Sieg in Braunschweig: Stuttgart bezwingt harmlose Eintracht

VfB-Stürmer Ibisevic: Tor gegen Braunschweig. Zur Großansicht
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VfB-Stürmer Ibisevic: Tor gegen Braunschweig.

Der VfB Stuttgart hat zum Abschluss des siebten Bundesliga-Spieltags einen souveränen Sieg gegen Braunschweig gefeiert. Die Eintracht kämpfte zwar, war aber spätestens ab der zweiten Halbzeit chancenlos. Für Verwirrung sorgte Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht mit einer Aussage nach dem Spiel.

Hamburg - Eintracht Braunschweig muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Am siebten Spieltag kassierte der Aufsteiger die sechste Niederlage. Gegen den VfB Stuttgart unterlag das Team von Trainer Torsten Lieberknecht 0:4 (0:1). Die Treffer erzielten Vedad Ibisevic (40. Minute), Alexandru Maxim (51.), Ibrahima Traoré (76.) und Martin Harnik (86.). Der VfB verbessert sich durch den Erfolg in der Tabelle mit nun zehn Punkten auf den sechsten Rang. Braunschweig bleibt auf dem letzten Platz (ein Punkt).

Sein Team müsse "arbeiten, arbeiten, arbeiten", hatte Eintracht Coach Lieberknecht unter der Woche gesagt - und genau das taten die Braunschweiger. Der Aufsteiger ging aggressiv und engagiert zu Werke, ließ den Ball dabei phasenweise sogar ansehnlich laufen. Dass es am Ende trotzdem eine deutliche Niederlage setzte, lag an der mangelnden Chancenverwertung in der ersten Halbzeit - und einer desolaten Abwehrleistung im zweiten Spielabschnitt.

Nach dem Spiel sorgte Liebeknecht kurzzeitig für Verwirrung. "Ich bin keiner, der wegläuft. Aber ich kann verstehen, wenn Fans und Verantwortliche sich Gedanken machen", sagte der Trainer. Als Rücktrittsangebot wollte Lieberknecht diese Bemerkung aber nicht verstanden wissen. "So war das nicht gemeint", sagte er.

Stuttgart erwischte den besseren Start in die Partie und hatte schon nach drei Minuten durch Ibisevic die Chance zur Führung. Der bosnische Stürmer scheiterte aus sechs Metern an Braunschweigs Torhüter Marjan Petkovic. Die Eintracht war um eine Antwort bemüht, und wurde erstmals in der 12. Minute durch Domi Kumbela gefährlich. Der Stürmer zielte bei seinem Versuch zu hoch und brachte Thorsten Kirschbaum im VfB-Tor, der den verletzten Sven Ulreich ersetzte, so nicht in Verlegenheit.

Maxim und Traoré entscheiden die Partie

Auch an der nächsten guten Aktion der Gastgeber war Kumbela beteiligt: Nach einem Eckball verfehlte er per Kopf das Tor nur knapp (27.). Marco Caligiuri scheiterte zudem mit einem abgefälschten Schuss an Kirschbaum (36.). Stuttgart zog sich in dieser Phase tief in die eigene Hälfte zurück und ließ Braunschweig viel Raum. Umso überraschender fiel die Führung für die Gäste. Ibisevic traf per Kopf nach einem Maxim-Freistoß von der linken Seite zum 1:0 (40.).

Die Gastgeber ließen sich von dem Gegentor zunächst nicht aus dem Konzept bringen und spielten nach der Halbzeit weiter nach vorne. Im Abschluss blieb Braunschweig aber weiter glücklos. Auf der Gegenseite zeigte sich Stuttgart gnadenlos effizient - Maxim erhöhte per Abstauber auf 2:0 (51.). Die Gegenwehr der Gastgeber war gebrochen. Besonders in der Abwehr offenbarte der Aufsteiger nun deutliche Schwächen. Stuttgart hatte leichtes Spiel und legte durch Tore von Traoré und Harnik nach.

Eintracht Braunschweig - VfB Stuttgart 0:4 (0:1)
0:1 Ibisevic (40.)
0:2 Maxim (50.)
0:3 Traore (76.)
0:4 Harnik (86.)
Braunschweig: Petkovic - Elabdellaoui, Bicakcic, Dogan, Reichel - Kratz (79. Ademi), Marco Caligiuri - Bellarabi, Boland - Jackson (46. Oehrl), Kumbela (79. Pfitzner)
Stuttgart: Kirschbaum - Sakai, Schwaab, Rüdiger, Boka (46. Rausch) - Kvist, Gentner - Traore, Maxim (86. Cacau), Werner (74. Harnik) - Ibisevic
Schiedsrichter: Brych (München)
Zuschauer: 22.760
Gelbe Karten: - Boka (2)

mib/sid

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1. Eintrach, pfui schäm dich!
tomkey 29.09.2013
Nach der Öffentlichmachung der rechtsradikalen Tendenzen in der Eintrachtfanszene durch die nun mit Stadionverbot bestraften "Ultras Braunschweig" wünsche ich diesen Verein das völlige Verschwinden im Nimmerland des niedersächsischen Lokalfußballs. Wie blöd ist man denn bei der Eintracht diejenigen zu bestrafen, die konsequent gegen Gewalt und Rassismus im deutschen Fußball vorgehen? Das wird den rechtsradikalen und rassistischen Einpeitschern in der deutschen Fußballszene voll Auftrieb geben. Eintracht Braunschweig, ein Verein verliert die Orientierung im demokratischen Wertesystem.
2. Re.: Eintracht, pfui schäm dich!
---pinky--- 29.09.2013
Ihr Problem dabei: Wenige Rechtsextremisten gibt es tatsächlich, aber in ebenso geringer Zahl wie bei jedem anderen Traditionsverein auch. Es gibt *nicht* den Konflikt zwischen 95 Prozent der vermeintlich rechtsradikalen Fans und Verein gegen wenige Demoktraten. Vielmehr gibt es zwei Konflikte: Einen von (in geringer Anzahl tatsächlich vorhandenen) Rechts- und Linksextremisten, die insgesamt weniger als fünf Prozent der Fans repräsentieren. Der andere Konflikt basiert darauf, daß >95 Prozent der *demokratischen* Fanszene *keineswegs* in eine rechtsextremistische politische Richtung tendiert, diesem Teil der Fanszene allerdings von der Antifa-Bewegung unterstellt wird, rechtsextremistisch oder zumindest rechtstolerant zu sein. Wer mir rechtstolerantes Gedankengut unterstellt, darf nicht auf meine Unterstützung hoffen. Im Übrigen gab es Absprachen, in welchen Bereichen sich die Gruppierung aufhalten darf. Hält sich die Gruppierung an diese Absprachen, gibt es keine Ausschreitungen. Richtig ist, daß gegen Rechtsextremisten vorgegangen werden muß. Richtig ist aber auch, daß die Stadionverbote aufgrund der nicht eingehalten Absprachen im Sinne der Gewaltprävention vollkommen berechtigt sind. Noch immer gibt es keine Belege für eine vermeintliche rechtsextremistische Gesinnung der gesamten Fanszene mit Ausnahme weniger Id*oten, die keiner sehen will. Aber Sie dürfen das Kind gerne beim Namen nennen. Sie werden den Support doch sicher auf Sky verfolgt haben. Welcher Teil des Supports genau war rechtsextremistisch?
3. Die Interna
Levator 29.09.2013
dieses Klubs interessieren mich herzlich wenig... Daher kurz zu dem Thema dieses Threads: Verdienter Auswärtssieg. Ihre internen Befindlichkeiten dürfen Sie in Braunschweig lösen. Coram publico schon sowieso nicht. Warum Spon solchen Umtrieben eine Plattform schenkt, bleibt befremdlich...
4. geteilte Meinungen...
maxehaxe 29.09.2013
Dass es in braunschweig ein Problem mit der rechten fanszene gibt, kann mit sicherheit nicht geleugnet, sollte aber auch nicht hochgespielt werden. Ich war allerdings in gladbach nicht dabei und habe nur den äußerst einseitigen bericht der UB gelesen. Deswegen bilde ich mir da auch keine Meinung drüber, ebenso wie über das stadionverbot. Meine Meinung über ultras im allgemeinen ist eh gespalten, ich schätze aber auch was die regelmäßig leisten. Ich besitze übrigens seit Jahren eine dauerkarte, auch schon in der dritten liga. Ich weiß daher dass der Support in den letzten jahren unglaubliche Ausmaße angenommen hat, und wenn in der 88. Minute beim Stand von 0:4 keiner das stadion verlässt, sondern die ganze kurve geschlossen " you'll never walk alone" anstimmt, zeigt das, dass das sonst so kritische Braunschweiger Publikum gott sei dank verstanden hat, was lieberknecht, Arnold& co in den letzten 5 jahren geleistet haben und für was der ganze Verein im moment steht. Lieber kaufe ich mir nächstes jahr wieder eine dauerkarte für liga 2, als dass ich einen verein unterstütze, der nach überraschenden erfolgen seine seele verkauft. Ich arbeite in hannover und kriege dementsprechend nur dumme Sprüche von allen seiten. Trotzdem schäme ich mich nicht dafür, Braunschweiger zu sein.
5. ...wohl nicht nur mangelnde Qualität
tylerdurdenvolland gestern, 02:26 Uhr
Fussballerisch mit der 2.LIga Mannschaft zu bestehen zu wollen, ist ohnedies amateurhaftes Verhalten, aber wenn dann auch noch solch unappetitlicher Zirkus dazukommt... dann wird auch jegliches Mitleid zu Recht erschwinden.
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