Remis gegen Hertha Stuttgart verpasst Sieg im "Endspiel"

Es hatte die Trendwende für den kriselnden VfB werden sollen. Es wurde ein Unentschieden: Stuttgart hat im Abstiegskrimi gegen Hertha BSC seine Chancen nicht genutzt. Für Trainer Huub Stevens könnte das zu wenig gewesen sein.

VfB-Mittelfeldspieler Gentner: Wieder nicht gewonnen
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VfB-Mittelfeldspieler Gentner: Wieder nicht gewonnen


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Hamburg - Stuttgart ist auch im achten Bundesligaspiel in Folge ohne Sieg geblieben. Zum Auftakt des 24. Spieltags hat der VfB zu Hause gegen Hertha BSC 0:0 gespielt. Damit verpassten es die Schwaben, den Rückstand auf den direkten Konkurrenten zu verkürzen. Stuttgart bleibt mit 20 Punkten Letzter, Berlin (25 Punkte) ist 14.

"Natürlich sind wir enttäuscht. Wir haben gesagt, dass es kein einfacher Weg wird. Der Weg ist heute noch schwieriger geworden", sagte VfB-Trainer Huub Stevens nach der Partie. Vor dem Spiel hatten verschiedene Medien berichtet, dass mit Ex-Leipzig-Coach Alexander Zorniger bereits ein Nachfolger für den Niederländer bereitstünde. Sportdirektor Robin Dutt sagte: "Ich werde mich wie immer mit Huub am Samstag zusammensetzen und über das Spiel sprechen."

Es dauerte wenige Augenblicke, da hatten die Berliner bereits deutlich gemacht, wie sie den Abstiegsgipfel angehen wollten: Mit Härte und einer defensiven Ausrichtung. Als Verteidiger John Heitinga nach einem Ellenbogeneinsatz gegen Stuttgarts Timo Werner die Gelbe Karte kassierte, waren noch keine 20 Sekunden gespielt.

Der VfB setzte seinen Offensivwillen dagegen. Mit schnellen Angriffen über die Flügel kam Stuttgart zu gefälligen Aktionen. In der Regel schafften es die Hertha-Verteidiger aber im letzten Moment, die Attacken zu entschärfen. Die einzig klare Chance zur Führung hatte Werner, der frei vor dem Tor zum Schuss kam, aber deutlich verzog (14. Minute). Später verfehlte Hertha-Abwehrspieler Marvin Plattenhardt beim Versuch, eine scharfe Werner-Flanke zu klären, nur knapp das eigene Tor (38.).

Niedermeier streckt Kraft zu Boden

Berlin schoss zwar seltener als der VfB, wirkte mit seinen Kontern aber durchaus gefährlich. Nach einem solchen kam Valentin Stocker von der Strafraumgrenze aus freistehend zum Schuss, doch Stuttgarts Torwart Sven Ulreich konnte die beste Gelegenheit der Gäste in der ersten Hälfte parieren (26.).

Die zweite Hälfte begann mit einem Aufreger: VfB-Verteidiger Georg Niedermeier traf Hertha-Keeper Kraft mit einem Schultercheck am Kinn (53.). Statt die Aktion zu ahnden, zückte Schiedsrichter Felix Brych jedoch keine Karte. Stattdessen verwarnte er Kraft, nachdem dieser im Anschluss an die Szene Stuttgarts Christian Gentner heftig weggestoßen hatte.

Niedermeiers Aktion hatte Konsequenzen: Kraft zog sich eine Gehirnerschütterung zu, wie nach dem Spiel festgestellt wurde. In der 83. Minute musste er ausgewechselt werden. "Er wusste nicht mehr, wo er ist", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai nach der Partie bei Sky.

Chancen waren in der zweiten Hälfte rar, und wenn, dann hatte sie der VfB. Nach einem Fehler von Herthas John Anthony Brooks kam Daniel Ginczek zum Schuss, zielte aber trotz geringer Torentfernung weit über die Latte (65.). Filip Kostic scheiterte mit einem Freistoß (70.), nach einem Eckball verhinderte Kraft gegen einen Kopfball von Daniel Schwaab das 1:0 (72.).

Die größte Torgelegenheit hatte aber nicht der VfB, sondern Berlin: Nach einem schnellen Gegenstoß setzte Salomon Kalou Nico Schulz ein, der aus halblinker Position unbedrängt am langen Eck vorbeischoss (81.). Später sorgte Schulz für die letzte Szene der Partie: Nach einem Foul an Moritz Leitner sah der Berliner die Gelb-Rote Karte (90+7.).

VfB Stuttgart - Hertha BSC 0:0
Stuttgart:
Ulreich - Klein, Schwaab, Niedermeier, Hlousek - Gentner, Serey Die (90.+2 Leitner) - Kostic (81. Kiesewetter), Maxim, Timo Werner - Ginczek (68. Ibisevic)
Berlin: Kraft (83. Sascha Burchert) - Pekarik, Langkamp, Brooks, Plattenhardt - Heitinga (46. Cigerci), Lustenberger - Beerens, Hegeler (46. Nico Schulz), Stocker - Kalou
Schiedsrichter: Felix Brych (München)
Zuschauer: 45.420
Gelb-Rote Karte: Nico Schulz wegen wiederholten Foulspiels (90.+7)
Gelbe Karten: Klein, Leitner (5) - Heitinga (3), Kraft (3)

mon



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insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
UncleRuckus 06.03.2015
1.
Vielelicht bringt ja ein Trainerwechsel etwas. Vielleicht kann der ein paar Punkte "stehlen". Normalerweise bringt ein Trainerwechse selten etwas, doch die Situation ist reif für einen Feuerwehrmann.
atzkooo 06.03.2015
2. VFB zweitklassig
Wer keine Tore schießt, der steigt ab...
millerntor 06.03.2015
3. Absteiger
so isses !
gästeblock 06.03.2015
4.
Kein Rot für Niedermeier war schon eine heftige Fehlentscheidung in einem solch wichtigen Spiel.
tomrau1973 06.03.2015
5. mein VfB ich liebe dich trotzdem
danke Fredi in 4 Jahren alles zerstört. so viele Fehleinkäufe verträgt kein Verein. Danke Herr Wahler so viele Personalfehler verträgt kein Verein. Diesér grosse Club spielt bald gegen Sandhausen und Aalen, mein Gott schämt euch.
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