Champions-League-Analyse Wie die Bayern den Sieg verschenkten

Im Halbfinal-Rückspiel hat Real die Fehler der Bayern effizient ausgenutzt. Ansonsten leisteten sich auch die Madrilenen Patzer, wie die grafische Analyse zeigt.

REUTERS

Von Philip Dehnbostel und Stephan Spiegelberg


Viel mehr sei möglich gewesen an diesem Abend in Madrid. So stellte es Bayern Münchens Thomas Müller nach dem 2:2-Halbfinal-Aus (1:1) gegen Real Madrid fest. Mit dieser Einschätzung lag er völlig richtig. Wie nach dem Hinspiel blickt der Deutsche Meister einmal wieder auf zu viele ausgelassene Chancen zurück.

Auffälligster Akteur auf dem Platz war Keylor Navas, Torhüter des Titelverteidigers. Auf den Schlussmann und die brillante Chancenverwertung kann sich Real-Trainer Zinédine Zidane im Finale in Kiew am 26. Mai (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) jedoch nicht allein verlassen. Denn: Der FC Bayern hatte im Bernabéu erstaunlich viel Raum zur Entfaltung, die Madrilenen gingen durch ihre Spielweise ein hohes Risiko ein.

Die grafische Analyse zeigt, an welchen Stellen die Königlichen anfällig war.



insgesamt 6 Beiträge
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stef_ma 02.05.2018
1. Fehlentscheidung vor dem 1:1
Ich finde es sehr schade, dass niemandem bisher die Fehlentscheidung des Schiedsrichters vor dem ersten Tor aufgefallen ist. Vor dem Tor spielt Real viele Spielzüge bestimmt 2 Minuten. In diesen 2 Minuten gibt es ein klares Abseits, welches der Linienrichter auch anzeigt. Der Schiedsrichter pfeift dieses Abseits allerdings nicht weil er es als passiv deutet, was m.M.n. falsch ist, da ein Bayernspieler zu einer Abwehraktion genötigt wird. Klare Fehlentscheidung, aber weder im TV noch in den Zeitungen darüber zu hören bzw. zu lesen.
helmut.alt 02.05.2018
2. Es sollte nicht sein!
Hervorragend gespielt, aber schon beim ersten Spiel den Heimvorteil nicht genützt und beim zweiten Spiel vom Pech verfolgt (eigener Torwart, Schiedsrichter).
grafnor 02.05.2018
3. Schade,
dass es der Bayern-Angriff wieder zu schlampig war im Verwerten der Torchancen. "Schiedsrichterfehler" gibt es in jeden Spiel und können von beide Seiten reklamiert werden, sind i.d.R. also nicht wirklich relevant. Im Großen und Ganzen hat Cüneyt Cakir ordentlich gepfiffen und das Spiel im Griff gehabt. Der Sven-Ulreich-Lapsus hätte durch konsequentere Chancennutzung mehr als ausgeglichen werden können; das diesbezügliche Statement von Jupp Heynckes (Vergleich mit Keylor Navas) halte ich für deplaziert.
teichenstetter 02.05.2018
4. Ich hatte nicht den Eindruck...
...das Bayern hätte gewinnen können. Das Spiel hat das nicht wirklich hergegeben und ich weiß nicht, ob es anderen ebenso ging. Zudem beschleicht mich das Gefühl, das die Analyse im Nachgang unvollständig ist. Zwar hat Bayern die Statistik auf seiner Seite, aber vor dem Tor habe ich keine richtige Gefahr sehen können. Es war mehr ein Alibi-Spiel für Keine-Ahnung-was-wir-hier-eigentlich-reissen-sollen. Kann aber auch daran liegen, das ich die Bayern auf den Tod nicht ausstehen kann...
qewr 02.05.2018
5.
Zitat von stef_maIch finde es sehr schade, dass niemandem bisher die Fehlentscheidung des Schiedsrichters vor dem ersten Tor aufgefallen ist. Vor dem Tor spielt Real viele Spielzüge bestimmt 2 Minuten. In diesen 2 Minuten gibt es ein klares Abseits, welches der Linienrichter auch anzeigt. Der Schiedsrichter pfeift dieses Abseits allerdings nicht weil er es als passiv deutet, was m.M.n. falsch ist, da ein Bayernspieler zu einer Abwehraktion genötigt wird. Klare Fehlentscheidung, aber weder im TV noch in den Zeitungen darüber zu hören bzw. zu lesen.
Vielleicht, weil es nicht nach deiner Meinung geht?
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