Bundesliga Werder feiert späten Sieg gegen den HSV

Erfolg im Nordderby: Werder hat sich durch ein Hamburger Eigentor in der Schlussphase einen Heimsieg gegen den HSV gesichert. Zuvor hatten die Gästefans für Ärger gesorgt.

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Werder Bremen und der Hamburger SV haben im direkten Aufeinandertreffen demonstriert, warum beide Klubs wieder im Abstiegskampf stecken. In einem schwachen Nordderby setzte sich Werder 1:0 (0:0) durch. Der einzige Treffer fiel durch ein Eigentor von Rick van Drongelen (86. Minute). Bremen hat damit neun Punkte Vorsprung auf den HSV und steht auf Platz 14. Hamburg bleibt 17. und hat sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und den FSV Mainz. Im Spiel zweier schlechter Mannschaften waren die Hamburger die noch schlechtere.

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Werders Sieg im Nordderby: Feuerwerk gab's nur auf der Tribüne

Aber erst in der Schlussphase entwickelte Werder viel Druck und kam zu mehreren klaren Torchancen. Maximilian Eggestein hatte schon in der 71. Minute die Chance zum Siegtreffer. Sein Schlenzer aus etwa 18 Metern ging allerdings knapp am Tor vorbei. Der Bremer hätte auch abspielen können - dann wäre Florian Kainz wohl freistehend zum Abschluss gekommen. Nur elf Minuten später hatte er ein zweites Mal die Gelegenheit, zum Matchwinner zu werden. Aber HSV-Torwart Christian Mathenia hielt seinen Kopfball fest.

Und so sorgten die Bremer Joker für die entscheidende Szene des Spiels: Der Schuss des eingewechselten Aron Jóhannsson trudelte in Richtung Tor, der ebenfalls eingewechselte Belfodil ging auf der Torlinie in den Zweikampf mit Rick van Drongelen und der Hamburger drückte den Ball unglücklich über die Linie (86.). Bei Johannssons Schuss hatte Belfodil in abseitsverdächtiger Position gestanden. Der Videoschiedsrichter ließ das Tor allerdings bestehen.

Pyrotechnik der HSV-Fans
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Pyrotechnik der HSV-Fans

Auf Seiten der Hamburger sorgten sehr lange nur die mitgereisten Anhänger für Aufregung. Kurz vor der Pause unterbrach Schiedsrichter Felix Zwayer die Partie, weil die Zuschauer im Gästeblock wiederholt Pyrotechnik zündeten. Es wurden sogar Feuerwerksraketen abgefeuert. Nach wenigen Minuten ging die Partie dann allerdings weiter.

Bis dahin hatte es kaum nennenswerte Aktionen gegeben. In der ersten Hälfte gab es nur zwei gefährliche Momente: Niklas Moisanders Schuss wurde vor der Linie geblockt (32.), für den HSV grätschte Bakery Jatta den Ball aufs Tor, bereitete Werder-Keeper Jiri Pavlenka aber keine Probleme (17.). Auch in der zweiten Hälfte dominierten Fehlpässe, Ballverluste und Zweikämpfe die Partie. Eggesteins Chancen und schließlich blieben zwei seltene Ausnahmen.der Treffer blieben zwei seltene Ausnahmen.

SV Werder Bremen - Hamburger SV 1:0
1:0 van Drongelen (86., Eigentor)
Weder: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson - Bargfrede (90.+2 Gondorf)- M. Eggestein, Delaney - Junuzovic (84. Johannsson), Kainz (73. Belfodil) - Kruse
HSV: Mathenia - Sakai, Papadopoulos, van Drongelen, Douglas Santos - Jung (90. Arp), Walace - Jatta (77. Wood), Hunt, Kostic - Hahn
Schiedsrichter: Zwayer
Gelbe Karten: Augustinsson / Jatta
Zuschauer: 42.100

aev



insgesamt 12 Beiträge
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gammoncrack 24.02.2018
1. An die HSV-Chaoten:
Ich wünsche mir, dass es wirklich ein knappes Abseitstor gewesen ist. Und dass alle Schiedsrichter das auch gesehen haben. Und dass jeder einzelne das Tor deswegen gegeben hat, damit ihr Chaoten in der nächsten Saison die Liga nicht mehr beglücken könnt! Ich habe dem HSV, gegen viele andere Meinungen, immer den Verbleib gewünscht. Das hat sich heute ein für allemal erledigt.
smaturin 24.02.2018
2. Verdienter Abstieg
für den HSV. Selbst als Fan kann ich es nicht mehr anders sagen...
panzerknacker 51 24.02.2018
3. Verwunderlich
Wie kommt diese Pyrotechnik eigentlich durch die Eingangskontrolle?
japhyryderson, 24.02.2018
4. Der HSV ist mein Lieblingsclub.
Ich schaue dem Abstieg gefasst und ruhig entgegen. Thats´s Life.
aurichter 24.02.2018
5. Um ehrlich zu sein
habe ich mir insgeheim gewünscht, dass das Spiel - so Wasserziehr - in der 2.HZ komplett abgebrochen wird und am grünen Tisch mit 3:0 für Werder gewertet wird. Es ist absolut nicht mehr nachvollziehbar, wie dort hirnrissige Chaoten den Fußball systematisch kaputt machen. Darüberhinaus sollte die Rechnung des Polizeieinsatzes - sogenanntes Hochrisikospiel - nach Hamburg gefaxt werden, denn von dort wird das Hochrisiko nach Bremen gebracht. Der Gesetzgeber ist endlich einmal gefragt, um bei Nachweis und Feststellung der Personalien den Urhebern aus dem Chaoten Bereich die Rechnung zu präsentieren. Außerdem sollten Strafen wesentlich höher angesetzt werden. Ein Klaps vor den Hintern mit minimalen Geldstrafen sind angesichts dieser Ausfälle nicht mehr hinnehmbar. Auch sollte einmal zur Abschreckung über Haftstrafen ohne Bewährung nachgedacht werden, denn man kann mit Gewissheit davon ausgehen, dass in dem Umfeld eine Mehrheit als Wiederholungstäter angesehen werden kann. Sehr bedauerlich, dass die wahren Fans darunter auch zu Leiden haben, aber anders sind diese Straftaten nicht einzudämmen. Traurig vermutlich auch die Tatsache, dass dabei spitzfindige Rechtsverdreher ihre Chance sehen, um sich bei diesen Kriminellen einen Namen zu machen. Dennoch bleibt der Wunsch, auch im Namen der friedlichen Fans, dass diese Hirnis Mal temporär aus dem Verkehr gezogen werden. Wunsch ist der Vater des Gedanken!
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