Bundesliga VfB Stuttgart trennt sich von Trainer Tayfun Korkut

Tayfun Korkut ist nicht mehr Trainer beim VfB Stuttgart. Der Klub war durch das 1:3 bei Hannover 96 am Samstag auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt.

Tayfun Korkut
DPA

Tayfun Korkut


Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat sich von Trainer Tayfun Korkut getrennt. Das hat der Klub mitgeteilt. Der VfB war durch das 1:3 bei Hannover 96 am Samstag auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt. "Die ausbleibende sportliche Entwicklung im Laufe dieser Saison und die negativen Ergebnisse haben uns dazu bewogen, diesen Schritt zu vollziehen", sagte VfB-Sportvorstand Michael Reschke.

Im Anschluss an die Pleite habe es laut VfB einen "intensiven Austausch" gegeben, in dessen Verlauf die Entscheidung gefallen sei. Der Entschluss sei der Vereinsführung "sehr schwer gefallen", betonte Präsident Wolfgang Dietrich: "Wir waren zuversichtlich, mit Tayfun Korkut als Cheftrainer die positive Entwicklung weiterführen zu können. Leider ist das nicht gelungen."

Bis auf Weiteres sollen Ex-Nationalspieler und U23-Coach Andreas Hinkel, Athletiktrainer Matthias Schiffers, Torwarttrainer Marco Langner und Andreas Schumacher aus dem Nachwuchsleistungszentrum die Mannschaft betreuen.

Trotz einiger Verstärkungen blieb der Erfolg aus

Der 44 Jahre alte Korkut hatte die Mannschaft erst Ende Januar von Hannes Wolf übernommen und souverän zum Klassenverbleib geführt. Dank einer Erfolgsserie von acht Spielen in Serie ohne Niederlage hätte der VfB unter Korkuts Regie sogar fast noch die Qualifikation für die Europa League geschafft. In der neuen Saison aber folgte die Wende. Erst einen Sieg holten die Stuttgarter unter dem früheren türkischen Nationalspieler in dieser Saison. Zudem wurde Korkut zuletzt wegen seiner oft biederen Spielweise kritisiert.

Im Sommer hatte sich Stuttgart für insgesamt 17,2 Millionen Euro verstärkt. Unter anderem wechselten Gonzalo Castro (BVB), Daniel Didavi (Wolfsburg) und Pablo Maffeo (Manchester City U23) zu dem Klub. Trotz der interessanten Zugänge konnte Stuttgart bislang nicht überzeugen. Besonders bitter: Auch im DFB-Pokal ist der Klub nicht mehr vertreten. In der ersten Runde verlor der VfB 0:2 gegen Hansa Rostock.

ngo/bam/dpa



insgesamt 34 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
peterw 07.10.2018
1. Ein Neuanfang
Ein Neuanfang geht wohl nur ohne Herrn Reschke, der einfach keine frischen Impulse in den Verein bringen kann.
kai.friedrich 07.10.2018
2. Fußball
Ist ein dreckige Geschäft! Bin auch kein Fan von Tayfun, aber immerhin hat er den VfB auf Rang 7 und damit fast ins internationale Geschäft geführt. Und jetzt das? Es geht halt nur noch um Geld, mehr ist es nicht! Wann fängt man endlich mal an die Mannschaft zu entlassen?
susa_pilar 07.10.2018
3. ach ja,...
nach der letzten Rückrunde war das zu erwarten, oder? Hab gehört Kovacs sei wieder auf dem Markt - lol
thbahr 07.10.2018
4. Wieder ein Bauernopfer
Offenbart so ein Schritt nicht beispielhaft, dass die Position des Trainers mal ganz neu definiert gehört? Soweit man das als Laie beurteilen darf, wurde ein anerkannter Fachmann ohne Fortune und - weil erst kurz beim Verein - ohne Lobby, entlassen, um ein Signal an die Fans zu senden, dass man selbst nicht schuld ist. Herr Reschke sollte sich erinnern und war doch mal angetreten, um den Verein mittelfristig aus der Unbeständigkeit heraus zu führen. Mehr als 6 Monate scheint niemand mehr zu bekommen in diesem Zirkus. Es langweilt zunehmend, wenn sich Vereine der Einsicht verschließen, dass keine Mannschaft 34 Spiele gewinnen kann und schon 13 Siege zum Klassenerhalt reichen. Personalentwicklung und -pflege bleiben Fremdwörter in der überbezahlten Fußball-Arena Bundesliga. Traurig. Ein Team-Manager wie in England wäre vielleicht noch eine Respektsperson, die die Spieler Ernst nehmen. Wenn's nicht läuft, lehnen die Bundesliga-Kicker sich doch gern zurück und warten auf den nächsten Trainer. Gleiches Spiel in München: ein Manager-Praktikant mit Welpenschutz und eine wankelmütige Vereinsführung irren sich alle drei Jahre und holen dann den Jupp aus der Rente. Bin schon jetzt auf den Kovac-Nachfolger gespannt.
ljg 07.10.2018
5. Als nicht VfB Fan
fragt man sich ob dieser Verein es in absehbarer Zeit schafft einen nachhaltig agierenden Vorstand mit Sachverstand zu bekommen. Da entlässt man einen Trainer der als Aufsteiger nur auf Platz 14 steht. Erreicht mit ihm glücklich Platz 7. Danach ist der Vorstand offensichtlich so abgehoben, dass er glaubt es kann nur noch nach oben gehen. Als Konsequenz aus der Realitätsverweigerung des Vorstands muss der Retter dann nach 7 Spieltagen gehen. Armer VfB
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.