Bundesliga-Noten Das ist die Top-Elf des 34. Spieltags

Stuttgart stürmt die Münchner Arena, Leipzig das Berliner Olympiastadion und Wolfsburg, na ja, wenigstens in die Relegation. Der Stoff, aus dem die 34. und letzte SPON11 der Woche besteht.

Jean-Kévin Augustin (l.)
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Jean-Kévin Augustin (l.)

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Das war's! Die Bundesliga-Saison 2017/2018 ist vorbei. Der 34. Spieltag hielt noch einmal mehrere überraschende Wendungen bereit: Nein, nicht für den HSV, der Klub ist nach knapp 55 Jahren erstmals aus der Bundesliga abgestiegen. Wohl aber für den VfL Wolfsburg, der zur rechten Zeit erstmals (!) unter Bruno Labbadia ein Heimspiel gewann - und zur Belohnung in die beiden Relegationsduelle mit Holstein Kiel (17. und 21. Mai, Liveticker SPIEGEL ONLINE) darf. Gleich zwei Wölfe-Spieler finden sich auch in der SPON11 der Woche wieder.

Auch der FC Bayern überraschte im Saisonfinale mit zwei Neuerungen: mit dunkelblauen Hosen und einem verlorenen Heimspiel. Zum ersten Mal seit über neun Jahren kassierten die Münchner in ihrem Stadion wieder vier oder mehr Tore (20.09.2008, 2:5 gegen Werder Bremen), dem VfB Stuttgart winkt dank des 4:1-Triumphs nun sogar die Europa-League-Teilnahme.

Einer der Gründe für die starke Saison der Stuttgarter steht zwischen den Pfosten: Ron-Robert Zieler blieb in zwölf Begegnungen ohne Gegentor - Bestwert in der Liga -, nie zuvor kassierte ein Aufsteiger weniger Gegentore (36) als der VfB. In München konnte Zieler den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Corentin Tolisso zwar nicht verhindern, half seinem Team aber mit insgesamt sieben Paraden zum Sieg. Mit großem Vorsprung belegt er auch Platz eins im Spieltagsranking auf seiner Position.

Die größte Fraktion in der SPON11 der Woche stellt RB Leipzig. Das ist nach dem 6:2-Offensivspektakel in Berlin kaum verwunderlich, etwas überraschend taucht jedoch auch ein Defensivspieler des Vizemeisters in der Auswahl auf: Ibrahima Konaté gewann im Olympiastadion alle vier Tacklings, glänzte zudem mit starken Werten in der Balleroberung. Der Platz neben ihm geht diesmal an Schalkes Benjamin Stambouli. Bitte? Der Stambouli, der eine gute Viertelstunde vor dem Abpfiff mit einem Fehlpass Frankfurts Luka Jovic die Großchance zum Ausgleich aufgelegt hat? Abgesehen davon ließ Schalke gegen die Eintracht aber kaum etwas zu. Stambouli eroberte zudem neun zweite Bälle.

Auch der SC Freiburg bleibt ein weiteres Jahr in der Bundesliga. Der SPIX bietet eine gute Erklärung dafür, warum der Sport-Club sein "Endspiel" gegen den FC Augsburg gewinnen konnte: die beiden Außenverteidiger Lukas Kübler und Christian Günter. Kübler ging am Samstag aus jedem seiner zwölf Zweikämpfe als Sieger hervor. Auch Günter präsentierte sich als starker Zweikämpfer - und als erfolgreicher Flankengeber. Gleich fünf von neun Hereingaben landeten bei Mitspielern.

Nach nur 40 Sekunden beruhigte Wolfsburgs Josuha Guilavogui mit seinem Führungstreffer gegen den 1. FC Köln Trainer, Mitspieler und Publikum. Dazu legte der Franzose noch einen weiteren Treffer auf. Kein Spieler auf dem Feld führte am Samstag mehr Zweikämpfe, kein Akteur hatte mehr klärende Aktionen (drei). Eine gute Passquote (86,5 Prozent) rundete Guilavoguis gelungenen Arbeitstag ab.

Das Außenbahn-Ranking führt ein Wolfsburger Teamkollege an: Josip Brekalo war an allen vier VfL-Treffern gegen Köln beteiligt. Bei den ersten zwei Treffern lieferte Brekalo den vorletzten Pass, das 3:1 legte er auf, das 4:1 erzielte er in der Nachspielzeit schließlich selbst. Den zweiten Platz im Ranking schnappt sich Stuttgarts Anastasios Donis, der mit einem Tor und einem Assist zum Sieg in München beitrug.

Für Hertha BSC endete die Saison wie im Vorjahr (gegen Leverkusen) mit einer Klatsche: 2:6 gegen furiose Leipziger, bei denen sich gleich zwei Spieler mit je drei Scorer-Punkten in die Sommerpause verabschiedeten. Ademola Lookman legte nach seiner sehenswerten Einzelleistung beim Treffer zum 2:1 weitere vier Abschlüsse für seine Mitspieler auf, zwei dieser Vorlagen führten zu Toren. Die eindrucksvolle Bundesliga-Bilanz der Leihgabe vom FC Everton: 574 Minuten, fünf Tore, vier Assists.

Schon in der Vorwoche bejubelte Jean-Kévin Augustin drei Scorer-Punkte, in Berlin legte der Franzose noch einmal nach. Zwei Treffer, ein Assist - dank der Torgefahr des Franzosen gelang RB Leipzig auch im zweiten Bundesliga-Jahr die Qualifikation fürs internationale Geschäft. Ebenfalls europäisch wird im kommenden Jahr die TSG Hoffenheim spielen. Beim 3:1 gegen den BVB steuerte Ádám Szalai zwar "nur" einen Treffer bei, mit vier Torschüssen beschäftigte er Dortmunds Keeper Roman Bürki aber mit großer Ausdauer. Ausreichend, um Leverkusens Doppel-Torschützen Lucas Alario auf den dritten Rang des Stürmer-Rankings zu drängen.

Und das ist die SPON11 des 34. Spieltags, klickbar in fünf verschiedenen taktischen Formationen:



insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
spon_3026850 14.05.2018
1. Ginczek???
Der Ginczek macht 2 Kisten und taucht beim Ranking der Stürmer überhaupt nicht auf? Muss ich das verstehen? Nein.
wseidler 14.05.2018
2. Falsches Bild !!??
wenn ich das Bild so ansehen ,denke ich das Foto ist in Afrika gemacht worden und nicht in Deutschland. Ich kann es nicht mehr sehen ,diese Legionäre ,verdienen Mio und sollen Aushängeschild für den Deutschen Fußball sein.... Das ist nicht mehr mein.....usw "D".
Alter Falter 14.05.2018
3.
Zitat von spon_3026850Der Ginczek macht 2 Kisten und taucht beim Ranking der Stürmer überhaupt nicht auf? Muss ich das verstehen? Nein.
Überhaupt ist der VfB nur mit zwei Spielern vertreten, nachdem sie die Bayern mit 4:1 aus dem eigenen Stadion geschossen haben. Muss man echt nicht verstehen.
hosenmatz15 14.05.2018
4. Super Bayern !
Ja ist wirklich erstaunlich wenn der FB Bayern 4 Tore kassiert und seine beiden defensiven Mittelfeld Akteure Tolisso und Thiago bekommen Bestnoten und vom VfB ist kaum jemand in den oberen Bewertungen. Aber die bayrische Eitelkeit glaubt ja auch immer noch dass sie eigentlich Weltklasse ist und nur der Schiedsrichter schuld war dass sie nicht im Champions League Finale stehen.
briancornway 15.05.2018
5. Sie dürfen
Zitat von spon_3026850Der Ginczek macht 2 Kisten und taucht beim Ranking der Stürmer überhaupt nicht auf? Muss ich das verstehen? Nein.
Den finden Sie im Abschnitt "Äußeres Mittelfeld". Dort sieht man auch, was die anderen Spieler auf dieser Position besser gemacht haben. Ich finde es eher langweilig, wenn ein "Player of the match" der Siegtorschütze oder der mit den meisten Toren ist. Objektive Verfahren bringen meist neue Einsichten in's Spiel.
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