Ehemaliger Bayern-Trainer Ancelotti übernimmt die SSC Neapel

Zurück im Geschäft: Carlo Ancelotti trainiert nach einer knapp achtmonatigen Auszeit in der kommenden Saison die SSC Neapel. Der Klub wartet seit 1990 auf den Gewinn der italienischen Meisterschaft.

Carlo Ancelotti
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Carlo Ancelotti


Dem italienischen Vizemeister SSC Neapel ist ein echter Transfer-Coup gelungen: Wie der Verein bekannt gab, wird Carlo Ancelotti in der kommenden Saison der neue Trainer des Serie-A-Klubs sein. Der bisherige Erfolgscoach Maurizio Sarri hatte kürzlich erklärt, dass er zu Zenit Sankt Petersburg wechseln wolle. Der russische Klub ist trainerlos, nachdem Roberto Mancini als Chefcoach der italienischen Nationalmannschaft zurückgekehrt ist.

"Neapel ist sehr glücklich, bekannt zu geben, dass eine Einigung mit Trainer Carlo Ancelotti zustande gekommen ist", hieß es in einer Mitteilung des Klubs. "Ich bin sehr glücklich und fühle mich geehrt, Trainer eines Teams aus einer einzigartigen Stadt und mit so unglaublichen Fans zu sein", sagte Ancelotti. Nach Informationen italienischer Medien soll der 58-Jährige 6,5 Millionen Euro netto pro Saison verdienen.

Obwohl Ancelottis Vorgänger Sarri für seinen ansehnlichen und spektakulären Offensivfußball verehrt wurde, gelang es dem Klub nicht, die erste Meisterschaft seit 1990 zu gewinnen. In der abgelaufenen Saison fehlten Napoli vier Punkte auf Seriensieger Juventus.

In den vergangenen sechs Jahren wurde Neapel dreimal Vizemeister, in der Champions League scheiterte der Klub 2012 und 2017 im Achtelfinale. 2015 gelang der größte und zugleich einzige Erfolg unter Sarri: In einem dramatischen Pokalfinale schlug Neapel Juventus 8:7 nach Elfmeterschießen.

Ancelotti, der im September beim FC Bayern entlassen wurde, hat in seiner Trainerlaufbahn zahlreiche Titel gewonnen. Mit dem AC Milan und Real Madrid triumphierte er gleich dreimal in der Champions League (2003, 2007, 2014). Mit Milan, dem FC Chelsea, Paris Saint Germain und Bayern München gewann er jeweils die nationale Meisterschaft.

bam



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marenghi 24.05.2018
1.
Wow, das sind gleich mehrere für mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen: - Neapel ist so geblendet und wirbt nicht mit allen Kräften um eine Verlängerung von Sarri, der wohl im reifen Alter zu einem der besten Trainer der Welt wurde. Grund ist wieder einmal - s. auch einige deutsche Kandidaten - die Naivität, eine Trainerarbeit an einem Titel zu messen (aufgepasst ihr 80 Millionen dt. Bundestrainer... :) ). Neapel hat mit seinen Mittel grandios auf neudt. overperformt. - Stattdessen holen sie Ancelotti, der wsl noch immer ein guter, aber kein sehr guter Trainer mehr ist: nicht mehr up to date bzgl Training und Taktik. - Sarri fällt nichts Besseres ein, als - womöglich wegen kurzfristig etwas mehr Gehalt - zu einer ziemlich unausgeglichenen, schwächeren Liga zu wechseln. Er hätte um seinen Platz in Neapel kämpfen können - oder zu einer der Topligen zu einem der Top Vier dieser Ligen wechseln können. - Und wer da als dt. Verein im Jahre 2018 in einem international operierenden Unternehmen mit einem Ausländeranteil jenseits der 50% und Umsätze von einer halben Mrd. nicht darauf besteht, dass der Trainer deutsch sprechen muss, sondern wie natürlich in jeder Firma dieser Art, englisch, so hätte man vielleicht auch Leute wie Sarri, Pocchettino, Conte & Co. bekommen können. So halt Kovac...
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