Von Benjamin Knaack und Nils Lehnebach
Als André Schürrle gegen Israel mit rechts abzog, ging ein Raunen durchs Leipziger Publikum. Der sehenswerte Treffer zum 2:0 zeigte einmal mehr die große Stärke des Offensivspielers: seine Torgefahr. Sieben Tore in 14 Spielen hat Schürrle im DFB-Trikot erzielt.
Damit lässt er seinen Konkurrenten auf der linken Seite blass aussehen. Lukas Podolski zeigte auch gegen Israel eine schwache Leistung, schoss bei seiner besten Chance den gegnerischen Torhüter an. Seine Torgefahr, früher stets ein Argument für den Angreifer, hat stark nachgelassen. In den vergangenen 14 Einsätzen für Deutschland traf Podolski lediglich zweimal.
Doch trotz Schürrles Statistik-Vorteil: Löw wird wohl Podolski von Anfang an spielen lassen. Die Wettkampferfahrung von zwei Weltmeisterschaften und zwei EM-Turnieren sprechen für den künftigen Arsenal-Profi. Zudem war Schürrle meist als Einwechselspieler erfolgreich - und ist somit der ideale Backup für Podolski. Wenn die gegnerischen Verteidiger müde sind, kann er seine Schnelligkeit ausnutzen. Als Joker ist er somit von großem Wert.
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