Bundesliga-Noten Das ist die beste Elf des 30. Spieltags

Arturo Vidal zeigte gegen Schalke, dass er nicht nur kämpfen und grätschen kann. Der Chilene ist einer von drei Bayern in der Elf des Spieltags. Ebenfalls mehrfach vertreten: Bremen und Hoffenheim.

Bayerns Mittelfeldkrieger Arturo Vidal
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Bayerns Mittelfeldkrieger Arturo Vidal

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Tor

Der VfL Wolfsburg bleibt die zweitschwächste Auswärtsmannschaft der Bundesliga. Insofern war die 2:3-Niederlage in Bremen keine große Überraschung. In Anbetracht von Werders Heimschwäche jedoch schon. Wolfsburg wurde allerdings regelrecht überrannt, bei insgesamt 21 Torschüssen der Bremer hielt Torhüter Diego Benaglio die Pleite in Grenzen. Der Schweizer parierte sechs Torschüsse, alle wurden aus dem Strafraum abgegeben. Zudem fing er zwei Flanken ab und setzte sich in der Rangliste knapp gegen Bernd Leno von Bayer Leverkusen durch.

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Innenverteidigung

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann sprach nach dem 2:1-Sieg gegen Hertha BSC vom weiterhin "kuscheligen" Abstiegskampf. Die TSG hat aktuell drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Verlassen kann sich Nagelsmann derzeit auf seine Abwehr, in den vergangenen fünf Spielen kassierte Hoffenheim nur drei Gegentore. Gegen Berlin spielten die Gastgeber mit einer Dreierkette, und gleich zwei der drei Innenverteidiger schafften es in die SPON11. Fabian Schär glänzte bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung in der 53. Minute mit seiner Passquote (82 Prozent), drei abgefangenen Bällen und dem Kopfballtor zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Nebenmann Niklas Süle war bei einer Quote von 92 Prozent noch passsicherer, vor allem in der gegnerischen Hälfte gelangen ihm viele wichtige Zuspiele. Süle bereitete zwei Torschüsse vor, einen verwertete Mark Uth zum Siegtreffer.

Außenverteidigung

Wenn der FSV Mainz nicht einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gegeben und gegen Köln noch 2:3 verloren hätte, wäre es ein historisches Bundesliga-Wochenende geworden. Neun Heimsiege an einem Spieltag gab es bisher erst siebenmal - letztmals in der Saison 1989/1990. Außenverteidiger Daniel Brosinski hatte mit einer dynamischen Vorstellung auf der rechten Seite großen Anteil an der Führung, seinen Freistoß köpfte Leon Balogun zum 2:0 ein. Einen ligaweiten Bestwert stellte Bayerns Rafinha am 30. Spieltag auf, der zweite Außenverteidiger in der SPON11 kam auf 137 Ballkontakte. Dabei spielte der Brasilianer 131 Pässe - 90 Prozent davon fanden einen Mitspieler. Höhepunkt seines Auftritts war die Flanke vor dem Kopfballtreffer von Robert Lewandowski zum 2:0.

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Mittelfeld defensiv

Arturo Vidal war der mit Abstand effektivste defensive Mittelfeldspieler des Spieltags. Der Chilene erzielte den letztlich unwichtigen Treffer zum 3:0-Sieg des FC Bayern gegen Schalke , bereitete aber das 1:0 durch Robert Lewandowski vor, kam auf 106 Ballkontakte, spielte zwölf erfolgreiche Pässe ins Angriffsdrittel, eroberte sechs zweite Bälle und bereitete einen weiteren Torschuss vor. In allen Kategorien gab es bessere Profis, aber in der Summe war Vidal der Feldspieler mit dem zweitbesten SPIX-Wert des Spieltags.

Mittelfeld außen

Hätte Werder Bremen das Heimspiel gegen Wolfsburg nicht gewonnen, Fin Bartels wäre wohl einer der Hauptschuldigen gewesen. Der Mittelfeldspieler vergab vier seiner fünf Torschüsse teilweise kläglich. Doch am Ende war Bartels an allen drei Bremer Treffern beteiligt. Vor dem an Zlatko Junuzovic verursachten Elfmeter scheiterte der Mittelfeldspieler aus spitzem Winkel an Torhüter Diego Benaglio. Das 2:1 erzielte Bartels selbst, und vor dem dritten Tor spielte der 29-Jährige Junuzovic im Strafraum frei. Das reichte zum Sieg und zur Nominierung in die SPON11. Noch effizienter war Köln Milos Jojoc , der in 30 Minuten Spielzeit einen seiner zwei Torschüsse verwandelte und mit vier erfolgreichen Pässen im Angriffsdrittel die Präsenz zeigte, die dem FC zuvor abging.

Mittelfeld offensiv

Noch mal Werder: Ähnlich wie Bartels war auch Zlatko Junuzovic mit vielen gelungenen Offensivaktionen ein Matchwinner der Bremer. Der Österreicher holte den Elfmeter heraus, spielte Bartels vor dem 2:1 mit einem Doppelpass frei und schob den Ball vor dem dritten Treffer von Sambou Yatabaré durch den Fünfmeterraum, sodass der Malier nur noch einschieben musste. Insgesamt kam Junuzovic auf sechs Torschüsse - ligaweiter Bestwert.

Angriff

Es dauerte bis zur 85. Minute, ehe Mark Uth der TSG Hoffenheim mit seinem Kopfballtor aus kurzer Distanz den wichtigen Heimsieg gegen Hertha BSC bescherte. Beeindruckend war auch Uths Passquote, dem Stürmer misslangen nur drei seiner insgesamt 24 Zuspiele. Damit setzte er sich sogar knapp gegen Bayerns Doppeltorschützen Robert Lewandowski durch, der es aber ebenfalls in die SPON11 schaffte. Der Pole steht mittlerweile bei 27 Saisontoren, für die beiden Treffer gegen Schalke brauchte er nur vier Versuche.


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Die SPON11

Und das ist die Elf des 30. Spieltags in der taktischen Aufstellung.

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
grand finale 18.04.2016
1.
Mit dem Mittelfeld und der Claudio noch eine Session macht, ist Bremen nächste Session wieder unter den ersten 10 dabei - nur beim Skripniker hab ich so meine Zweifel, die Qualität ist doch im Kader vorhanden!
wi_hartmann@t-online.de 18.04.2016
2. Vidal
Was sind das bloß für Typen die ihren Körper mit Tätowierungen malträtieren. Die müssen den Rest des Verstandes doch nur noch in den Füßen haben.
spon-1309986622190 18.04.2016
3. at 1
Saison! Lasst den Kerl doch rumlaufen wie er mag, solang er gut spielt.
loneacit 18.04.2016
4. Der Index mal wieder
Der Index ist wieder zum in die Tonne kloppen. Schreiben Sie diesmal sogar noch dabei, dass Bartels und Junuzovic nur dabei sind, weil sie Tore gemacht/aufgelegt haben und ansonsten quais Totalausfälle. Kein BVBler, aber wieso ist ein Pulisic so schlecht bewertet? Ein Tor gemacht, viele Zweikämpfe geführt, den Ball gefordert und am Spiel rege beteiligt?
kanan 18.04.2016
5. In der Gefahr mich zu wiederholen
Diese relativ primitive Berechnung hier wird niemals so gut sein wie der menschliche Instinkt, Erfahrung und Charakter. Lewandowski ist übrigens klar der beste Stürmer gewesen, sinnfrei das jemand über ihm steht der 1 Tor weniger gemacht hat, dass aber eben die Hauptaufgabe eines Stürmers ist.
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