Hamburg - Bundestrainer Joachim Löw hält eine Verlängerung seines Vertrages über die Fußball-WM 2014 hinaus für möglich. "Ich habe nie gesagt, dass ich 2014 aufhöre. Kraft und Motivation sind unverändert groß. Daran ändern auch einige Rückschläge nichts", sagte Löw der "Bild"-Zeitung.
Der 52-Jährige war nach dem Halbfinal-Aus bei der EM verstärkt in die Kritik geraten. Die vergangenen Monate seien die härteste Phase seiner Amtszeit gewesen, so Löw. "Es war fünf, sechs Jahre relativ ruhig. Und mit unseren vielen Siegen ist der Druck dann immer weiter gestiegen. Aber das macht mir keine Angst."
Trotz der zuletzt oft harschen Kritik habe er nicht an Rücktritt gedacht, so Löw. "Ich orientiere mich an den positiven Momenten unseres Spiels. Und an dem Fakt, dass wir von den vergangenen 25 Qualifikationsspielen 22 gewonnen haben und dreimal Remis spielten", sagte Löw.
Einen konkreten Zeitpunkt für Vertragsgespräche mit dem Verband nannte Löw nicht. "Ich bin seit 2004 beim DFB, wir kennen uns alle sehr gut", sagte Löw. Man werde "zu gegebener Zeit" miteinander sprechen.
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatte sich unlängst im "Kicker" klar zum Bundestrainer bekannt. "Ich habe nicht den Hauch eines Zweifels an Joachim Löw, und der gesamte DFB steht kerzengerade vor und zu Löw."
Kritik an der angeblich fehlenden Robustheit der deutschen Abwehr wies Löw zurück. Seine Spieler müssten zwar Zweikämpfe gewinnen, dabei komme es aber auf die Art und Weise an. "Blindes Grätschen ist bei uns nicht gefragt", betonte Löw.
An grundsätzliche Änderungen denke er trotz des Einbruchs im WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden nicht. Mitte Oktober hatte das DFB-Team eine 4:0-Führung noch abgegeben und sich mit einem 4:4 begnügen müssen. "Ich möchte unsere offensive Spielweise mit viel Tempo nicht aufgeben. Auch wenn das manchmal Risiken birgt", sagte Löw.
mib/dpa/sid
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