Bundesliga Stuttgart siegt in Köln, Wagner vermiest Schaaf-Debüt

Rückschlag für den Rückrunden-Rückkehrer: Thomas Schaaf hat seine erste Partie mit Hannover 96 gegen Darmstadt verloren. Besser machte es der VfB Stuttgart in Köln, auch Ingolstadt gewann. Hoffenheim holte einen Punkt gegen Leverkusen.

DPA

Thomas Schaafs Serie ist gerissen. Sowohl in Bremen als auch in Frankfurt hatte er seine Debütpartie jeweils gewonnen, mit Hannover verlor der Trainer aber, 1:2 hieß es am Ende. Der VfB Stuttgart startet mit einem Sieg in die Rückrunde, die vor der Winterpause so spektakulär gescheiterten Schwaben siegten in Köln 3:1. Ingolstadt feierte einen so knappen wie verdienten 1:0-Erfolg gegen Mainz, Hertha und Augsburg trennten sich 0:0, Hoffenheim holte beim 1:1 gegen Bayer Leverkusen immerhin einen Punkt.

Hannover 96 - Darmstadt 98 1:2 (1:1)

Die Führung für Hannover schien direkt aus dem Drehbuch "Ein Ex-Bremer trifft für Ex-Bremer" abgeschrieben. Denn es war ausgerechnet Wintereinkauf Hugo Almeida, der in der 11. Minute mit dem linken Vollspann für Hannover traf. Unter Trainer Thomas Schaaf hatte der Portugiese vier Jahre bei Werder erfolgreich gestürmt. Nicht ohne Ironie war, dass ein Angreifer mit Bremen-Vergangenheit das Spiel für Darmstadt drehte: Sandro Wagner schoss beide Treffer zur 2:1-Führung (31., 47.).

Chancen in den zweiten 45 Minuten gab es vor allem für die zweikampfstarken Darmstädter, die sich die Führung immer mehr verdienten. Zwar verfehlte Hannovers Adam Szalai das Tor nur knapp (59.), wenig später hätte Darmstadt aber das 3:1 erzielen können. Thomas Schaaf rutscht nach der Niederlage auf den letzten Tabellenplatz ab.

1899 Hoffenheim - Bayer Leverkusen 1:1 (1:0)

Bayer hatte beim Tabellenletzten aus Hoffenheim in der ersten Halbzeit deutlich mehr Spielanteile. Und die Gäste hätten früh in Führung gehen müssen. Ein Eckball wurde bis zum langen Pfosten von keinem Spieler erreicht, dort verpasste Javier Hernandez nur knapp den Treffer. Doch trotz nur knapp über 30 Prozent Ballbesitz ging Hoffenheim noch in Hälfte eins in Führung: Jiloan Hamad traf nach einer Ecke mit einem Rechtsschuss.

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In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Leverkusen überlegen, aber Hoffenheim mit den besseren Chancen. So hätte Jonathan Schmid in der 59. Minute das 2:0 erzielen müssen, doch sein Drehschuss aus elf Metern landete am Innenpfosten und prallte von dort direkt in die Arme von Torhüter Bernd Leno. Der Pfosten sollte auch beim Ausgleich für Bayer in der 75. Minute eine Rolle spielen. Selbigen traf Ömer Toprak, nach großer Konfusion im Strafraum kam der Verteidiger dann aber nochmal an den Ball und schloss zum 1:1 ab (75.).

Hertha BSC - FC Augsburg 0:0

Hertha begann dominant gegen Augsburg, die Berliner kamen in den ersten 30 Minuten auf fast 80 Prozent Ballbesitz und eine Passquote von beinahe 90 Prozent. Es fehlten die Ideen im Spielaufbau. Augsburg lauerte, stand sehr hoch, versuchte über Ballgewinne zu Chancen zu kommen. Und schaffte das nur selten. Aus Ratlosigkeit und Mutlosigkeit ergab sich zur Halbzeit ein folgerichtiges 0:0. Weil sich das auch in der zweiten Hälfte nicht änderte, blieb es dabei.

Ingolstadt - Mainz 05 1:0 (1:0)

In der 20. Minute hätte es Handelfmeter für den FC Ingolstadt geben müssen. Moritz Hartmann traf zunächst nur die Latte, den Abpraller wischte der Mainzer Gaetan Bussmann dann mit der Hand im Strafraum weg. Schiedsrichter Florian Meyer ließ jedoch weiterspielen. In der 41. Minute gab es dann erneut ein Handspiel der Mainzer, diesmal war Stefan Bell der Übeltäter. Und diesmal pfiff Meyer, Hartmann verwandelte mit seinem vierten Saisontreffer zum 1:0. An diesem Spielstand änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nichts.

1. FC Köln - VfB Stuttgart 1:3 (1:1)

Für Köln ging es gut los gegen den VfB. Marcel Risse wurde im Strafraum von Georg Niedermeier zu Fall gebracht, den fälligen (und verdienten) Strafstoß verwandelte Anthony Modeste in der 18. Minute zum 1:0. Es war der achte Saisontreffer des Franzosen. 18 Minuten später kam der VfB mit seiner ersten Chance zum Ausgleich. Nach einem Spielaufbaufehler von Pawel Olkowski flankte Filip Kostic in den Strafraum, wo erst Timo Werner aus fünf Metern an Timo Horn scheiterte, Daniel Didavi staubte aber zum 1:1 ab (36.).

In der zweiten Hälfte gingen die Stuttgarter, die sehr kompakt im Mittelfeld standen, nach einer Ecke in Führung. Timo Werner traf per Kopf nach einer Ecke, wieder war Kostic der Vorbereiter. Und dann auch noch das: Kurz vor Schluss kombinierte sich der VfB über Daniel Didavi, Lukas Rupp und Christian Gentner wunderbar zum 3:1 (82.).

goe



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insgesamt 8 Beiträge
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Schlaflöwe 23.01.2016
1. Das ist für VfB-Fans ein unglaubliches Gefühl,
das Gefühl von 2 - in Worten: zwei - VfB-Siegen hintereinander kennt kein VfB-Fan mehr. Zu viele Jahrzehnte her.
sucramotto 23.01.2016
2. @Schlaflöwe
Inklusive dem Pokalsieg gegen Braunschweig sind es sogar 3 Siege hintereinander! :-) Obwohl, hat der VfB nicht auch die letzten drei Saisonspiele in der letzten Saison gewonnen? Ansonsten wären sie wohl abgestiegen. ;-) Aber grundsätzlich haben Sie natürlich Recht! Weiter so, VfB!!!
retterdernation 23.01.2016
3. die Lilien ... :-)))
mit ihren drei Ex-Berlinern im Team überraschen erneut. Wenn es so weiter geht - könnten die Darmstädter für die Sensation überhaupt sorgen und die Liga halten. Das Gleiche gilt auch für Ingolstadt. Tja - und die Hertha holt einen Punkt zum Auftakt. Mit 33 Punkten brauchen Wir über den Abstieg nicht mehr zu reden. Und da das erste Spiel der Rückrunde immer das Wichtigste ist - geht der Punkt gegen Augsburg schon in Ordnung. Alle Optionen da oben zu bleiben sind weiter da. Und wenn es dann für einen internationalen Quali-Platz nicht reicht - dann haben Wir Berliner trotzdem eine entspannte Saison erlebt. Anmerken sollte man wohl auch: das die Augsburger sich tapfer aus der Abstiegszone kämpfen. Das Hannover nach dem unseligen Handspiel Andreasen's n der Hinrunde - jetzt total zu Recht auf einem Abstiegsplatz steht!
hibee 23.01.2016
4. Na ja ganz so lang auch wieder nicht
Erinnere mich noch gerne an die drei Siege zum Ende der letzten Saison. Damals hatte Stevens eine Spielweise gefunden, die zum VfB passte. Es kam Zorniger und der spielte eine unerprobte Betaversion seines Spieksystems auf. Das müsste scheitern. Kramny liegt mit seiner Spielweise jetzt wieder nah an dem was Stevens zum Ende der letzten Saison spielen ließ. Das passt sicher besser zu diesem VfB Kader. Generell stimmt es aber dass zwei Siege am Stück für dem VfB eine Rarität sind
totalmayhem 23.01.2016
5.
Nichts neues in der Gaehnliga... wie krank der deutsche Fussball ist, zeigt ein Blick auf die Insel. Dort betraegt der Absand zwischen dem Tabellenfuehrer und den Abstiegsplaetzen 26 Punkte. In Deutschland liegen 20 Punkte... zwischen den Champions League Aspiranten!!!
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