Bundesliga-Sonntag: Heimpleite für Meister Bremen

Werder Bremen hat die Heimpartie gegen den VfL Wolfsburg überraschend verloren und damit die Tabellenführung verspielt. Auch die Dortmunder Borussen konnten nach dem Abpfiff der Partie gegen Hannover 96 nicht jubeln.

Kein Sieger in Dortmund: Kehl im Zweikampf mit Hannovers Sousa
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Kein Sieger in Dortmund: Kehl im Zweikampf mit Hannovers Sousa

Hamburg - Per Mertesacker verhinderte mit seinem ersten Bundesliga-Treffer in letzter Sekunde den ersten Saisonsieg von Borussia Dortmund. Der 19-Jährige glich in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 1:1 (1:0)-Endstand aus. "Unglaublich - in letzter Sekunde das Tor zu bekommen. Das darf nicht passieren. Es darf nie einer so frei den Ball Sekunden vor Schluss so frei ins Tor köpfen", sagte BVB-Coach Bert van Marwijk.

Die Borussen waren vor 74.000 Zuschauern im Westfalenstadion am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga durch Tomas Rosicky (29.) in Führung gegangen und hatten in der zweiten Hälfte durch Jan Koller die beste Torchance. Doch der Tscheche schoss den Ball nach einem Konter an den Innenpfosten. Hannovers Trainer Ewald Lienen ärgerte sich trotzdem noch: "Wir müssen in der ersten Halbzeit klar in Führung gehen. Wenn wir 1:0 oder 2:0 vorn liegen, haben wir ein anderes Spiel. So gehen sie in Führung - eigentlich unverdient."

Titelverteidiger Werder Bremen kassierte im anderen Sonntagsspiel die erste Saisonniederlage. Vor 36.700 Zuschauern im Weserstadion verloren die Bremer gegen den VfL Wolfsburg mit 1:2 (0:0). Nationalstürmer Thomas Brdaric (46. Minute) und Pablo Thiam (53.) waren für die sehr diszipliniert agierenden Gäste erfolgreich. Werders Fünf-Millionen-Euro-Einkauf Miroslav Klose erzielte zwar in der 70. Minute seinen ersten Treffer für die Bremer und sein erstes Bundesligator seit fünf Monaten, doch zu einem Punktgewinn reichte es in einer hochdramatischen Schlussphase nicht mehr.

Der Wolfsburger Freud', des Klose Leid: Das Tor des Bremer Neuzugangs blieb wertlos
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Der Wolfsburger Freud', des Klose Leid: Das Tor des Bremer Neuzugangs blieb wertlos

"Wir haben mit etwas Glück gewonnen. Gegen die geballte Bremer Offensive mit vier Stürmern hätten wir bei Kontern besser aussehen müssen", sagte Wolfsburgs Trainer Erik Gerets nach dem zweiten Auswärtssieg des VfL in dieser Saison. Enttäuscht war Werder-Coach Thomas Schaaf, der vor dem Spiel als "Trainer des Jahres" geehrt worden war. "Wir haben die erste Halbzeit her geschenkt und haben den Gegner spielen lassen. Erst zum Schluss sind wir aufgewacht", ärgerte sich Schaaf über die schlechte Vorstellung seiner Elf vor der Pause.

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