Bundesliga-Noten Das ist die beste Elf des 31. Spieltags

Er grätschte, verteilte Bälle und traf: Bayerns Arturo Vidal war erneut der beste Sechser des Spieltags. Auch Mönchengladbachs Mahmoud Dahoud glänzte. Im Angriff gibt es zwei Härtefälle.

Arturo Vidal
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Arturo Vidal

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Tor

Als seine Vorderleute in der zweiten Halbzeit der Partie gegen Bremen ( 2:1 ) vollkommen verunsichert wirkten, war er der Ruhepol: Jaroslav Drobny entschleunigte das Spiel, kommunizierte mit seinen Kollegen - und wehrte nebenbei einen Ball nach dem anderen ab. Dem Torwart hatte es der HSV zu verdanken, dass die Führung hielt, gleich neun Bälle parierte der Vertreter des gesperrten René Adler, einige davon fielen in die Kategorie "Unhaltbar". Für den gehaltenen Elfmeter von Claudio Pizarro erhält der Keeper zudem Extrapunkte. In der Summe setzt er sich knapp vor dem ebenfalls starken Bernd Leno von Bayer Leverkusen durch.

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Innenverteidigung

Die Krise von Eintracht Frankfurt ist auch eine Krise der Stürmer. Vor dem 2:1-Erfolg über Mainz hatte die SGE in 13 Rückrundenspielen nur acht Tore erzielt, unter Trainer Niko Kovac war es sogar nur ein Treffer in fünf Partien. Dann kam Marco Russ . Der Verteidiger schoss Frankfurt gegen die 05er zum Ausgleich, und das im Sitzen. In den Defensivkategorien ragt Russ nirgendwo heraus, ist aber überall solide. Punkte erhält er zudem dafür, dass die Frankfurter Verteidigung nur drei Abschlüsse aus dem Strafraum zuließ. Außerdem in der SPON11: Hannovers Waldemar Anton . Der 19-Jährige begann beim 2:2 in Ingolstadt im defensiven Mittelfeld und konnte dort nicht überzeugen. Später wechselte er in die Innenverteidigung, wo die 96-Abwehr anschließend nur einen einzigen gefährlichen Abschluss zuließ.

Außenverteidigung

Ausgerechnet an dem Spieltag, an dem Hannovers Abstieg besiegelt wurde, spielte 96 eine seiner besten Halbzeiten in dieser Saison. In Ingolstadt drehte der Tabellenletzte nach der Pause auf und kam, auch dank seiner Überzahl, zu Chancen und Toren. Dabei griff das Team regelmäßig über die Flügel an, wo Miiko Albornoz und Hiroki Sakai überzeugten. Albornoz war an sieben Torschüssen direkt beteiligt, ihm gelangen zudem drei direkte Balleroberungen. Sakai glänzte unter anderem mit vier abgefangenen Bällen und einem Treffer. Zudem profitierten beide Außenverteidiger davon, dass Hannover kaum Torchancen zuließ.

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Mittelfeld defensiv

Bereits zum sechsten Mal ist Bayerns Arturo Vidal der beste Sechser des Spieltags. Das liegt an der Mixtur aus der Spielweise der Münchner und der des Chilenen: im Mittelfeldzentrum erhält man beim FC Bayern viele Ballkontakte und erreicht traumhafte Passquoten. Zudem kommt Vidal durch seine aggressive Spielweise in viele Zweikämpfe und zu Abschlüssen. So auch beim 2:0-Sieg in Berlin , als er das wichtige 1:0 erzielte, spieltagweit die meisten Ballkontakte aller defensiven Mittelfeldakteure sammelte und die meisten erfolgreichen Tacklings aller Sechser schaffte.

Mittelfeld außen

Der 1. FC Köln unter Peter Stöger steht für Ordnung, für Defensive. Für Angriffsfußball steht er nicht. Umso überraschender war, wie offensivstark der FC gegen Darmstadt aufspielte. Im Mittelpunkt dabei: Marcel Risse . Der 26-Jährige war auf der rechten Seite der Kölner kaum zu stoppen. Er erzielte zwei Tore, war an vier weiteren Abschlüssen beteiligt und überzeugte zudem mit zwölf gelungenen Defensivaktionen. Es folgt Dortmunds Henrich Mchitarjan . Der Armenier ist seit Monaten in überragender Form, auch beim 3:0 in Stuttgart brillierte er mit einem Tor, einer Vorlage und acht gewonnenen Dribblings.

Mittelfeld offensiv

Um in die SPON11 zu gelangen, sollte ein offensiver Mittelfeldspieler Chancen kreieren. Niemand war darin am 31. Spieltag besser als Mahmoud Dahoud, der mit Mönchengladbach 3:1 gegen Hoffenheim siegte . Im Vergleich belegt er in den Kategorien "Erfolgreiche Pässe im Tordrittel" und "Erfolgreiche Pässe ins Tordrittel" Platz eins. Zudem traf er einmal selbst und bereitete ein Tor vor. Wer sich wundert, weshalb Dahoud anders als Granit Xhaka als offensiver Mittelfeldspieler erfasst wurde: Bei zentralen Mittelfeldspielern ermittelt der SPIX die Position anhand des tatsächlichen Wirkungsbereichs auf dem Feld - und hier war Dahoud deutlich offensiver ausgerichtet als der Schweizer.

Angriff

Werder Bremen ist durch das 1:2 im Nordderby gegen den HSV einer der Verlierer des Spieltags. Und doch war kein Angreifer besser als Anthony Ujah . Wie kann das sein? Der Grund für die auf den ersten Blick überraschende Nominierung ist einfach: Während Bremens schwacher erster Hälfte, in der der HSV beide Tore schoss, saß Ujah auf der Bank. Als er nach 59 Minuten eingewechselt wurde, drehte Werder auf - und kam zu elf Abschlüssen. Hochgerechnet auf 90 Minuten war keine Offensivabteilung so aktiv, wie die der Bremer mit Ujah im Zentrum. Er selbst gab fünf Schüsse ab, bereitete einen Abschluss vor und erzielte Werders einziges Tor.

Auch in der SPON11: Gladbachs André Hahn , der neben einem Tor und einer Vorlage auch im Pressing überzeugte. Davon zeugen unter anderem vier direkte Balleroberungen. Bemerkenswert sind die Fälle Pierre-Michel Lasogga und Anthony Modeste. Beide zählen trotz je zwei Treffern nicht zu den besten Stürmern. Modeste vergab unter anderem drei weitere Chancen fahrlässig; Lasogga leistete sich zahlreiche Ballverluste.


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Die SPON11

Und das ist die Elf des 31. Spieltags in der taktischen Aufstellung.

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
Lola77 25.04.2016
1. Michael Gregoritsch ...
... vom HSV ist ein Tausendsassa: Mittelfeld defensiv zwar nur auf dem vorletzten Platz, im Mittelfeld offensiv aber immerhin Platz 9 :-)
hatschon 25.04.2016
2. Modest erzielt 2Tore
Und Ujah ist der beste Stürmer da habe ich vom Fußball keine Ahnung oder?
Ultras 25.04.2016
3. Wow!
Drobny vor Leno, die Meinung dürften sie wohl exklusiv haben. Allein die beiden Paraden gegen Huntelaar (5. und 68.) waren besser, als alles, was Drobny in 90 Minuten gezeigt hat.
muellerthomas 25.04.2016
4.
Zitat von UltrasDrobny vor Leno, die Meinung dürften sie wohl exklusiv haben. Allein die beiden Paraden gegen Huntelaar (5. und 68.) waren besser, als alles, was Drobny in 90 Minuten gezeigt hat.
So exklusiv wohl nicht: Bei Sportal hat Drobny als Note eine 1,0 erhalten, Leno eine 1,5.
matzi.albers 25.04.2016
5. Drobny v. Leno
Sehen viele in meinem Umfeld genauso. Herausragend, Torwart des Spieltags.
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