Bundesliga: Wer wird Deutscher Meister?

Da sind sich die Trainer der 18 Clubs der Fußball-Bundesliga einig. In der kommenden Saison erwarten sie einen aufregenden Dreikampf um den Titel.

Hamburg - Geht es nach den Männern auf der Bank, werden die Fußball-fans in der am Freitag nächster Woche beginnenden Bundesliga-Saison einen spannenden Titel-Dreikampf zwischen Meister Bayern München, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund miterleben können. Nach einhelliger Meinung der 18 Elite-Trainer wird sich der souveräne Alleingang der Bayern, die im Vorjahr mit 15 Punkten Vorsprung die Meisterschale geholt hatte, nicht wiederholen. Das Team von Ottmat Hitzfeld wird jedoch nach wie vor als Favorit gehandelt.

"Bayern, Leverkusen und Dortmund kämpfen um den Titel. Das sind die Klubs, die die meiste Kohle haben", sagte Hermann Gerland vom Aufsteiger Arminia Bielefeld. Wie sechs seiner Kollegen legte er sich auf diesen Dreikampf fest. Insgesamt entfielen 13 Stimmen auf den Titelverteidiger aus München. Immerhin neun Mal wurde Vize-Meister Leverkusen als möglicher Meister getippt, sieben Fußball-Lehrer haben auch Borussia Dortmund als Thronfolger der Bayern auf der Rechnung. Obwohl Mehrfachnennungen möglich waren, gab keiner der 15 Trainer - drei gaben keinen Tipp ab - einer anderen Mannschaft seine Stimme. Im Vorjahr lagen die Experten goldrichtig: 15 hatten sich im Vorhinein auf die Bayern als Meister fest gelegt - und am Ende Recht behalten.

Selbst Bayern-Präsident Franz Beckenbauer glaubt, dass die Milleniums-Spielzeit nicht ganz so einfach für seine noch einmal gut verstärkte Mannschaft wird: "Diesmal wird kein Team mit einem solch großen Vorsprung Meister." Dennoch ist der «Kaiser» davon überzeugt, dass sein Club am Ende wieder die Nase vorn hat. Während Jörg Berger (Eintracht Frankfurt), Martin Andermatt vom Aufsteiger SSV Ulm und (schon traditionell) Otto Rehhagel (1. FC Kaiserslautern) sich keine Prognose entlocken ließen, legten sich diesmal mit Friedhelm Funkel (MSV Duisburg), "Löwen"-Coach Werner Lorant ("Bayern ist wohl wieder überdurchschnittlich"), Michael Skibbe (Borussia Dortmund), Volker Finke (SC Freiburg), Thomas Schaaf (Werder Bremen) und dem Bayern-Coach Hitzfeld selbst "nur" sechs Trainer eindeutig auf die Münchner fest.

Nach den Plätzen zwei, drei und zwei in den Vorjahren will Christoph Daum einen neuerlichen Versuch starten, den Rekordmeister vom Thron zu stoßen. "Wir wollen Meister werden. Eine etablierte Mannschaft muss logischerweise dieses Ziel haben und wir werden alles unternehmen, um die Schale zu holen", sagte der Bayer-Coach, dessen Team in der Vorsaison nach zwischenzeitlicher Tabellenführung schließlich die Puste ausgegangen war. Neben Daum sieht nur Hansa Rostocks Coach Andreas Zachhuber Leverkusen klar vorn, vielleicht weil die finanzkräftige Konkurrenz ihm für neun Millionen Mark seinen besten Stürmer, Nationalspieler Oliver Neuville, weg schnappte.

Nicht zuletzt auf Grund der ungeheuren Investitionen auf dem Transfermarkt - 41,5 Millionen Mark gab Borussia Dortmund für Neuzugänge aus - dürfte in Westfalen wieder ein ernst zu nehmender Rivale im Kampf um den Titel heran wachsen. Sieben Trainer trauen dem BVB nach dreijähriger Durststrecke die Rückkehr an die Spitze zu. Skibbe gibt sich angesichts der bisherigen eklatanten Auswärtsschwäche eher bescheiden und schiebt den Bayern die Favoritenrolle zu: "Sie stellen die homogenste Mannschaft und können mit großem Selbstbewusstsein antreten. Auch Leverkusen hat selbst Ansprüche angemeldet. Wir wollen besser abschneiden als bisher."

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