Bundesliganoten Doppelpacker und Passkönige - die Besten des Spieltags

Zwei Teams, zwei Doppelpacker: Schalke und Hertha BSC konnten sich am sechsten Spieltag bei ihren treffsicheren Stürmern bedanken. Zwei Bayern schafften es trotz Punktverlusts in die Elf des Spieltags - ein Darmstädter Keeper ebenfalls.

Vedad Ibisevic
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Vedad Ibisevic

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Tor

Lange saß Darmstadts Keeper Daniel Heuer Fernandes gegen Bremen nur auf der Bank. Erst in der 55. Minute wurde er für den verletzten Michael Esser eingewechselt. Doch die wenige Zeit nutzte er, um sein Können zu zeigen: Vier Paraden, ein erfolgreicher Ausflug im "Neuer-Stil", dazu ein Weltklassereflex in der letzten Minute, mit der er eine Niederlage verhinderte. Einzig das Tor von Bremens Serge Gnabry zum zwischenzeitlichen 1:2 konnte er nicht verhindern.

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Innenverteidigung

Verteidiger sind in erster Linie für die Abwehrarbeit - und manchmal auch für den Spielaufbau - zuständig. Wenn sie dann doch mal ein Tor schießen, ist der Jubel umso größer. Werder Bremens Lamine Sané gelang gegen Darmstadt ein Kopfballtreffer, zudem stoppte er fünf gegnerische Angriffe - ein bei Werder-Fans sicherlich gern gesehener Aufwärtstrend nach den desolaten Auftritten der vergangenen Wochen. Als Innenverteidiger ist Leipzigs Willi Orban einer der Eckpfeiler für den grandiosen Bundesliga-Start des Aufsteigers. Stark in der Luft (fünf gewonnene Kopfballduelle) sowie erfolgreich im Pressing (zehn eroberte zweite Bälle) - Orban bestätigte auch gegen Augsburg seine starke Form.

Außenverteidigung

Als Außenverteidiger ist Juan Bernat beim FC Bayern München sowohl für Abwehr- als auch Offensivarbeit zuständig. Gegen Köln machte er seine Sache vor allem im Spiel nach vorne überwiegend gut, sorgte für sechs Torschussvorlagen, darunter auch die Flanke zum 1:0 von Joshua Kimmich. Fünf gewonnene Dribblings, dazu noch zwei herausgeholte Ecken und ein Pfostentreffer - alles Gründe für Bernats Nominierung als bester Außenverteidiger. Ebenfalls gut aufgelegt war Benjamin Henrichs von Bayer Leverkusen. Als erfolgreicher Passgeber im gegnerischen Tordrittel (insgesamt 18) sorgte er dafür, dass die Dortmunder Probleme in der eigenen Defensive bekamen.

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Mittelfeld defensiv

Bayerns Xabi Alonso ist einfach einer der Ballmagneten und Passkönige der Bundesliga. Überragende 116 Ballkontakte hatte er gegen Köln, nur vier Profis hatten an diesem Spieltag mehr. Von seinen 114 Pässen kamen 86 zum Mitspieler, 21 seiner Zuspiele ins gegnerische Tordrittel waren erfolgreich. Dennoch musste er sich gegen Köln mit einem 1:1 zufrieden geben. Ob der Besuch auf dem Oktoberfest die Laune wieder gehoben hat, ist nicht übermittelt.

Mittelfeld außen

Ein Tor zu schießen ist immer etwas Schönes - doch das Tor zu schießen, ist noch besser: Freiburgs Vincenzo Grifo gelang gegen Eintracht Frankfurt der spielentscheidende Treffer zum 1:0-Sieg, es war sein erster in der Bundesliga. Drei gewonnene Dribblings sowie einige gefährliche Abspiele im letzten Tordrittel runden den guten Auftritt des Italieners ab. Leverkusens Hakan Calhanoglu kam gar auf zwölf erfolgreiche Anspiele im Tordrittel des Gegners und eroberte acht zweite Bälle. Auch mit seinen Freistößen sorgte er für Gefahr. Am 2:0-Sieg seines Teams war der Mittelfeldspieler maßgeblich beteiligt: Er bereitete sowohl den Treffer zum 1:0 von Admir Mehmedi als auch den zum 2:0 durch Chicharito vor. Das macht ihn ohne Frage zum Matchwinner.

Mittelfeld offensiv

Auch Kerem Demirbay war bei Hoffenheims 2:0-Sieg gegen Ingolstadt an beiden Toren beteiligt - und das, obwohl er nur 53 Minuten spielte. Beim ersten Treffer von Sandro Wagner spielte er Andrej Kramaric wunderbar frei, der dann wiederum für Wagner auflegte. Das zweite Tor schoss er selbst: Aus 20 Metern schloss er einen Konter genau ins linke Eck ab. Emil Forsberg konnte bei RB Leipzigs Sieg gegen Augsburg ebenfalls treffen. Überragend war auch seine Übersicht und Ruhe im gegnerischen Tordrittel: 19 erfolgreiche Pässe spielte er innerhalb der letzten Zone, weitere zehn erfolgreiche Pässe spielte er in diesen Raum. Zudem sorgte er mit seinen Einzelaktionen immer wieder für Gefahr.

Angriff

Der SPON-Sturm steht am sechsten Spieltag ganz im Zeichen der Doppelpacker. Zum einen war da Schalkes Breel Embolo, der mit seinen beiden Toren maßgeblich zum 4:0-Sieg von S04 gegen Borussia Mönchengladbach beitrug. Sechs direkte Balleroberungen zeigen zudem seine Einsatzfreudigkeit und Aggressivität, die Schalkes ersten Saisonsieg ermöglichten. Bei Hertha BSC war Vedad Ibisevic doppelt erfolgreich. Erst verwandelte er aus der Nahdistanz gedankenschnell, dann legte er in der zweiten Hälfte per Foulelfmeter nach. Einzig seine ausgelassene Großchance vier Minuten nach seinem zweiten Treffer schmälert den sonst sehr guten Gesamteindruck ein bisschen.


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Die SPON11

Und das ist die Elf des sechsten Spieltags in der taktischen Aufstellung.

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