BVB-Boss Watzke "Ich vermisse Uli Hoeneß"

Fußball-Raubein einmal zärtlich: Obwohl sich der FC Bayern und Borussia Dortmund von jeher mit Abneigung begegnen, findet BVB-Boss Hans-Joachim Watzke warme Worte für Uli Hoeneß. Einen anderen Bayern-Strategen kann er weiterhin partout nicht leiden.

Dortmunds Manager Hans-Joachim Watzke:
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Dortmunds Manager Hans-Joachim Watzke:


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Hamburg - Bayern München und Borussia Dortmund hegen eine gepflegte Antipathie füreinander. Insofern lassen die jüngsten Statements des BVB-Bosses Hans-Joachim Watzke aufhorchen. Vor dem Duell in der Fußballbundesliga zwischen dem BVB und dem FC Bayern München trauert der Geschäftsführer der Dortmunder den Zeiten hinterher, als er sich noch mit dem jetzt inhaftierten ehemaligen Präsidenten Uli Hoeneß auseinandersetzen konnte: "Ich hatte immer ein sehr spannendes Verhältnis zu Uli Hoeneß, den ich da auch echt vermisse, weil das jemand war, der immer mit offenem Visier und von vorne kam. Da konnte man sich auch mal streiten, aber man wusste immer, woran man ist - das hat mir persönlich immer sehr gut gefallen", sagte Watzke in einem Interview mit dem Fernsehsender Sky.

Für den Vorstandschef der Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, hat BVB-Geschäftsführer dagegen weiterhin nur Verachtung übrig. "Wir haben kein Verhältnis, und das müssen wir auch nicht haben. Er verantwortet Bayern München, ich Borussia Dortmund. Deshalb gibt es nichts, was wir miteinander machen müssten", so Watzke.

Auf Rummenigges jüngste Äußerung, wonach ein junger deutscher Nationalspieler wie Marco Reus für den FC Bayern grundsätzlich interessant sei, reagierte Watzke kühl: "Er hätte ja einfach nichts sagen können, aber das ist eben sein persönlicher Stil, und das kann er auch so weitermachen. Ich kann das alles einschätzen."

jat/dpa/sid

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insgesamt 57 Beiträge
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seoul77 31.10.2014
1. Aki der Dipl.-kfm und
Kalle der Maler , sagt alles. Der eine spricht perfektes Deutsch , der andere versucht es halt.
karlmeier6565 31.10.2014
2. hoeness
war vielleicht unbeliebt,aber ein Macher.Rummenigge nervt nur mit seiner penetranten Arroganz wie ein Lottogewinner,der mit Geld um sich schmeisst.Nach dem Motto,ich kann mir alles kaufen!
super-kraut 31.10.2014
3. Ich bin Bayern Fan
aber mag Rummenige auch nicht, koonte ihns schon waehrent seiner spielzeit nicht ab. Uli Hoeneß mag ich, der ist super. Na gut er hat nen Fehler gemacht, hab ich auch oeffter. :)
aaronvogt125 31.10.2014
4.
Man kann über beide sagen was man will, aber Hoeneß war immer offen und ehrlich, der hat klar gesagt dass er reuss kaufen kann, mit dem kann man sich vor dem Spiel Bayern-dortmund an einen Tisch setzen, essen und es geht um die Zukunft der Liga und watzke weiß was Hoeneß kann und, der weiß dass er einen exzellenten Kollegen gegenüber hat, rummenigge kann das nicht dem fehlt der Respekt für den Gegner
raihower 31.10.2014
5. Nur noch peinlich
Rivalität hin - angespannte Nerven her ... aber was der BVB gerade mal wieder bringt um sich in der bei ihnen scheinbar so geliebten Opferrolle zu suhlen ist einfach dreist und hanebüchen. Der Vorstandsvorsitzende des BVB meint also darüber schwadronieren zu dürfen, warum er den eh. Manager und Präsidenten des FCB und des Eigenschaften und Verhaltensweisen lieber mochte als die des aktuellen Vorstandsvorsitzenden dieses Vereins. Er meint deren Verhalten und ihren Charakter in der ihm so eigenen polemisch-süffisanten Weise kommentieren zu dürfen. Was ist denn der Grund dafür - welches ist die aktuellste Motivation dafür? KHR hat sich doch glatt erdreistet und hat auf die Frage eines Reporters geantwortet, der etwas zum Thema Reus und FCB wissen wollte. Da hat der KHR einfach nicht das gesagt, was der Watzke gerne gehört hätte (wobei ihm das dann wahrscheinlich genauso übel aufgestoßen wäre). So eine Frechheit aber auch. Reus und seine AK sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei mind. 5 verschiedenen intern. Topclubs gerade Thema. Nur werden die eben so selten von deutschen Presseorganen interviewt. Zum Glück - man stelle sich vor, auf wen Watzke sonst noch so alles sauer sein müsste - der Arme. Und die Kirsche auf der sauren Sahne ist der typische Klopp-Spruch der Woche. Er meint, nachdem er ja mit Bazookas, Robin Hood und Pfeilen und so weiter das Opferimage schon trefflich pflegte, nun die Gerechtigkeit und das Benehmen ansprechen zu müssen - da der sich im Erfolgsfall gut benehmende BVB - er wird schon wieder die Gerechtigkeit erhalten, die er verdient - die wiederum ein anderer Verein also nicht verdient hätte? Der BVB hat wohl wirklich daran geglaubt, dass er nach den fetten 2 Jahren einfach so weiter machen könnte - ohne den FCB würden Götze und RL natürlich immer noch schwarz-gelb tragen - AK hin, fehlende Vertragsverlängerung her. Der FCB hat sich schon immer für die besten Spieler der BL interessiert und die sich für den FCB - und das wird so bleiben und wenn sich der BVB auf den Kopf stellt. Aber im Gegensatz zu den anderen Vereinen kommt der BVB einfach nicht mit der Rolle zurecht, die er eben hat. Er hat zu sehr am Erfolg geschnuppert und kommt nicht mehr runter von der Wolke. Das man nun genauso mit den Millionen herum wedelt - who cares. Das man sich scheinbar aber doch nicht einfach den Erfolg kaufen kann - who cares.
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