Hamburg - Im Streit zwischen Bundestrainer Joachim Löw und dem ehemaligen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack stehen die Zeichen auf Versöhnung. Am Mittwochabend lud Ballack Löw offiziell zu seinem Abschiedsspiel am 5. Juni in Leipzig ein. Zudem soll es im Vorfeld der Begegnung zu einer Aussprache kommen.
"Er hat mich gestern Abend angerufen. Es war ja lange Zeit Funkstille. Es war ein gutes Gespräch, und es hat mich wahnsinnig gefreut, dass er mich einlädt", sagte der Bundestrainer am Donnerstag: "Wir werden vorher noch mal eine Tasse Kaffee trinken und dann dann mal in aller Ruhe über die Dinge reden, die passiert sind."
Das Verhältnis zwischen den beiden gilt als äußerst angespannt. Ballack hatte nach seiner verletzungsbedingten Absage der WM 2010 in Südafrika Löw und Bayern-Profi Philipp Lahm vorgeworfen, ihn ausgebootet zu haben. Damals hatte der verletzte Ballack die deutsche Mannschaft besucht und sich im DFB-Quartier behandeln lassen. Am Tag seiner Abreise hatte Lahm in einem Zeitungsinterview gefordert, auch über die WM hinaus Kapitän bleiben zu dürfen.
Anschließend hatte der Bundestrainer Ballack nicht mehr für die DFB-Auswahl nominiert. Mitte 2011 hatte Löw nach einer monatelangen Hängepartie bekanntgegeben, dass er nicht mehr mit Ballack plane. Der Abschied des Mittelfeldspielers nach 98 Länderspielen wurde von gegenseitigen Vorwürfen begleitet. Einen letzten Länderspieleinsatz im Test gegen Brasilien (3:2) im August 2011 hatte Ballack abgelehnt.
ham/sid/dpa
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