Bundesliga Schwerer Aussetzer von Hradecky - Werder besiegt Frankfurt

Ein Traumpass von Boateng, ein schwerer Torwartfehler und ein Eigentor: Im Spiel gegen Werder Bremen sorgte vor allem Frankfurt für die entscheidenden Momente. Verloren hat das Team trotzdem.

Lukas Hradecky beim Gegentreffer zum 1:2
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Lukas Hradecky beim Gegentreffer zum 1:2


Werder Bremen dürfte auch in der kommenden Spielzeit in der Fußball-Bundesliga spielen. Durch den 2:1-Heimsieg (1:0) gegen Eintracht Frankfurt steht das Team (36 Punkte) als Tabellenelfter elf Punkte vor dem Relegationsplatz, den Mainz belegt (25). Frankfurt verlor am Ende auch wegen eines schweren Torwartpatzers von Lukas Hradecky und ist sechs Spieltage vor Saisonende Sechster.

Es war ein unterhaltsames Duell, beide Teams spielten schnell nach vorne - und in der 28. Minute schoss Werder das erste Tor: Zlatko Junuzovic traf aus kurzer Distanz nach Vorarbeit von Thomas Delaney zur Führung.

Frankfurts Lukas Hradecky
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Frankfurts Lukas Hradecky

Frankfurts Luka Jovic glich in der 53. Minute aus. Der Höhepunkt dieses Treffers war die Vorarbeit von Kevin-Prince Boateng, der den Schuss seines Teamkollegen mit einem sensationellen Pass per Hacke ermöglichte. Eintracht hatte noch mehr gute Chancen, aber Werder-Keeper Jiri Pavlenka bewahrte sein Team bei einem Schuss von Marius Wolf (37. Minute) und Jovic (56.) vor einem weiteren Gegentor.

Am Ende jubelte Werder. Frankfurts Verteidiger David Abraham verlängerte eine Junuzovic-Flanke und Torwart Hradecky rutschte der Ball durch die Hände - 1:2. Werder bestätigte damit den positiven Trend der vergangenen Wochen: Es war der sechste Sieg im elften Spiel der Rückrunde - in der Bundesliga haben 2018 nur Bayern München (28 Punkte) und Schalke (22) mehr Punkte als das Team von Trainer Florian Kohfeldt (21) geholt. Zudem hat die Mannschaft noch keines der neun Heimspiele unter Kohfeldt verloren.

Frankfurt darf auch nach der Niederlage weiter auf einen Platz im internationalen Wettbewerb hoffen. Die Eintracht empfängt als Sechster (45 Punkte) am kommenden Spieltag den Tabellensiebten Hoffenheim (42) im direkten Duell um die Europa League.

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 2:1 (1:0)
1:0 Junuzovic (28.)
1:1 Jovic (53.)
2:1 Abraham (80., Eigentor)
Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson (25. Friedl) - Bargfrede - Maximilian Eggestein, Delaney - Kruse, Junuzovic (89. Langkamp) - Belfodil (75. Johannsson)
Frankfurt: Hradecky - Russ (76. Falette), Hasebe, Abraham - da Costa, de Guzman, Chandler (65. Tawatha) - Wolf, Kevin-Prince Boateng - Jovic, Rebic (39. Fabián)
Schiedsrichter: Felix Zwayer
Gelbe Karten: Moisander, Kruse / -
Zuschauer: 42.100 (ausverkauft)

jan



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
joernthein 01.04.2018
1. Da scheint sich in Bremen
eine Mannschaft (mit einem fähigen Trainer) zu finden. Das lässt für die nächste Saison hoffen.
thegambler 01.04.2018
2.
Zitat von joerntheineine Mannschaft (mit einem fähigen Trainer) zu finden. Das lässt für die nächste Saison hoffen.
War letzte Saison unter Nuri auch schon so und davor unter Skripnik. Als Fan des SVW wird man da vorsichtiger, die gute Leistung muss auch nächste Saison wieder abgerufen werden und daran haperte es in den letzten 3 Saisons. Irgendwann klappt es dann nicht mehr mit nem U23-Trainer und dann steht der Verein dumm da.
homek 01.04.2018
3. Leider falsch
"War letzte Saison unter Nuri auch schon so und davor unter Skripnik. Als Fan des SVW wird man da vorsichtiger, die gute Leistung muss auch nächste Saison wieder abgerufen werden und daran haperte es in den letzten 3 Saisons. Irgendwann klappt es dann nicht mehr mit nem U23-Trainer und dann steht der Verein dumm da." Ist glücklicherweise nicht so. Unter Skripnik war das "gute" Mängelverwlatung von Eichin's Resterampe und eine relativ schwache Liga (in den letzten Jahren waren immer so Grätschen wie Darmstadt, DDorf, Ingolstadt, etc. in der Liga). Skripnik hatte trotzdem kein Konzept und hat in 10 Spielen 30 Spieler aufgeboten. Nouri hat nur SEHR VIEL Glück gehabt in der Rückrunde. Es war ein wenig Euphorie dabei, die Jungs sind mehr gelaufen, aber ansonsten war Nouris Taktik viel zu defensiv. Unter Kohfeldt tut sich endlich was. Der Mann war schon unter Skripnik im Trainerstab und wurde als einziger (!) nicht gefeuert, Werder wußte genau das er der Mann der Zukunft ist. Und das beweist er gerade. Taktisch diszipliniert, gute Balance zwischen laufen/kämpfen (3 Bremer Spieler in den 6 laufstärksten Spielern der Liga!) und spielerischer Lösung. Spätestens nach heute sollte JEDEM klar sein, dass man nicht einfach nach Bremen fährt und die Punkte mitnimmt. Das ganze Spiel wirkt reifer und ausgeglichener. Außer den Bayern kann Bremen aktuell jeden schlagen. Bei der geringen Probenmenge der Spiele pro Trainer sollte man aufhören, eine verallgemeinernde Gesamtbetrachtung zu tätigen und sich die Spiele einzeln anschauen. Und da kann man klar erkennen, so gut war Bremen seit 9 Jahren nicht mehr. Die Kaderqualität ist dank Baumanns Transfers (Pavlenka, Delaney, Kruse, Gnabry, etc.) stark gestiegen, und der Trainer hat ein Kozept und weiß es umzusetzen. Wenn der Kader größtenteils zusammengehalte wird, brechen ziemlich sicher ruhigere Zeiten an.
freenetspacken 02.04.2018
4. Widerspruch, homek
Eichin hat durchaus auch gute Transfers gehabt, aber wenn man fast kein Geld zum Kaufen hat, weil aus früheren Zeiten die Gehaltsstrukturen zu unglaublich hohen laufenden Kosten geführt hatte, dann ist es schwer, neue Strukturen aufzubauen. Zum Vergleich: Gehaltskosten in der Meistersaison 2003/2004: 22 Mio. Euro. In der Saison 2009/2010: über 50. Mio. Euro. Wenn dann die Einnahmen wegbrechen, weil die europäischen Wettbewerbe nicht mehr erreicht werden, dann kommt man in die Probleme. Und seit 8 - 10 Jahren bricht jeder geeignete Kader auseinander, weil 2, 3, oder 5 der größten Leistungsträger dem größeren Geld folgen und der Aufbau muss von vorne beginnen. Man wird sehen müssen, ob das dieses Jahr besser wird.
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