Hamburg - Bis Samstag, 17:19 Uhr, war es keine gute Woche für Borussia Dortmund. Gegen Gladbach hatte der BVB in der Liga nur ein zähes Remis geholt, im Pokal war der Titelverteidiger gegen hoch überlegene Bayern ausgeschieden. Gut, dass Robert Lewandowski am 24. Spieltag wieder spielen dufte - und Hannover 96 keinen Dante in der Abwehr hatte.
Torjäger Lewandowski schoss zwei Tore (8. Minute/21.) beim BVB-Sieg, Julian Schieber sorgte für den 3:1 (2:1)-Endstand. Hannovers Mohammed Abdellaoue (40.) erzielte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer. Mit dem Erfolg festigte Dortmund Rang zwei in der Tabelle, 96 rutschte auf Rang neun ab.
Am Freitag war die Rot-Sperre des Torjägers vom DFB-Sportgericht auf zwei Spiele reduziert worden, damit durfte der Pole gegen Hannover wieder auflaufen. Bei Dortmund saßen Mario Götze, Sven Bender und Lukasz Piszczek zunächst nur auf der Bank. Sie wurden offenbar für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Schachtjor Donezk am Dienstag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) geschont. Für sie rückten Jakub Blaszczykowski, Sebastian Kehl und Julian Schieber in die Startelf.
Lewandowski, der im Pokal durch Bayerns Innenverteidiger Dante abgemeldet worden war, genoss gegen die 96-Abwehr deutlich mehr Freiheiten. Beide Treffer wurden über die rechte Seite eingeleitet, Lewandowski musste im Zentrum jeweils nur noch verwerten. Kurz vor der Pause kam Hannover etwas glücklich zum Anschlusstreffer. Felipe Santana köpfte unbedrängt Richtung eigenes Tor, BVB-Keeper Roman Weidenfeller konnte den Ball zwar noch an die Latte lenken, doch Hannovers Abdellaoue staubte ab (40.).
In der zweiten Hälfte hätten die überlegenden Gastgeber früh für die Vorentscheidung sorgen können, doch die Borussia ging zu fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. In der 72. Minute traf der viel kritisierte Schieber mit seinem ersten Saisontor zum 3:1.
VfL Wolfsburg - Schalke 04 1:4 (0:1)
Eine Woche vor dem Derby gegen Dortmund hat Schalke einen wichtigen Auswärtssieg gefeiert. In Wolfsburg siegten die Königsblauen 2:1 und kletterten damit auf Rang fünf. Julian Draxler (33.) hatte die Gäste im ersten Durchgang in Führung geschossen. In der 50. Minute glich der VfL durch Ivica Olic aus, der nach einer verunglückten Parade von Timo Hildebrand aus wenigen Zentimetern über die Linie köpfen durfte. Doch die Gäste schlugen noch einmal zurück - und zwar so richtig. Draxler (63.) mit seinem zweiten Treffer, Jefferson Farfán (79.) nach Vorarbeit von Draxler und Klaas-Jan Huntelaar (87.) sicherten den deutlichen Sieg.
Hamburger SV - Greuther Fürth 1:1 (1:1)
Der HSV ist zu Hause gegen Schlusslicht Fürth nur zu einem 1:1 gekommen und damit vorerst aus den Europa-League-Plätzen gerutscht. Nikola Djurdjic (14.) hatte die Gäste früh in Führung gebracht, Maximilian Beister nur sieben Minuten später für die Hamburger ausgeglichen. In der zweiten Hälfte vergab der HSV mehrere gute Möglichkeiten, die besten davon Rafael van der Vaart (50.) und Marcus Berg (84.), die freistehend vor Fürths Torwart Wolfsburg Hesl vergaben.
Werder Bremen - FC Augsburg 0:1 (0:1)
Augsburg hat den Heimerfolg gegen Hoffenheim vom vergangenen Wochenende mit einem Auswärtssieg in Bremen veredelt. So liegt der FC mit nun 21 Punkten schon fünf Zähler vor der TSG, die am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) den FC Bayern empfängt. In einer äußerst mäßigen Partie nutze Tobias Werner in der 29. Minute die erste Chance der Gäste zum Siegtreffer.
1. FC Nürnberg - SC Freiburg 1:1 (1:0)
In seinem 100. Spiel für Nürnberg hat Timmy Simons zwar getroffen, wirklich Grund zur Freude hatte der Kapitän aber nicht. Simons erzielte per Elfmeter in der 33. Minute die Führung gegen Freiburg. Dabei war dem Strafstoß eine kuriose Situation vorausgegangen. Jan Rosenthal köpfte seinem Mitspieler Cedrick Makiadi den Ball von hinten an den Arm, ohne dass Maikadi ihn sehen konnte. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied dennoch auf Elfmeter. Die Gäste gaben nicht auf und wurden spät belohnt. Nürnberg-Keeper Raphael Schäfer konnte einen Schuss von Julian Schuster nur abklatschen lassen, Jonathan Schmid (83.) staubte zum Ausgleich ab.
max/leh
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
| alles zum Thema Fußball-Bundesliga | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH