SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

09. September 2013, 11:31 Uhr

Treueschwur von BVB-Boss Watzke

"Ich würde niemals Jürgen Klopp entlassen. Niemals. Nie"

Jürgen Klopp kann sich seines Arbeitsplatzes als Trainer von Borussia Dortmund ziemlich sicher sein: BVB-Boss Hans-Joachim Watzke gibt Klopp eine Jobgarantie. Er würde den 46-Jährigen niemals entlassen.

Hamburg - Hans-Joachim Watzke hat einen für den Profifußball ungewöhnlich deutlichen Treueschwur geleistet. "Ich würde niemals Jürgen Klopp entlassen. Niemals. Nie", sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund dem "Kicker". Watzke kann sich zudem nicht vorstellen, dass der BVB-Trainer dem Werben anderer Vereine nachgeben und von sich aus die Zusammenarbeit mit dem Revierclub vorzeitig beenden könnte: "Jürgen Klopp schließt keine Verträge, um sie zu brechen. Das hat er noch nie gemacht. Er hat einen Vertrag bis 2016, daran hält er sich auch."

Eine ähnliche Einschätzung hatte Klopps langjähriger Wegbegleiter Christian Heidel, Manager von Mainz 05, nach dem Champions-League-Finale gegen die Bayern im Sommer geliefert: "Jürgen Klopp bricht keine Verträge", hatte Heidel damals SPIEGEL ONLINE gesagt.

Der seit Sommer 2008 in Dortmund beschäftigte Klopp habe sich laut Watzke "kein bisschen verschlissen. Von daher ist ganz klar, dass wir immer daran interessiert sind, mit Jürgen weiterzumachen", sagte der Geschäftsführer. Gespräche über eine Vertragsverlängerung seien bisher allerdings noch nicht terminiert worden.

Spekulationen, nach denen Klopp im Fall eines Scheiterns der Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien ein Kandidat für den Bundestrainerposten sein könnte, interessieren Watzke nicht. "Mit Mitte 40 ist Bundestrainer für ihn überhaupt kein Thema. Ich glaube, dass er diese tägliche Herausforderung mit Champions League und Bundesliga braucht."

Zudem hatte Bundestrainer Joachim Löw erst am Sonntag bestätigt, sich mit dem DFB in Bezug auf die weitere Zusammenarbeit angenähert zu haben. "Ich habe noch keine Gespräche mit dem DFB geführt, aber mein Berater hat mit Generalsekretär Helmut Sandrock gesprochen und dabei zwei bis drei Eckdaten festgelegt", hatte der 53-Jährige gesagt.

psk/dpa/sid

URL:

Verwandte Artikel:


© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH