Hamburg - Vier Niederlagen in fünf Spielen, Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz, zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsrang 16: Pierre Littbarski, Nachfolger des Anfang Februar entlassenen Steve McClaren, hat beim taumelnden Bundesliga-Club die Wende nicht geschafft. Dennoch halten der Verein und Manager Dieter Hoeneß vorerst am Weltmeister von 1990 fest.
Der als Ersatz für Littbarski gehandelte Hans Meyer dementierte am Montag in verschiedenen Medien eine Anfrage der Wolfsburger: "Da ist wieder nichts dran. Ich übernehme auch nicht die Bayern und auch nicht Barcelona", verkündete Meyer. 2004 hatte der 68-Jährige Hertha BSC Berlin vor dem Abstieg gerettet. Der damalige Manager hieß wie aktuell in Wolfsburg Dieter Hoeneß.
Trotz der Entscheidung pro Littbarski bleibt die Lage in Wolfsburg angespannt. Nach der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Samstag, der fünften Heimpleite der Saison, tagte das Führungsgremium des Mutterkonzerns Volkswagen. "Der Aufsichtsrat sieht die Lage sehr prekär", sagte Stephan Grühsem der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung".
In der Mannschaft genießt Littbarski Vertrauen. "Es liegt nicht an ihm. Er kann ja nichts dafür, dass wir vorne die Dinger nicht reinmachen", sagte Abwehrspieler Sascha Riether: "Er ist in der Mannschaft vollkommen akzeptiert und hat in seiner Zeit hier schon viel bewegt."
Unter Littbarski zeigte sich der Deutsche Meister von 2009 zuletzt zwar spielerisch verbessert, doch nur gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach konnte der VfL gewinnen.
In den nächsten sieben Begegnungen geht es ausschließlich gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt. Am Sonntag treten die "Wölfe" beim zuletzt erstarkten VfB Stuttgart an, danach heißen die Gegner Eintracht Frankfurt, Schalke 04 und FC St. Pauli.
Klar scheint: Sollte Wolfsburg auch am Sonntag in Stuttgart verlieren, ist Littbarski nicht mehr zu halten.
chp/dpa/sid
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