Sieg gegen Schalke Bayern nutzt BVB-Einbruch und verkürzt den Abstand zur Spitze

Nun sind es nur noch fünf Punkte Vorsprung für den BVB: Der FC Bayern hat sich im Heimspiel gegen Schalke durchgesetzt - auch dank eines Eigentors des Gegners. Die Münchner stehen auf Platz zwei.

Jubelnde Bayern
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Jubelnde Bayern


Der FC Bayern hat sich an Gladbach vorbei auf den zweiten Bundesliga-Tabellenplatz geschoben und den Abstand zu Spitzenreiter Borussia Dortmund auf fünf Punkte verkürzt. Die Münchner besiegten den FC Schalke 04 3:1 (2:1) und konnten so das überraschende Remis des BVB und die Niederlage der Gladbacher vom Nachmittag ausnutzen.

Die Bayern waren zu Beginn das bessere Team, vor allem über die linke Seite, wo David Alaba und Kingsley Coman spielten, ging viel. Schalkes Defensive wurde ein ums andere Mal überspielt. Kein Wunder, dass das 1:0 für die Münchner bereits in der zwölften Minute fiel.

Überraschend war hingegen der Torschütze: Jeffrey Bruma wollte mit Abwehr-Kollege Salif Sané Bayerns Robert Lewandowski in die Zange nehmen, doch das ging schief - und Bruma schoss den Ball mit dem rechten Fuß an Schalke-Torwart Ralf Fährmann vorbei ins eigene Tor.

Schalkes Fans feiern - aber nicht lange

In der Folge deutete vieles auf ein baldiges 2:0 hin, doch es kam anders. Nach einer geklärten Bayern-Ecke witterte Schalke seine Konter-Chance - und nutzte sie. Über Nabil Bentaleb und Weston McKennie landete der Ball bei Ahmed Kutucu. Der 18-Jährige machte noch ein paar schnelle Schritte und traf zum Ausgleich (25.).

Die Schalker Fans feierten noch, da traf Lewandowski zur erneuten Führung für die Münchner. Einen Pass von Serge Gnabry leitete James direkt an den Angreifer weiter, der im Zentrum freistand. Diese Chance ließ sich der Bayern-Torjäger nicht nehmen - 2:1 (27.).

Die Bayern waren immer noch dominant, doch das Spiel auch etwas offener. Beide Teams hatten Chancen, doch weil Fährmann gegen James parierte (30.), Thiago auf der Linie rettete (33.) und Yevhen Konoplyanka an Sven Ulreich scheiterte (35.), fielen vor der Pause keine weiteren Tore.

Gnabry sorgt für die Entscheidung

Auch in der zweiten Hälfte ging das Chancen-Vergeben weiter: Erst traf Münchens Leon Goretzka nur das Außennetz (46.), dann traf McKennie aus wenigen Metern den Pfosten des Bayern-Tors (53.). Den Kopfball von Bruma parierte Ulreich in höchster Not (55.).

Kurios war dann das 3:1 für die Bayern: Lewandowski setzte zu einem Fallrückzieher an, der jedoch - wohl unfreiwillig - zur Vorlage für Gnabry wurde. Der deutsche Nationalspieler köpfte den Ball zur Entscheidung ins Tor (57.). Ein höheres Ergebnis wäre möglich gewesen, aber Lewandowski schoss den Ball aus wenigen Metern Entfernung über das Tor.

Bayern München - Schalke 04 3:1 (2:1)
1:0 Bruma (12., Eigentor)
1:1 Kutucu (25.)
2:1 Lewandowski (27.)
3:1 Gnabry (57.)
München: Ulreich - Kimmich, Boateng, Hummels, Alaba - Thiago, Goretzka - Gnabry (89. Davies), James (78. Martínez), Coman (68. Ribéry) - Lewandowski
Schalke: Fährmann - Caligiuri, Sané, Bruma, Oczipka - Rudy (33. Mascarell), Bentaleb - Serdar (54. Harit), Konoplyanka - Kutucu (73. Uth), McKennie
Schiedsrichter: Daniel Siebert
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Lewandowski - Caligiuri (5), Bruma

bka



insgesamt 18 Beiträge
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Nonvaio01 09.02.2019
1. nicht gut genug
es wird besser und das Team spielt super, endlich spielen Thiago und James zusammen auf dem platz, was stoert ist das miserable nutzen der chancen, gegen gute teams kommen davon nicht soviele. man sieht das es mittlerweile sehr gut ohne Ribery/Robben und Mueller laeuft. Boateng ist zu langsam, hat man in einigen sprint duellen gesehen.
frank.huebner 09.02.2019
2. Bayern wieder in Form
Ich denke, Bayern hat oder wird seine Form wieder finden, und der BVB wird weiter schwächseln. Bayern wird wohl wieder Meister, ob man es gut findet oder nicht. Bayern wird nicht die Meisterschaft gewinnen, der BVB wird sie verlieren.
jwcotton 09.02.2019
3. Am Ende..
gewinnt immer der Jäger. Für den FC Bayern der letzten Jahre galt das allerdings nicht, denn jage nicht, was du nicht erlegen kannst und so hatte es bei den Bayern die letzten Jahre auch keiner versucht. Aber diesmal jagen die Bayern ... Ausgang klar.
spon_12 09.02.2019
4.
Ich finde es oft äußerst langweilig in diesem Forum. Voller Opportunisten hier, es gibt nur wenige Ausnahmen. Zu Weihnachten wurde der BVB schon hoch gelebt und als Deutscher Meister gefeiert. Sich heute hinzustellen und die Bayern als designierten Meister zu benennen ist, als würde man den Film, den man gestern im Kino gesehen hat, nacherzählen. Da sind mir die Foristen lieber, die letzte Woche Mal auf Gladbach spekuliert haben - oder diejenigen, die - warum auch immer - Frankfurt als Meister gesehen oder geglaubt haben, Hertha BSC käme in die Europa League. Zwar liegen all diese Prognosen absolut daneben, aber immerhin trauen sich die Leute was.
doppelnass 09.02.2019
5. Huch
Vor kurzem waren es neun Punkte Rückstand. Wenn der BVB weiter so schwächelt, wird es noch was. Bei Favre kommt ja irgendwann immer dieser unerklärliche Einbruch. Glaube allerdings, dass das erst nächstes Jahr kommt. Wie gesagt, ich kann mit ein, zwei Saisons ohne Titel problemlos leben. Wenns doch was wird, spricht das echt gegen die Liga. So dumm, eine Schwäche der Bayern nicht zu nutzen, kann man nicht sein.
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