Sieg in Hoffenheim Harnik beendet Stuttgarts Pleitenserie

Der VfB kann doch noch siegen: Dank eines Kopfballtreffers von Martin Harnik hat Stuttgart erstmals nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie gewonnen. Gegner Hoffenheim verpasste hingegen die Chance, sich von Augsburg und Fürth abzusetzen.

DPA

Hamburg - Seit dem 8. Dezember hatte der VfB Stuttgart nicht mehr in der Bundesliga gewonnen, damals gab es ein 3:1 gegen Schalke. Nun brauchen die Verantwortlichen und Spieler nicht mehr so weit in die Vergangenheit schauen, um ein Erfolgserlebnis zu finden: Das Team von Trainer Bruno Labbadia siegte im Kellerduell des 22. Spieltags gegen 1899 Hoffenheim 1:0 (1:0).

Stuttgart beendete damit seine Negativserie: Fünf Niederlagen in Folge hatte der VfB zuletzt hinnehmen müssen. Das Tor des Tages erzielte Angreifer Martin Harnik bereits in der 3. Minute. In der Tabelle sprang der VfB wieder auf den 12. Tabellenplatz (28 Punkte). Hoffenheim bleibt mit 16 Punkten auf dem 16. Rang - und damit mitten im Abstiegskampf.

Für 1899-Coach Marco Kurz war es "die schwächste erste Halbzeit, die wir bislang hier gespielt." Nun gelte die Konzentration vor allem der Sicherung des 16. Platzes: "Wenn du so ein Ding hier verlierst, musst du auf gar nichts anderes schauen." VfB-Keeper Sven Ulreich war hingegen zufrieden: "Das war ein Schritt in die richtige Richtung, aber wir sind noch nicht über den Berg."

Vor knapp 30.000 Zuschauern hatte der VfB einen Blitzstart hingelegt: Harnik spielte den Ball auf die linke Außenbahn, wo sich Ibrahima Traoré stark gegen Andreas Beck durchsetzte. Der Offensivspieler flankte zurück in die Mitte - wo Harnik per Kopf zum 1:0 traf.

Joselu vergibt die Großchance zum Ausgleich

Nach dem Gegentor wurde es aus Sicht der Hoffenheimer, bei denen acht frühere VfB-Spieler unter Vertrag stehen, nicht besser. Traoré (8.) und der ehemalige 1899-Torjäger Vedad Ibisevic (13.) hätten die Führung der Schwaben sogar noch ausbauen können.

Hoffenheim brachte kaum nennenswerte Offensivaktion zustande, im Gegenteil: In der 27. Minute hatten die Stuttgarter nach einem Vorstoß von Harnik die nächste Chance, zu erhöhen. Zu diesem Zeitpunkt hatte 1899-Trainer Marco Kurz seine Reservisten bereits zum Aufwärmen geschickt.

Nach der Pause wurde Hoffenheim etwas besser: Nach einem Freistoß von Kevin Volland verpassten Daniel Williams und Igor de Camargo den möglichen Ausgleich (50.). Auf der anderen Seite kam Traoré frei zum Schuss - 1899-Torhüter Gomes konnte aber parieren (55.). In der 63. Minute vergab dann Hoffenheims Joselu die größte Möglichkeit für sein Team, als er allein auf Sven Ulreich zu rannte, aber den VfB-Keeper nicht überwinden konnte.

1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart 0:1 (0:1)
0:1 Harnik (3.)
Hoffenheim: Gomes - Beck, Abraham, Delpierre, Johnson - Williams (54. Weis), Polanski (81. Grifo) - Usami, Volland - De Camargo (54. Derdiyok), Joselu
Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka - Kvist - Gentner, Holzhauser (82. Molinaro) - Harnik (90.+2 Rüdiger), Traore (87. Okazaki) - Ibisevic
Schiedsrichter: Guido Winkmann
Zuschauer: 28.750
Gelbe Karten: Williams (7), Joselu (2) - Boka (3), Traore (4), Harnik (3), Okazaki (3), Rüdiger (3), Ibisevic (7)

bka/sid



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insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
roka1894 17.02.2013
1. Nur noch ein paar Wochen...
Tja, in ein paar Wochen wird dann glücklicherweise auch dieses "Projekt" als grandios gescheitert gelten. Dem Fussballgott sei Dank. Bei dem geballten "Fachwissen" der Verantwortlichen in Hoppenhausen muss man ja allerdings damit rechnen, dass die Verträge der Herren Kicker sogar uneingeschränkt für die 2.Liga gelten....Aber es ist schön zu sehen, dass man Erfolg eben doch nicht immer kaufen kann. Es sei denn man kauft auch fürs Management Leute die was von ihrem Job verstehen.
ginotico 17.02.2013
2. Erfolg kann man kaufen
Natürlich kann man Erfolg kaufen. Das beweisen die Bayern in München doch immer wieder.
verdi49 17.02.2013
3. .......
Zitat von roka1894Tja, in ein paar Wochen wird dann glücklicherweise auch dieses "Projekt" als grandios gescheitert gelten. Dem Fussballgott sei Dank. Bei dem geballten "Fachwissen" der Verantwortlichen in Hoppenhausen muss man ja allerdings damit rechnen, dass die Verträge der Herren Kicker sogar uneingeschränkt für die 2.Liga gelten....Aber es ist schön zu sehen, dass man Erfolg eben doch nicht immer kaufen kann. Es sei denn man kauft auch fürs Management Leute die was von ihrem Job verstehen.
Auch der VfB wird dilletantisch geführt! Da wird sich erst etwas ändern, wenn sie Mäuser und Hundt zum Teufel jagen. Bobic ist auch keine große Leuchte.
brazzo 17.02.2013
4.
Zitat von ginoticoNatürlich kann man Erfolg kaufen. Das beweisen die Bayern in München doch immer wieder.
Ne, die haben bewiesen, daß man sich Erfolg über Jahrzehnte erarbeiten kann und man dann auch langfristig davon profitiert.
NeZ 17.02.2013
5.
Sorry, Sie enttäuschen zu müssen, aber der Erfolg bei Bayern kam durch eigene Leistung, hauptsächlich Herrn Hoeness'. Aber das Geld, das er durch Sponsoring an Land gezogen hat, half.
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