Hamburg - Ist Borussia Dortmund ein schlechter Gewinner? In den vergangenen Wochen fiel der Tabellenführer durch einige grenzwertige Emotionsausbrüche während und nach Spielen auf, die Kritik folgte prompt. Im DFB-Pokal gegen Fürth legte sich Kevin Großkreutz nach dem Schlusspfiff mit den Ex-Schalkern Gerald Asamoah und Mike Büskens an. Als jüngstes Beispiel dienten die Fernsehbilder von Neven Subotic, der den Münchner Arjen Robben nach dessen verschossenem Foulelfmeter im Bundesliga-Gipfel am vergangenen Mittwoch gegen die Bayern (1:0) anschrie.
"Das war sicherlich unnötig. Neven hatte den Eindruck, dass es eine Schwalbe war. Inzwischen hat auch er mitbekommen, dass es keine war", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp und führte den Adrenalinspiegel der Spieler in einer solchen Partie als Entschuldigung an. "Wir haben alle mal Fehler gemacht. Solange man daraus lernt, ist das zu entschuldigen."
Zudem waren auf einigen Internetseiten Fotos verbreitet worden, auf denen das Dortmunder Maskottchen, die Biene "Emma", anscheinend an den Mannschaftsbus der Bayern uriniert. "Dazu braucht man schon viel Phantasie", sagte Klopp.
"Es gab Zeiten, da wurde auch mal gelacht. Aber das ist mit euch nicht mehr möglich. Da wird alles und jede Kleinigkeit aufgebauscht", kritisierte Klopp auf einer Pressekonferenz am Freitag. "Sollte aber der Eindruck entstanden sein, wir seien schlechte Gewinner, dann ziehen wir uns den Schuh an."
luk/sid
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