Laut Schiedsrichter-Boss Halbzeit-Elfmeter in Mainz war regelkonform

Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich hat gesagt, dass der Halbzeit-Elfmeter für Mainz beim Spiel gegen Freiburg korrekt war. Damit hätte ein Einspruch des SC keinen Erfolg.

Videobeweis in Mainz
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Videobeweis in Mainz


Der kuriose Halbzeit-Elfmeter für Mainz 05 im Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg (2:0) war nach Aussage von DFB-Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich regelkonform. "Wichtig ist, dass der Hinweis der Video-Assistentin noch erfolgte, bevor das Schiedsrichterteam das Spielfeld verlassen hat. Das ist hier der Fall", sagte Fröhlich der "Bild"-Zeitung: "Bibiana Steinhaus kontaktierte Guido Winkmann, als dieser noch auf dem Spielfeld war. Das belegen die Aufzeichnungen aus dem Video-Center in Köln."

Ein möglicher Einspruch der Freiburger gegen die Wertung des Spiels hätte damit keine Erfolgschancen. Der SC hatte einen Protest zunächst ohnehin nicht in Erwägung gezogen. Dieser wäre nur sinnvoll gewesen, wenn Winkmann bei der ersten Kontaktaufnahme nicht mehr auf dem Spielfeld gestanden hätte, da es dann ein Regelverstoß gewesen wäre.

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Zuvor war spekuliert worden, ob es möglicherweise zu einem Regelverstoß gekommen sein könnte, weil Winkmann das Spielfeld schon verlassen hatte. Dann hätte er laut Absatz 5.2. im Regelwerk, der allerdings den Videobeweis noch nicht berücksichtigt, seine Entscheidung nicht revidieren dürfen.

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mru/dpa

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fx33 17.04.2018
1. Einfach nur lächerlich
Einfach nur lächerlich, das Ganze. Nach dem Pfiff muss Schluss sein mit nachträglichen Korrekturen. Ich dachte mal, dass der Videobeweis nützlich sein könnte, so, wie ich ihn aus der NFL kenne. Aber die idiotische Konstellation, die sich der DFB ausgedacht hat, führt das System an absurdum. In der NFL kann jede Partei zweimal pro Spiel einen Videobeweis anfordern, um strittige Szenen, die ihres Erachtens nach zu ihren Ungunsten entschieden wurden, überprüfen zu lassen. Da es eine Art von "Bestrafung" für eine fehlerhafte Beanstandung gibt (es geht ein Timeout verloren), wird dieses Mittel sparsam und nur in Schlüsselszenen eingesetzt. Auf das Spiel Mainz-Freiburg bezogen hätte es bedeutet, dass der Mainzer Trainer, wenn er sich ausreichend sicher gewesen wäre, eine Videoüberprüfung der strittigen Handspielszene hätte anfordern können, dann häte der Schiri sich die Aufzeichnungen einspielen lassen und entschieden. Genauso hätte Freiburgs Trainer im Spiel gegen Schalke nach dem umstrittenen Elfmeterpfiff die Situation prüfen lassen können, um die Schwalbe des Schalker Spielers feststellen zu lassen. In beiden Fällen hätte Freiburg vielleicht einen Punkt retten können. So, wie der Videobeweis in der Bundesliga durchgeführt wird, ist er einfach nur lächerlich. Schliesslich guckt den Video-Schiris keiner mehr über die Schulter, um zu sehen, welche Szenen sie sich denn grade im Detail wieder und wieder anschauen, bis sie eine Meinung haben dazu. Völlig unausgegoren, das System.
aurichter 17.04.2018
2. Yepp
ein fröhlicher Erklärungsversuch eines "Projektleiters", der natürlich seine ProjektmitarbeiterInnen nicht im Regen stehen lässt. Genau diese Antwort war eigentlich von den Technikern zu erwarten. Darüberhinaus muss man, bezugnehmend auf einen anderen Beitrag, festhalten, dass es überwiegend dem Alter geschuldet eine Mehrzahl an Foristen gibt, die in Ableitung an diverse PC Spiele den Videobeweis für das Nonplusultra halten und auch keine Diskussion contra VAR dulden. Da wird solang, parallel diverser FCB Beiträge, diskutiert bis das Ergebnis passt, nachdem wieder einmal unter Weglassung entsprechender Meinungen diese Gruppierung die Oberhand gewinnt. War m.E. auch im Voraus so einzuordnen. Die Bewunderung der FA Entscheidung gegen den Videobeweis wächst bzw wuchs mit jedem Beitrag, der diese Videogeschichte hier geradezu glorifiziert. Mehr braucht man dazu eigentlich nicht sagen.
Freier.Buerger 17.04.2018
3. und überhaupt
Die aktuelle Bewertung von Spielen nach den Toren ist eigentlich von gestern, so wie Noten in der Schule. Das wird der Komplexität des Spieles nicht mehr gerecht. Ich denke, wir sollten Punktrichter enführen, wobei die Anzahl der Tore, neben Chancen, Spielanteilen, Frisuren und Choreographie nur ein Aspekt darstellen. OK, ein 5:0 zählt als KO, aber nur wenn der Publikumsjoker das auch so will.
charlybird 17.04.2018
4. Demnächst
wird der Mannschaftsflieger noch zurückbeordert , weil Köln noch in der Teepause war. Erzählt mir was Ihr wollt, aber dieser Videobeweis ist bei allem Respekt vor technischen Entwicklungen und dem Segen für die Menschheit eine Farce. Und nach meinem Dafürhalten auch in der Gesamtheit der Entscheidungen nicht gerechter als zuvor. Der Schiri verkommt zu einer verunsicherten Marionette, der Spielfluss wird sowieso gestört, die Stadionzuschauer veräppelt und letztlich ist bei den Entscheidungen oft noch ein Geschmäckle geblieben, je nach Vereinsbrille.
makeup 17.04.2018
5. Also für mich ist dieser Elfmeter aus kurzer Entfernung strittig
und wenn der Schiedsrichter nur ein wenig Fingerspitzengefühl gehabt hätte, hätte er alles so belassen sollen oder den Elfmeter gleich pfeifen. Ich finde schon, dass Freiburg in jetzt 4 Spielen wirklich krass bestraft wurde, jeweils in der Art und Weise, die für mich grenzwürdig ist.
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