Bundesliga Hoffenheimer Höhenflug hält auch gegen Hannover an

Die TSG bleibt das Team der Stunde: Auch Hannover 96 konnte den Hoffenheimern nur wenig entgegensetzen. Das Nagelsmann-Team springt auf Platz vier - weil wieder einmal auf Goalgetter Kramaric Verlass war.

Hoffenheimer Jubel nach dem 2:1
DPA

Hoffenheimer Jubel nach dem 2:1


Im letzten Freitagsspiel der Bundesliga-Saison 2017/2018 hat sich die TSG Hoffenheim 3:1 (1:1) gegen Hannover 96 durchgesetzt. Alle drei Tore für die Gastgeber erzielte Andrej Kramaric (16./50./86. Minute), für Hannover hatte Kenan Karaman (24.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen. Hoffenheim verbessert sich damit auf den vierten Tabellenrang, kann von Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE) aber wieder überholt werden. Hannover 96 bleiben sechs Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Schon nach einer guten Viertelstunde gelang dem Gastgeber der Führungstreffer: Hannovers Innenverteidiger Salif Sané spielte den Ball in Bedrängnis unpräzise zu seinem Keeper zurück, Serge Gnabry sprintete aufmerksam dazwischen und legte den Ball quer auf den Torschützen Kramaric. Gnabry selbst verletzte sich bei dieser Aktion und musste wenig später ausgewechselt werden.

Lediglich acht Minuten nach der Hoffenheimer Führung glichen die Gäste etwas überraschend aus. Pirmin Schwegler bediente von der Grundlinie Karaman, der den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 ins Netz drückte. Für die TSG war es das erste Gegentor im eigenen Stadion nach zuvor drei Zu-Null-Heimsiegen.

Kramaric per Volley, Kramaric per Lupfer

Das Nagelsmann-Team begann die zweite Hälfte mit viel Schwung - und ging auch schnell wieder in Führung: Kramaric traf nach einer Ecke von Kerem Demirbay per Direktabnahme so spektakulär wie unbedrängt zum 2:1. Es war bereits Hannovers elfter Eckball-Gegentreffer in der aktuellen Saison - negativer Ligahöchstwert.

Andrej Kramaric trifft zum 2:1
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Andrej Kramaric trifft zum 2:1

In dieser starken Phase vergaben die Hoffenheimer gleich mehrfach Gelegenheiten, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Pavel Kaderabek scheiterte doppelt (48./52), Kramaric vergab seinen möglichen dritten Treffer (54.), der ihm dann allerdings in der Endphase mit einem sehenswerten Lupfer doch noch glückte.

"Wenn wir uns für die Champions League qualifizieren, wäre das eine Sensation", sagte TSG-Trainer Julian Nagelsmann, "schon die Europa League wäre ein richtig großer Erfolg." Die TSG ist nun seit neun Bundesligaspielen ungeschlagen (6 Siege, 3 Remis) - länger als alle anderen Bundesligisten aktuell. Eine noch bessere Serie gelang lediglich in der vergangenen Spielzeit, als die TSG die komplette Hinrunde ohne Niederlage überstanden hatte.

TSG Hoffenheim - Hannover 96 3:1 (1:1)
1:0 Kramaric (16.)
1:1 Karaman (24.)
2:1 Kramaric (50.)
3:1 Kramaric (50.)
Hoffenheim: Baumann - Nordveit, Vogt, Akpoguma - Kaderabek, Demirbay (69. Bicakcic), Amiri, Schulz - Gnabry (20. Zuber), Uth (63. Szalai), Kramaric
Hannover: Tschauner - Korb (55. Bebou), Hübers, Sané, Elez (67. Fossum) - Sorg, Bakalorz (80. Harnik), Schwegler, Albornoz - Karaman, Füllkrug
Gelbe Karten: Vogt, Amiri, Kaderabek / Hübers
Schiedsrichter: Patrick Ittrich
Zuschauer: 26.000

chh/sid



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
bullbay666 28.04.2018
1. Glückwunsch!
Die Leistung der Kurzpfälzer Mannschaft ist in letzter Zeit ist einfach großartig! Es erinnert in der letzten Zeit an die erste bzw. letzte Saison, oder an die von Leipzig letztes Jahr. So soll Fußball sein! Und an alle, die jetzt wieder meckern wollen: wollen wir wirklich einen Fußball sehen, wie der, der zurzeit von Kaiserlautern, dem KSC, Duisburg... gespielt wird? Meiner Meinung nach nicht. Und auch das ganze Hopp bashing geht mir auf den Senkel. Ja, er hat viel Geld. Und, ja er unterstützt Hoffenheim. Wer aber, der schon als Kind in einem Verein gespielt hat und dann zu einem Vermögen kommt, würde das nicht tun? Außerdem unterstützt er viele Vereine (nicht nur Hoffenheim) und tut eine Menge hier in der Region, anstatt sich Jachten, Privatjets etc. zum angeben zu kaufen. Bei aller - eventuell auch gerechtfertigten - Kritik, bitte die Objektivität nicht aus den Augen verlieren. Nagelsmann könnte ein wirklich großer werden, wenn er Hoffenheim noch ein paar Jahre erhalten bleibt und den Verein fest unter den Top 5 etabliert. Danach, in 5 bis 10 Jahren, ist er immernoch jung genug (und dann auch erfahren), um andere europäische Vereine zum CL Sieg zu bringen.
hamburger.jung 28.04.2018
2.
Letzte Saison haben Schiris Hoffenheim um die CL gebracht und diese Dortmund geschenkt mit Witz-Entscheidungen am Saisonende bei Dortmund-Hoffenheim und Dortmund-Werder. Nun sieht man sich am 34. in Hoffenheim wieder. Mal sehen was der Fussballgott macht.
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