Bundesliga Stuttgart schlägt Hertha, Hoffenheim holt Punkt

Der VfB Stuttgart bleibt Rückrunden-Meister. Im Duell mit dem Überraschungsteam Hertha BSC holten die Schwaben den fünften Sieg in Serie. Wolfsburg und Leverkusen beendeten ihre Krise, Dortmund gewann gegen Hannover.

DPA

Werder Bremen - 1899 Hoffenheim 1:1 (1:1)

Aus kommunikativer Sicht war das ganz schlau: Statt über die dramatische Tabellensituation der Sinsheimer redeten vor dem so immens wichtigen Spiel in Bremen bei Hoffenheim alle über den neuen Trainer Julian Nagelsmann, 28 Jahre jung. 1:1 (1:1) endete das Spiel, und wenn man so will, war es sogar ein kleiner Erfolg für den Neuen.

Nach zehn Minuten gab es für Bundesliga-Debütant Nagelsmann den ersten Grund zum Jubeln. Nadiem Amiri gewann den Ball im Mittelfeld gegen Claudio Pizarro, Tobias Strobl flankte von rechts in die Mitte, wo Andrej Kramaric zur Führung einköpfte. Doch es dauerte nur drei Minuten, bis Werder nach einer Standardsituation zurückschlug - ebenfalls per Kopf: Nach einer Ecke machte Yannik Vestergaard das 1:1, der Ball war noch von Ermin Bicakcic abgefälscht worden.

Kramaric, vom englischen Tabellenführer Leicester City ausgeliehen, sorgte in der zweiten Halbzeit erneut für einen Höhepunkt, diesmal allerdings für einen negativen. Der Kroate rutschte mit gestrecktem Bein in Zlatko Junuzovic, wofür er mit Gelb-Rot bestraft wurde.

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VfB Stuttgart - Hertha BSC 2:0 (0:0)

Wie so oft mit Berliner Beteiligung begann die Partie zerfahren und mit wenig Tempo. Stuttgart war in der ersten Hälfte leicht überlegen, aber insgesamt blieb das Spiel ausgeglichen, beide Mannschaften sammelten je einen Schuss aufs Tor (Tobias Werner und Vedad Ibisevic) und je fünf Fouls. Doch es gab ja noch die zweite Halbzeit.

Die ging mit gleich zwei Großchancen für die Hertha los. Erst kam Tolga Cigerci nach einer genauen Flanke von Vladimir Darida aus sieben Metern mit dem Kopf an den Ball - und köpfte doch weit drüber (42.). Eine Minute später musste Vedad Ibisevic eigentlich nur den völlig freien Darida anspielen, (ver)schoss aber lieber selbst. Die Strafe für so viel Daddelei folgte in der 51. Minute: Serey Dié traf von der linken Strafraumkante per Vollspann ins rechte Eck zum 1:0. Filip Kostic sorgte in der 85. Minute für die Entscheidung.

Borussia Dortmund - Hannover 96 1:0 (0:0)

Marco Reus, der für den verletzten Pierre-Emerick Aubameyang zentral vorn begann, sorgte in der 15. Minute gegen Hannover für einen hörbaren Beleg der gewohnten Dortmunder Überlegenheit. Sein Freistoß aus mehr als 20 Metern klatschte gegen die Querlatte. Fünf Schüsse aufs Tor sammelte der deutlich dominierende BVB bis zur Pause, doch oft war 96-Torwart Ron-Robert Zieler zur Stelle. Hannover kam zu genau einem Schuss aufs Tor, immerhin! Lange hatte es in der ersten Hälfte nämlich gar nicht danach ausgesehen.

Henrich Mchitarjan war es dann vorbehalten, nicht nur das völlig verdiente 1:0 zu erzielen (in der 58. Minute traf der Mittelfeldspieler sehenswert aus 20 Metern). Es war gleichzeitig auch eine Premiere. Das 53. Saisontor des BVB war das erste von außerhalb des Strafraums! Und dabei blieb es dann, auch wenn Dortmund deutlich höher hätte gewinnen müssen.

VfL Wolfsburg - FC Ingolstadt 2:0 (2:0)

Julian Draxler (29.) traf für den VfL Wolfsburg zum 1:0, doch das relativ unspektakuläre Führungstor wurde wesentlich spektakulärer vorbereitet: Daniel Caligiuri flankte den Ball mit dem Außenrist in die Mitte, wo Draxler nur noch den Fuß hinhalten musste. Auch das 2:0 in der 40. Minute fiel dem Schützen mehr oder weniger vor die Füße: Verteidiger Robin Knoche kam an den Ball, nachdem sich erst Naldo (per Kopf) und dann Max Kruse (per Drehschuss) vergeblich versucht hatten. Besondere Vorkommnisse gab es danach nicht mehr.

Darmstadt 98 - Bayer Leverkusen 1:0 (1:2)

Ein Rückstand für Bayer Leverkusen? In dieser Saison ist das irgendwie keine Überraschung mehr, sondern eher die Regel. Auch Aufsteiger Darmstadt, der schon das Hinspiel 1:0 gewonnen hatte, gelang das gegen die Gäste, und wer schoss das Tor? Natürlich Sandro Wagner mit seinem siebten Saisontreffer.

Dass auch ein Darmstädter den Ausgleich erzielte, warf kein so gutes Bild auf Bayer 04, wird dem Klub aber herzlich egal sein. In der 63. Minute jedenfalls brachte Bayer einen Freistoß in den Strafraum, wo Darmstadt-Verteidiger Aytac Sulu vor Bayer-Verteidiger Ömer Toprak an den Ball kam und per Eigentor zum 1:1 traf. Und Leverkusen wurde besser. Mit der Einwechslung von Hakan Calhanoglu kam die Zielstrebigkeit und Torgefahr zurück. Nicht ohne Grund kam Bayer deshalb in der 76. Minute zur Führung durch Julian Brandt. Die Entscheidung.



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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
stranzjoseffrauss 13.02.2016
1. Darmstadt 98 - Bayer Leverkusen 1:0 (1:2)
was ist da wohl falsch?
grätscher 13.02.2016
2.
Sehr schön, VfB, weiter so. Absolut verdienter Sieg heute!!!
mangolassi 13.02.2016
3. VfB gewinnt
Huub Stevens wird sich freuen dass er nicht noch einmal antreten muss!
Schlaflöwe 13.02.2016
4. Ich hoffe, Herr Kramny,
dass sich beim VfB niemals Selbstzufriedenheit einstellt.
Levator 13.02.2016
5. Nuuur der VfB
Ein Sieg gegen den Tabellendritten ist natürlich Balsam. Im Gegensatz zum Spon-Kommentator sah ich die Hertha in der ersten Hälfte und zu Beginn der zweiten gar leicht vorne. Diesesmal gaben individuelle Fehler auf der Berliner Seite den Ausschlag zu Gunsten des VfB welcher selbst in der Rückwärtsbewegung nahezu fehlerfrei blieb. Tyton heute wieder suuuper. Chapeau!
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