Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Schottische Liga: Celtic Glasgow soll in den USA um Punkte spielen

Traditionsklub Celtic: Fans auf der ganzen Welt Zur Großansicht
REUTERS

Traditionsklub Celtic: Fans auf der ganzen Welt

Schon lange gastiert die NFL regelmäßig in London. Jetzt drehen die Schotten als erste Europäer den Spieß um: Celtic Glasgow soll ein Punktspiel in den USA bestreiten - wenn die Fifa zustimmt.

Die schottische Premier League plant schon in der kommenden Saison, ein Punktspiel in den USA zu veranstalten. Nach Berichten zahlreicher britischer Medien soll der FC Dundee ein Match gegen Celtic Glasgow entweder in Boston oder in Philadelphia bestreiten. Dafür ist allerdings die Zustimmung der Fifa erforderlich.

Seit 2007 findet in jeder Saison mindestens ein Spiel der NFL im Londoner Wembley-Stadion statt. Damit will die amerikanische Liga in Europa für sich werben. Umgekehrt touren Europas Top-Klubs in jedem Sommer durch die Vereinigten Staaten und bestreiten Freundschaftsspiele. Italien und Frankreich haben bereits einzelne Supercup-Spiele in Nordamerika gespielt.

Jetzt aber soll erstmals ein reguläres Punktspiel einer europäischen Liga jenseits des Atlantiks stattfinden. Die Begegnung wurde mit Bedacht ausgewählt: Celtic hat viele Fans auf der ganzen Welt und gilt als Herzensklub vieler irischstämmiger Menschen auch in den USA. Ein Heimspiel aufgeben würde aber nicht Celtic, das bei Spielen im eigenen Stadion Parkhead im Schnitt 45.000 Zuschauer begrüßt, sondern Dundee, das in der Regel nur rund 5000 Fans hat.

Dundees Vorsitzender Tim Keyes ist ein texanischer Millionär, auch Sportdirektor John Nelms stammt aus den Vereinigten Staaten. Celtic wiederum befindet sich seit Längerem in Verhandlungen mit der North American Soccer League, der zweiten Liga in den USA. Der Klub möchte dort eine Lizenz erwerben, um mit einem Team am amerikanischen Spielbetrieb teilzunehmen. Ähnlich macht es Manchester City mit dem MLS-Team New York City.

Auch vor diesem Hintergrund könnte es für Celtic attraktiv sein, sich den amerikanischen Fans vor Ort zu präsentieren. Bevor der Plan Wirklichkeit wird, müssten aber neben der Schottischen Liga auch die SFA, der schottische Verband und schließlich auch die Fifa zustimmen. Deren Placet gilt nach Einschätzung der Tageszeitung "The Scotsman" als ungewiss.

rae

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
countrushmore 24.11.2015
Warum sollten sich die Amis für so eine One-Team-League interessieren?
2. .
Peter Eckes 24.11.2015
Weil Celtic in den USA viele Fans hat. Wie auch im Artikel steht. Und weil die Amis momentan ganz verrückt sind auf Fußball. Die MLS eilt von Zuschauerrekord zu Zuschauerrekord. Übrigens im amerikanischen Stil alles mit viel TamTam, Gesängen und Getrommel und viel Stimmung, aber ohne Randale und ohne Pyrotechnik (zumindest auf Fanseite). In NewYork hat man letztens von Vereinseite aus beim Einmarsch so ein Feuerwerk veranstaltet das die erste Viertelstunde im Nebel stattfand. Vielleicht kann so etwas der erste Schritt sein zum mehr internationalen Wettbewerben im Fußball. Viele Vereine wie Celtic (One-Team-Liga wie sie schreiben) aber auch Bayern und Andere sind ihrem nationalen Umfeld doch inzwischen entwachsen. In anderen Sportarten wie Basketball oder Eishockey ist man da schon viel weiter.
3. Two Team League bitte schön...
McTitus 24.11.2015
... der Celtic FC wird ja wohl kaum gegen sich selbst spielen wollen. Schwachsinn ist es allemal! Aber wo der Rubel rollt, da lass Dein Gehirn ruhig zu Hause.
4. Vielleicht...
NightToOblivion 25.11.2015
Grausam gegenüber den Fans. Aber sicher ne nette Idee. Man stelle sich vor die Bundesliga würde den letzten Spieltag der Hinrunde immer woanders austragen. Damit mehrere Stadien füllen und viel Aufmerksamkeit bekommen. Für die normalen Fans wäre es leider eine Katastrophe, für die Bundesliga als solches aber sicher ein Gewinn. Die Frage ist halt nur, wie terminiert man das. Denn klar ist, in den USA z.B. würden Leverkusen, Bayern, Dortmund und der HSV sehr viele Leute in's Stadion ziehen während Darmstadt und Hoffenheim in der Gefahr wären am Ende vor 1.000 Leuten zu spielen, was nicht so geil wäre.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: