1:1 gegen Paderborn Wolfsburg verzweifelt an Torwart Kruse

Enttäuschung beim VfL Wolfsburg: Der Tabellenzweite hat gegen den SC Paderborn einen Sieg verpasst. Im Blickpunkt standen VfL-Stürmer Bas Dost, SC-Torwart Lukas Kruse und Schiedsrichter Manuel Gräfe - der lag mehrmals daneben.

Paderborns Torwart Kruse: Überragendes Spiel gegen Wolfsburg
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Paderborns Torwart Kruse: Überragendes Spiel gegen Wolfsburg


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Hamburg - Der VfL Wolfsburg musste sich zum Abschluss des 15. Spieltags der Fußballbundesliga mit einem 1:1 (1:0) gegen den SC Paderborn begnügen. Paderborns Rafa hatte den VfL mit einem Eigentor (17. Minute) in Führung gebracht, Alban Meha gelang per Foulelfmeter (51.) der Ausgleich. Zuvor hatte Wolfsburgs Ivan Perisic einen Foulelfmeter vergeben (30.).

Weil Leverkusen und Mönchengladbach sich ebenfalls 1:1 trennten, hält Wolfsburg seinen Vorsprung von sechs Punkten auf die Plätze drei und vier. Der Rückstand des Tabellenzweiten auf Herbstmeister Bayern München beträgt nun schon neun Punkte. Paderborn ist mit 18 Punkten Zehnter.

Wolfsburg baute nach rund zehn Minuten stetig mehr Druck auf. Einen Kopfball von Bas Dost konnte SC-Torwart Lukas Kruse fangen (14.), beim Führungstor der "Wölfe" war er jedoch machtlos: Vieirinha verlängerte eine Flanke von Ivan Perisic per Kopf in den Fünfmeterraum, wo Dost lauerte. Zwar kam Rafa vor ihm an den Ball, der Paderborner Innenverteidiger traf bei seinem Klärungsversuch jedoch die Unterkante der Latte, von da aus ging der Ball ins Tor (17.).

Zwei umstrittene Elfmeter, eine nicht geahndete Notbremse

Kurz darauf wurde es wieder gefährlich im Paderborner Strafraum, wieder war Dost beteiligt. Der Stürmer ging nach einem Zweikampf mit Christian Strohdiek zu Boden, Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied auf Elfmeter und Gelb für Strohdiek. Eine umstrittene Entscheidung, die jedoch ohne weitere Folgen blieb, weil Perisic mit seinem Strafstoß an Kruse scheiterte (30.).

Das Spiel ging weiterhin nur in eine Richtung. Eine Hereingabe von Marcel Schäfer schoss Dost an die Querlatte (33.), ein Schuss von Kevin De Bruyne aus rund 16 Metern ging knapp vorbei (35.).

Dann erneut das Duell Strohdiek gegen Dost im Strafraum. Diesmal ging der Paderborner zu Boden, während Dost einen Pass von De Bruyne ins Tor schob. Schiedsrichter Gräfe entschied auf Stürmerfoul, der Treffer zählte nicht (44.). So ging Wolfsburg trotz der vielen Chancen mit nur einem Tor Vorsprung in die Pause.

Das rächte sich bereits kurz nach dem Wiederanpfiff. Plötzlich tauchte Paderborn doch einmal im gegnerischen Strafraum auf - und bekam prompt einen Elfmeter zugesprochen. Wolfsburgs Naldo hatte sein Bein bei einem Klärungsversuch hoch in der Luft und berührte mit seinem Schienbein das Gesicht von Strohdiek. Der Paderborner brauchte einen Moment, ehe ihm die Situation bewusst wurde - dann fasste er sich ins Gesicht und ging zu Boden. Schiedsrichter Gräfe gab Naldo Gelb und Paderborn den Strafstoß, Meha verwandelte (51.).

Auf der Gegenseite erhielt Dost die Chance zum schnellen Gegenschlag, doch der Niederländer scheiterte aus kurzer Distanz per Kopf an Kruse (53.). Dann erneut eine strittige Strafraumszene: Dost tauchte nach Zuspiel von De Bruyne frei vor Kruse auf. Von hinten kam Paderborns Marvin Bakalorz und rannte Dost um. Gräfe ließ weiterspielen - Elfmeter und Rot wegen Notbremse wäre die richtige Entscheidung gewesen (58.).

Neben dem Schiedsrichter war es vor allem Kruse, der das Remis für Paderborn garantierte. Der Torwart parierte mit einem Arm aus kurzer Distanz nicht nur einen weiteren Kopfball von Dost, sondern auch den Nachschuss von Maximilian Arnold (65.). Die nächste Wolfsburger Torgelegenheit vergab De Bruyne, der knapp vorbeischoss (67.). Dann war wieder Kruse gefragt: Nach einer Ecke erreichte der SC-Keeper einen Kopfball-Aufsetzer von Naldo noch mit einer Hand (79.), mit weiteren Paraden in der Schlussphase rettete er seinem Team das Remis.

tim



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insgesamt 35 Beiträge
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Seite 1
ambergris 14.12.2014
1.
Naja, gestern hatte ich vorausgesagt, dass Gladbach und Bayer unentschieden spielen und Wolfsburg verliert, damit die Dominanz der Bayern noch deutlicher ausschaut. Ist nicht ganz eingetroffen...
xxticoxx 14.12.2014
2. Starke Leistung
Super sympathisch die Paderborner Truppe. Weiter so !!
gd0904 14.12.2014
3.
Der schlechteste Mann auf dem Platz war ja wohl der Schiedsrichter, hatte einen rabenschwarzen Tag.
gästeblock 14.12.2014
4.
Schon eine hohe Kunst beim Foul an Dost nicht auf Elfer zu entscheiden. Die Schiris werden immer schlechter, siehe auch Freiburg gegen Hamburg und Bremen gegen Hannover. Und das alles an nur einem Spieltag.
ogniflow 14.12.2014
5. Glückwunsch
Ich gratuliere dem FC Bayern zur Deutschen Meisterschaft.Jetzt dürfen sich die Bayern-Fans 5 Monate lang langweilen und dann schiesst Real Madrid ihnen die Lampen aus.Der Rest der Liga wird von CL- ,EL-Quali bis zum Abstiegskampf dramatisch.
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