Von Benjamin Knaack und Nils Lehnebach
Podolski, Özil, Müller - bei einem solch offensiven Mittelfeld, wie es die deutsche Nationalmannschaft hat, ist im Sturm nur Platz für einen Stürmer. Bundestrainer Löw muss sich dabei zwischen Mario Gomez und Miroslav Klose entscheiden.
Normalerweise gibt es bei Angreifern nur eine Währung: Tore. Wenn es danach ginge, dann hat Gomez klar die Nase vorn. 41 Tore hat er in der abgelaufenen Spielzeit für den FC Bayern München erzielt. Sein 1:0 gegen Israel beweist: Auch in der Nationalmannschaft trifft Gomez nun regelmäßig.
Doch Löws Klose-Treue ist kein Geheimnis. Obwohl der Angreifer von Lazio Rom lange verletzt war, scheint der Bundestrainer eher auf ihn zu setzen. Sein Vorteil: Klose passt besser in das Spielkonzept, er funktioniert auch außerhalb des Strafraums als Anspielstation, ist technisch besser - Gomez hat seine Vorteile hingegen eher im Torabschluss.
Klose weiß, dass er von der nötigen Wettkampfform, die ihn bei den vergangenen Turnieren stets ausgezeichnet hat, noch weit entfernt ist. Während Gomez nun drei Tage zur Erholung nach Hause fährt, wird Klose weiter an seiner Spritzigkeit und Fitness arbeiten. Löw wird das gefallen - und Klose gegen Portugal wohl von Beginn an bringen.
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