschüsse (sieben) und hielt die meisten Bälle (acht). Im Leistungskriterium "Paradestärke", das die Qualität der abgewehrten Schüsse bemisst, schnitt Hradecky ebenfalls am besten ab.

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Innenverteidigung

Dass es Ömer Toprak in die SPON11 geschafft hat, verwundert nicht. Der Innenverteidiger schoss den wichtigen 1:1-Ausgleich für Bayer Leverkusen in Hoffenheim, und es war nicht seine einzige Offensivaktion. Drei Torschüsse gab Toprak insgesamt ab und bereitete einen weiteren präzisen vor. Fünf gewonnene und zehn geklärte Bälle (zweitbester Tageswert hinter Aytac Sulu), eine gute Passquote und nur ein Foul komplettieren die Top-Leistung. Mats Hummels' Nominierung basiert wie so oft auch in seiner exzellenten Spieleröffnung und der außergewöhnlichen Teilhabe am Offensivspiel des BVB (14 erfolgreiche Zuspiele im gegnerischen Drittel sind eigentlich der Wert eines Mittelfeldspielers). Aber der Dortmunder überzeugte beim Sieg in Mönchengladbach auch defensiv, unter anderem mit zwölf Ballgewinnen.

Außenverteidigung

Wer das Spiel der Wolfsburger in Frankfurt gesehen hat, dem fiel in der dominanten ersten Hälfte vor allem Vierinha auf. Der Portugiese, eigentlich als rechter Außenverteidiger aufgestellt, war an nahezu jeder Offensivaktion des VfL beteiligt. Er gab selber zwei Torschüsse ab, bereitete aber auch drei vor. Dass der Frankfurter Siegtreffer über Vierinhas Seite vorbereitet wurde, verhinderte einen besseren Wert. Der Leverkusener Wendell (101 Ballkontakte, viele gewonnene Dribblings und geklärte Bälle), lieferte eine noch bessere Allround-Performance ab.

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Mittelfeld defensiv

Man tut dem 35-jährigen Clemens Fritz sicher nicht unrecht, wenn man ihn als den großen alten Mann von Werder Bremen bezeichnet. Leider lag die Betonung in der jüngeren Vergangenheit vor allem auf dem Alter. Das änderte sich mit dem 3:1-Sieg beim FC Schalke 04 zumindest kurzfristig radikal. Was Werder-Kapitän Fritz ablieferte, war die Leistung eines jungen Mannes, der sein Team auf seinen Schultern trug. Den wichtigen Ausgleich erzielt, die beiden anderen Treffer Bremens (Pizarro und Ujah) vorbereitet. Viel mehr kann man nicht machen.

Mittelfeld außen

Es muss genau das sein, was man sich in Stuttgart von Filip Kostic erwartet hat, als er 2014 für sechs Millionen Euro vom FC Groningen kam: Erfolgreiche Dribblings, kluge Standards und Torvorlagen. Und genau das zeigte der Serbe im Spiel beim 1. FC Köln. Er bereitete die Führung durch Timo Werner vor, legte den Ausgleich mit auf und war ansonsten an den Rändern des Spielfelds überall zu finden. Neben ihm schaffte es auch Hakan Calhanoglu in die SPON11.

Mittelfeld offensiv

Wenn es noch eines Beleges bedurft hätte, wie wichtig Ilkay Gündogan in dieser Saison für Borussia Dortmund ist, dann gab es einen überdeutlichen beim 3:1-Sieg in Gladbach. Ein Treffer, vier Torschüsse, eine Torvorlage, eine Vorlage zu einer Torvorlage - ohne Gündogan wäre das Top-Spiel des Zweiten beim Vierten wohl anders ausgegangen. Aber der Nationalspieler überzeugte auch abseits von Torbeteiligungen: Er fing Bälle ab, gewann die Mehrzahl seiner Dribblings und kam auf eine Passquote von 85 Prozent.

Angriff

Wie oft Alexander Meier wohl schon als Phänomen bezeichnet worden ist? Und es stimmt ja: Oft sieht man den Frankfurter Angreifer nicht, und plötzlich hat er ein Tor erzielt. Oder zwei. Oder sogar drei! Der 1. FC Köln musste diese Erfahrung am vierten Spieltag machen, jetzt litt der VfL Wolfsburg unter Dreier-Meier. Und wie es sich für den Meister der Effizienz gehört, brauchte der Stürmer für seine drei Treffer nur drei Torschüsse. Robert Lewandowski erzielte beide Tore zum 2:1-Sieg seiner Bayern beim HSV, benötigte dafür aber acht Schüsse.

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Die SPON11

Und das ist die Elf des 18. Spieltags in der taktischen Aufstellung.

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insgesamt 11 Beiträge
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verbal_akrobat 25.01.2016
1. Alexander Meier Fußballgott, hat
Überhaupt geschossen, gegen Köln war sein Erster. Nur weil das im Artikel anderst "rüber kommt"!
briancornway 25.01.2016
2. Häresie
Gleich drei Leverkusen-Spieler, aber nur zwei vom BVB und ein FCBayer ? Das gibt doch wieder Motz und Totschmoll ... Im Ernst, ich finde es bemerkenswert, dass Spieler auch dann top bewertet werden können, wenn ihr Verein NICHT gewonnen hat. Das spricht für die Logik des SPIX.
SWB 25.01.2016
3. Xips
Ja, dieser FC Bayern wird auch einfach überbewertet. Seine Kicker sind, wenn man sich nur ein wenig Mühe gibt, die Statistik richtig zu interpretieren, im Schnitt allenfalls Mitläufer. Die wahren Stars, die besten ihres Fachs arbeiten seit jeher in Kneipen, Redaktionen und Mannschaften, die gegen die Bayern kein Land sehen.
briancornway 25.01.2016
4. Keine Mitläufer
Zitat von SWBJa, dieser FC Bayern wird auch einfach überbewertet. Seine Kicker sind, wenn man sich nur ein wenig Mühe gibt, die Statistik richtig zu interpretieren, im Schnitt allenfalls Mitläufer. Die wahren Stars, die besten ihres Fachs arbeiten seit jeher in Kneipen, Redaktionen und Mannschaften, die gegen die Bayern kein Land sehen.
Bitte nicht übertreiben: Die Bayern haben die meisten Topspieler im Land, und nach guten Leistungen finden sich auch viele davon in der Elf des Spieltages wieder. Nur weil beim Rückrundenstart keiner so richtig glänzen konnte, sollte man sich nicht gleich über die Spieler lustig machen.
Pless1 25.01.2016
5. Reus
Ein anderer Artikel hier im SPON befasst sich ausschließlich mit der angeblich überragenden Leistung von Marco Reus. Nun kommt hier heraus: es reicht nicht einmal für den "grünen Bereich"...
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