Von Maximilian Rau
Hamburg - Ein Prestige-Duell ist es ohnehin schon, aber diesmal deutete alles darauf hin, dass die Partie zwischen dem FC Schalke und dem FC Bayern auch ein richtig gutes Spiel werden würde. Es kam anders. Vom sehenswerten Offensivfußball, den beide Teams diese Saison bereits gezeigt hatten, war wenig zu sehen.
Dafür strahlten die Münchner Dominanz aus - beinahe wie in ihren besten Zeiten. Auch ohne Javier Martínez und Franck Ribéry in der Startelf bestimmte der Rekordmeister die Partie. Dabei schienen die Bayern in der ersten Halbzeit im Schon-Modus zu sein. Die Schalker dagegen spielten erschreckend passiv.
Wie schon gegen Stuttgart und Mainz reichte eine kurze Drangphase für die Siegtreffer. Angetrieben von Toni Kroos und Thomas Müller bestimmten die Bayern die 15 Minuten nach Wiederanpfiff, die beiden Nationalspieler trafen dabei kurz hintereinander (55. Minute/58.). Derzeit können die Münchner das Tempo nach Belieben erhöhen.
Das wünscht sich wohl auch Schalke-Coach Huub Stevens von seinem Team. Doch das agierte weniger wie ein Spitzenclub denn eine ängstliche Mannschaft aus dem Bundesliga-Mittelfeld. S04 stand zu tief, ging kaum Risiko ein und nahm Torjäger Klaas-Jan Huntelaar selbst aus dem Spiel.
Welche Bayern-Profis trotz des Sieges enttäuschten und was die Schalker Joker bewirkten, erklärt die Heatmap-Analyse von SPIEGEL ONLINE.
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