Fußball-Bundesliga Wolfsburg punktet in Mainz bei Labbadia-Debüt

Es sah nach einem perfekten Einstand für Bruno Labbadia aus: Bei der Premiere des neuen Wolfsburger Trainers dauerte es nur sechs Minuten bis zum ersten VfL-Tor. Zum Sieg reichte das nicht.

Bruno Labbadia
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Bruno Labbadia


Der VfL Wolfsburg hat im Bundesliga-Abstiegskampf einen Erfolg bei Konkurrent Mainz 05 verpasst. Im ersten Spiel von Trainer Bruno Labbadia reichte eine frühe Führung nicht zum Sieg, die Partie endete 1:1 (1:1). Es war das 13. Remis im 24. Ligaspiel für Wolfsburg.

Labbadia, der unter der Woche als Nachfolger von Martin Schmidt präsentiert worden war, überraschte bei seinem Debüt mit zwei Personalien, und beide sollten den Ausgang des Spiels entscheidend beeinflussen.

Zum einen berief der Coach Josip Brekalo in die Startelf. Der 19-Jährige hatte vergangene Woche beim letzten Spiel von Schmidt als VfL-Trainer nicht zum Wolfsburger Kader gegen den FC Bayern gehört, in Mainz zeigte er sein Talent dafür früh: Nach einer Flanke von William verpasste der Angreifer zunächst den Ball und rutschte weg. Schneller als die gegnerischen Verteidiger rappelte sich Brekalo dann auf, drehte sich und schoss den VfL in Führung (6. Minute).

Labbadias zweite Überraschung: der Einsatz von Riechedly Bazoer, der erstmals seit dem ersten Spieltag - damals noch unter Labbadias Vor-Vorgänger Andries Jonker - in der Startelf stand. Anders als Brekalo zahlte sich das aber nicht aus. Bazoer spielte zwar nicht schlecht, leistete sich aber den Ballverlust vor dem 1:1 durch Yoshinori Muto (44.).

"Viele Dinge sind aufgegangen"

Gegen lange Zeit harmlose Mainzer kam der VfL neben seinem Tor zu wenigen Chancen. Die hatten es dafür in sich. Joshua Guilavogui traf die Latte (11.), Daniel Didavi den Pfosten (84.), die beste Gelegenheit aber hatte Yunus Malli: Nach einem Steilpass von Brekalo tauchte der ehemalige Mainzer frei vor dem FSV-Tor auf, schlenzte den Ball aber vorbei (63.).

Beinahe hätte sich der Fehlschuss aus VfL-Sicht gerächt, als in der Nachspielzeit ein Schuss von Pablo de Blasis beim ebenfalls eingewechselten Anthony Ujah landete. Doch Wolfsburgs Torwart Koen Casteels verhinderte per Reflex den möglichen Siegtreffer durch den FSV-Angreifer.

"Viele Dinge sind aufgegangen", sagte Labbadia hinterher: "Wir wollen gut Fußball spielen, aber das muss über die Arbeit kommen. Wir haben heute sehr viele gute Torchancen ungenutzt gelassen." FSV-Coach Sandro Schwarz sprach von einem "leistungsgerechten Unentschieden".

Durch das Unentschieden hat Wolfsburg (25 Punkte, Platz 14) Mainz (24, 15) vorerst auf Distanz gehalten. Am Samstag könnten beide Mannschaft von Werder Bremen überholt werden. Die Bremer treffen am Abend auf den Hamburger SV (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg 1:1 (1:1)
0:1 Brekalo (6.)
1:1 Muto (44.)
Mainz: Zentner - Balogun, Bell, Diallo - Donati, Gbamin, Holtmann - Serdar (78. De Blasis), Latza - Berggreen (40. Muto), Quaison (86. Ujah)
Wolfsburg: Casteels - Verhaegh, Bruma, Knoche, William - Guilavogui, Bazoer - Brekalo (83. Mehmedi), Didavi, Malli (77. Steffen) - Origi
Schiedsrichter: Dankert
Zuschauer: 25.173
Gelbe Karte: - / -

mon



insgesamt 2 Beiträge
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skeptikerjörg 23.02.2018
1. Unentschieden wie gehabt
12 Unentschieden unter Schmidt, nun gleich das erste unter Labbadia. Er macht also da weiter, wo Schmidt aufgehört hat. Theoretisch also je zwei Punkte für den HSV oder für Werder Bremen, die heute zwei Konkurrenten um den Abstieg liegen ließen.
briancornway 24.02.2018
2. Andere Ziele
Mit 5 weiteren Unentschieden würde Wolfsburg einen alten Rekord einstellen, mit 6 sogar brechen. Neben dem Klassenerhalt könnte man sich doch auch in dieser Richtung ein paar Gedanken machen. Sorry, die Lage ist für beide Vereine nicht witzig, und das Unentschieden hindert nur den jeweils anderen daran, sich ein bisschen hochzuarbeiten. Stuck in there together ...
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