Bundesliga Das ist das beste Team des 21. Spieltags

Bayerns Robert Lewandowski und Thomas Müller haben Augsburg im Alleingang bezwungen. Sie bilden daher den Sturm der SPON11 des Tages - zusammen mit einem BVB-Star. Hier sind alle Bundesliga-Rankings.

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Bayern-Torschützen Lewandowski, Müller:  Berufung in die SPON11
AFP

Bayern-Torschützen Lewandowski, Müller: Berufung in die SPON11


Tor

Was war das für ein Bundesliga-Debüt von Julian Nagelsmann! Der jüngste Cheftrainer der Ligageschichte durfte nach zehn Minuten erstmals ein Tor bejubeln, am Ende punktete die TSG bei Werder Bremen (Endstand: 1:1). Dass Nagelsmanns Einstand nicht daneben ging, hat der 28-Jährige auch seinem Torwart zu verdanken. Oliver Baumann zeigte bemerkenswerte neun Paraden, der Spieltagsdurchschnitt liegt bei 3,5 Paraden. Sieben dieser Schüsse wurden zudem aus dem Strafraum heraus abgegeben und deshalb im SPIX als besonders gefährlich eingestuft. Vor allem in der zweiten Hälfte ließ Baumann Werders Angreifer verzweifeln.

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Innenverteidigung

Es ist die Überraschung des Spieltags: Der Hamburger SV hat Borussia Mönchengladbach bezwungen. Mittendrin: HSV-Abwehrboss Emir Spahic. Der Bosnier räumte gemeinsam mit Cléber hinten die Gladbacher Vorstöße ab. Siebenmal sicherte er zweite Bälle, sechsmal klärte er Hereingaben oder lange Zuspiele der Borussen. Dass die Gäste im gesamten Spiel nur vier Schüsse aufs Hamburger Tor brachten, spricht ebenso für Spahic. Und: Insgesamt brachte der 35-Jährige den Ball elfmal ins Angriffsdrittel. Außerdem in der SPON11: Dominique Heintz, der mit dem 1. FC Köln souverän gegen Frankfurt gewann und neben guten Pass- und Zweikampfquoten mit einem Treffer glänzte.

Außenverteidigung

Der beste Außenverteidiger des Spieltags ist Gaëtan Bussmann. Gaëtan wer? Der Franzose, vor der Saison aus Metz nach Mainz gewechselt, machte beim 2:1 gegen Schalke 04 sein viertes Bundesligaspiel - und was für eines! Bussmann kam auf 77 Ballkontakte, darunter 23 (!) gelungene Defensivaktionen. Nebenbei erzielte er das 1:0 gegen Schalke. Zum Vergleich: Dortmunds Lukasz Piszczek, der es auch in die SPON11 schaffte, kommt auf neun Ballgewinne. Der Pole glänzte dafür in der Offensive, wo er drei Abschlüsse des BVB im Spiel gegen Hannover (1:0) vorbereitete.

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Mittelfeld defensiv

Stuttgarts Serey Dié hat viele Talente. Er ist ein Arbeiter, Balleroberer und sicherer Passgeber. Torgefährlich ist er nicht. Oder besser: war er nicht. Beim 2:0-Sieg des VfB gegen Hertha BSC erzielte der 31-Jährige sein erstes Tor im Trikot der Stuttgarter. Weil er zugleich seine defensiven Qualitäten einbrachte und unter anderem neun zweite Bälle sicherte und acht direkte Ballgewinne verbuchte, ist Dié der spieltagsbeste Sechser.

Mittelfeld außen

Für Filip Kostic ist es die zweite Berufung in die SPON11 hintereinander. Der 23-Jährige kam gegen Hertha auf sechs Torschussbeteiligungen, darunter den Treffer zum 2:0. Zudem arbeitete er zuverlässig gegen den Ball: Über die linke Stuttgarter Seite, wo Kostic auflief, kam die sonst so flügelstarke Hertha nur zu zwei Torschussvorlagen. Knapp hinter Kostic: Bayerns Arjen Robben. Der Niederländer erreichte beim 3:1 der Münchner in Augsburg zwar nicht seine Bestform. Doch auch ein durchschnittlicher Robben ist zu gut für die meisten Gegner. Sieben Torschussbeteiligungen zeugen davon.

Mittelfeld offensiv

Ähnlich effektiv wie Robben war Thomas Müller. Der Münchner war ebenfalls an sieben Abschlüssen beteiligt, doch wo Robben an Augsburgs Torwart Marwin Hitz scheiterte, war Müller beim dritten Treffer der Münchner erfolgreich. Sein Pass auf Robert Lewandowski vor dessen 1:0 zeigte Müllers großartige Übersicht. Was in den SPIX-Wert einfließt, sind die 24 Abschlüsse, die Bayerns Offensive insgesamt erreichte. Kein anderes Team war an diesem Spieltag annähernd so torgefährlich.

Angriff

Er ist nicht zu stoppen: Robert Lewandowski erzielte gegen Augsburg seinen fünften Doppelpack in dieser Saison. Für den Polen waren es bei seinem 20. Ligaeinsatz die Treffer 20 und 21. Neben seiner Qualität im Abschluss überzeugte Lewandowski mit einer perfekten Kopfballquote und guter Mitarbeit im Pressing, die sich in den wenigen Torchancen des Gegners zeigt. Außerdem dabei: Dortmunds Henrich Mchitarjan. Der Borusse sorgte für das Siegtor gegen 96. Zudem bewies er abermals, wie aufmerksam er gegen den Ball arbeitet. Neun gelungene Defensivaktionen verbuchte Mchitarjan - drei mehr als seine beiden Sturmpartner Marco Reus und Gonzalo Castro zusammen.


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Die SPON11

Und das ist die Elf des 21. Spieltags in der taktischen Aufstellung.

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FrankDr 15.02.2016
1. Sport
Gute Elf. Kann man so stehen lassen. Dazu gute, objektive Begründungen. Sehr stark. Da könnten sich andere Sportportale mal ein paar Scheiben abschneiden.
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