Hamburg - Geht er? Oder bleibt er noch ein Jahr bei Borussia Dortmund? Täglich gibt es neue Meldungen und Gerüchte um Robert Lewandowski. Nun hat BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erstmals bestätigt, dass es eine Absprache zwischen dem Club und Lewandowskis Beratern gebe.
Im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF sagte Watzke, man habe mit dem Stürmer vereinbart, sich über einen Transfer unterhalten zu wollen, wenn bis zum 15. Mai ein "ordentliches Angebot" eingeht. "Das heißt aber nicht, dass Robert dann auf jeden Fall wechselt", ergänzte Watzke und stellte klar, dass man bislang noch kein konkretes Angebot erhalten habe.
Über die Deadline 15. Mai hatte SPIEGEL ONLINE am Donnerstag exklusiv berichtet. Demnach hat es zwischen dem BVB, dem an Lewandowski interessierten FC Bayern München und den Beratern des Angreifers schon vor Wochen eine Absprache gegeben: Es sei vereinbart worden, Lewandowski könne für 25 Millionen Euro zu den Bayern wechseln, wenn diese bis 15. Mai ein offizielles Angebot abgeben würden. Das taten die Münchner mündlich über einen Mittelsmann - und handelten sich zu ihrer eigenen Überraschung eine Absage ein.
Lewandowskis Berater Maik Barthel hatte sich nicht konkret zu diesen Vorgängen äußern wollen. Er ließ am Donnerstag mitteilen: "Es gibt ein sehr interessantes Angebot für Robert, welches den vom BVB auferlegten Kriterien in vollem Umfang entspricht und auch die Ansprüche von Robert befriedigt. Der BVB hat uns zugesichert, dass Robert unter diesen Bedingungen am Ende der Saison wechseln darf. Wir halten uns an Absprachen, nun müssen die Vereine für Klarheit sorgen."
Lewandowski hat beim BVB keine Ausstiegsklausel
Dem Vernehmen nach hat Dortmund einem Lewandowski-Wechsel einen Riegel vorgeschoben, nachdem bekannt geworden war, dass BVB-Top-Talent Mario Götze zur kommenden Saison zum FC Bayern geht. Stattdessen unterbreitete die Borussia Lewandowski ein Angebot zu einer Vertragsverlängerung, das der Pole jedoch ablehnte. Er ist sich nach Informationen von SPIEGEL ONLINE schon seit Ende vergangenen Jahres mit dem FC Bayern über einen Wechsel einig.
Nun will Dortmund den 24-Jährigen zumindest bis zu dessen Vertragsende am 30. Juni 2014 in Dortmund zu halten. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte Watzke: "Es ist unser expliziter Wunsch, dass Robert in der nächsten Saison für uns spielt. Dafür verzichten wir auch auf eine Ablösesumme." Und er stellte klar, dass in dieser Angelegenheit das letzte Wort der Verein habe und ohne dessen Einverständnis der Stürmer nicht wechseln könne: "Mario Götze besaß eine Ausstiegsklausel. Robert Lewandowski könnte sich auch vorstellen zu wechseln. Aber er hat - und das ist der entscheidende Unterschied - keine Ausstiegsklausel."
ham/rab
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