Stuttgart verliert in Hoffenheim Zweite 0:4-Niederlage für Weinzierl

In der ersten Hälfte war es schlicht ein zähes Fußballspiel, auch, weil Stuttgarts Insúa früh Rot sah. Nach der Pause drehte Hoffenheim auf und bescherte dem VfB die nächste Niederlage unter Neu-Trainer Weinzierl.

Holger Badstuber (l.) und Timo Baumgartl
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Holger Badstuber (l.) und Timo Baumgartl


Acht Gegentore, null Punkte: Der VfB Stuttgart hat auch sein zweites Spiel unter dem neuen Trainer Markus Weinzierl verloren. In Hoffenheim setzte es ein 0:4 (0:0) für die seit Rot für Emiliano Insúa in der achten Minute in Unterzahl agierenden Gäste. Joshua Brenet in der 48. Minute, Joelinton (51.) und zweimal Ishak Belfodil (57., 60.) schossen die Tore für die Gastgeber. Für die TSG war es der zweite Bundesligasieg nach zuvor drei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge.

Es war ein tristes Spiel, das die beiden Teams in der ersten Hälfte auf den Platz brachten. Dass Insúa bereits in der achten Minute vom Platz gestellt wurde, nachdem er das Bein gegen Pavel Kaderabek höher schmiss als ein Funkenmariechen, half der Partie erst recht nicht auf die Sprünge. Zumal in der Folge der VfB immer noch das bessere Team war.

Doch in der zweiten Hälfte drehten die Gastgeber auf und sorgten innerhalb von 13 Minuten für klare Verhältnisse. Spätestens nach dem dritten Treffer hatten sich die Stuttgarter aufgegeben. Der VfB teilt sich nach dieser Niederlage nicht nur den letzten Tabellenplatz mit Aufsteiger Düsseldorf. Mit 15 Gegentoren stellt der VfB nun auch noch zusammen mit der Fortuna die schlechteste Defensive der Liga.

TSG Hoffenheim - VfB Stuttgart 4:0 (0:0)
1:0 Brenet (48.)
2:0 Joelinton (51.)
3:0 Belfodil (57.)
4:0 Belfodil (60.)
Hoffenheim: Baumann - Kaderabek (62. Nordtveit), Vogt, Bicakcic, Brenet - Grillitsch (40. Demirbay) - Nelson, Kramaric (61. Grifo), Zuber - Belfodil, Joelinton
Stuttgart: Zieler - Baumgartl, Badstuber, Pavard - Gentner, Ascacibar - Maffeo (75. Beck), Emiliano Insua - Thommy (85. Berkay Özcan) - Gomez (56. Sarpei), Gonzalez
Schiedsrichter: Willenborg
Rote Karte nach Videobeweis: Insua wegen groben Foulspiels (8.)
Gelbe Karten: Demirbay / Ascacibar
Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)

sak



insgesamt 12 Beiträge
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wernerz 27.10.2018
1. In diesem Zustand
wird der VFB garantiert Probleme haben, nach dem Abstieg in der 2. Liga zu bestehen.
Schlaflöwe 27.10.2018
2. Wenn er es schaffen will,
den VfB aus der Katastrophe heraus zu führen, dann wird Weinzierl nicht nur Ehrgeiz, sondern Sturheit und Dickköpfigkeit benötigen. Weiß jemand, ob der Typ verbissen genug ist?
brandmauerwest77 27.10.2018
3. Trümmerhaufen
Neutrainer Weinzierl kann einem leid tun. So wie sich seine Mannschaft präsentiert, muss im Vorfeld, d.h. in der Vorbeteitung auf die Saison mächtig was schiefgelaufen sein. Da hatte aber Trainer Korkut die Verantwortung. Das ist das eine, das andere Problem scheinen die so hochgelobten Einkäufe von Manager Reschke zu sein. Vielleicht wussten die Bayern warum Sie Reschke ohne weiteres zum VFB ziehen ließen. In dieser Verfassung ist der VFB jedenfalls neben Düsseldorf Absteiger NR. Eins oder Zwei . Weinzierl ist bestimmt kein Schlechter, aber ob Er mit diesem Trümmerhaufen nochmal rechtzeitig die Kurve kriegt, steht in den Sternen. Beim VFB jedenfalls haben Sie mal wieder viel Geld für nichts verbrannt. Als langjähriger Anhänger dieses Vereins kann man sich nur noch an den Kopf fassen ob soviel Inkompetenz , die sich seit der letzten Meisterschaft 2007 mit jedem weiteren Jahr seither nur noch verschlimmert hat. Schaut man nach Freiburg oder Augsburg , was die Jahr für Jahr mit wesentlich weniger Möglichkeiten auf die Beine stellen, möchte man als VFB-Anhänger vor Scham im Boden versinken.
Levator 27.10.2018
4. Na ja
Die einzige Rote Karte die es hätte geben dürfen war gegen den Spieler Joelinto wegen seines Schlages gegen Pavard. Die Karte gegen Insua ist ein Witz - als Indiz zählt seine Blickrichtung und Bewegung zum Ball und nicht gegen den Gegenspieler. Der ist ihm in dessen Aktion reingelaufen, wie richtigerweise der Schiri so auch gesehen hat. Die Kölner Kellerkinder sind möglicherweise parteiisch. Wäre nicht der erste Fall in dieser Liga!!
hahnenbusch 27.10.2018
5. Kritiklose Umgebung
Ich lese in den Stuttgarter Zeitungen keine Spiel- und Spielerkritik, Samthandschuh- Rhetorik. Das Gerede von Spielerpotenzial seit Jahren geht einem schwer auf den Wecker. In der erfolgsverwöhnten Stuttgarter Wirtschaft wäre ein solches Geschäftsgebaren auf Dauer Insolvenzverdächtig. Eine Mannschaft die nicht kämpft und sich selbst aufgibt hat nichts in irgendeiner Liga zu suchen.
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