Champions-League-Analyse Darum darf Rom noch hoffen

Die AS Rom hat im Halbfinal-Hinspiel gegen den FC Liverpool 2:5 verloren. Die grafische Analyse deckt ihre großen Schwächen auf - und verrät, wie doch noch ein Wunder gelingen kann.

Edin Dzeko trifft gegen den FC Liverpool
REUTERS

Edin Dzeko trifft gegen den FC Liverpool

Von Philip Dehnbostel und Michel Massing


Es klingt eigentlich verrückt, wenn man über ein mögliches Ausscheiden des FC Liverpool in der Champions League spekuliert. Die Reds haben im Halbfinal-Hinspiel immerhin die AS Rom deutlich geschlagen, 5:2 hieß es am Ende.

Das Problem: Es hieß "nur" 5:2.

Dank der letzten zehn Minuten, in denen der Roma zwei Treffer gelungen waren, darf das Team noch einmal hoffen. Der Serie-A-Klub kennt sich mit Comebacks schließlich aus, im Viertelfinale wurde der FC Barcelona nach einem 1:4 im Hinspiel vor eigenem Publikum 3:0 aus dem Wettbewerb geschossen. Genau dieses Ergebnis wäre gegen Liverpool im Rückspiel nun ebenfalls ausreichend.

Insgesamt war der Auftritt der Giallorossi aber besorgniserregend. Nach 25 Minuten verlor das Team von Trainer Eusebio Di Francesco komplett die Kontrolle, ließ acht Chancen und zwei Tore bis zur Pause zu. Die Roma fand auch in den zweiten 45 Minuten kaum ein Mittel gegen die starke Offensive der Gastgeber. Die Reds erhöhten auf 5:0.

Allerdings gab es auch Phasen, in denen die Gäste dem Gegner Probleme bereiteten: Neben den ersten 25 Minuten waren dies vor allem die starken letzten zehn Minuten, in der die Giallorossi auf 2:5 verkürzten. Die grafische Analyse zeigt, was der Roma Hoffnung machen kann.



insgesamt 11 Beiträge
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joes.world 25.04.2018
1. Anfängerfehler
Und dann hat Klopp die Roma doch noch unterschätzt. Und den mit Abstand besten Spieler auf dem Feld von eben diesem geholt. Wirklich nur, um ihn vor dem nächsten Spiel gegen einen Nachzügler in England zu schonen? Oder doch ein wenig um Salah zu deuten: du magst der Star der Mannschaft sein, ich aber bin dein Boss? Jedenfalls ist die Aktion ziemlich in die Hose gegangen. Ohne Salah fehlten die Ideen, die tollen Zuspiele vors Tor, die Gefahr. Und Jürgen hat Liverpools Konkurrenten noch ein Geschenk gemacht: gestern konnte jeder sehen, was mit Liverpool geschieht, wenn Salah fehlt. Dann wird es ganz schnell zu einer durchschnittlichen Mannschaft. Schade dass Klopp den eigenen Spielern mit seinem Austausch Selbstvertrauen genommen hat. Und sie sich auswärts noch einmal voll evrausgaben werden müssen. Nur die Roma wird sich freuen. Es bleibt spannend.
K:F 25.04.2018
2. Ein Tor in Rom ist möglich
Ängste können Journalisten gut. Klopp wird schon wissen, wie er Rom knacken wird. Überheblichkeit ist sein Markenzeichen eben nicht.
wunsiedel 25.04.2018
3. Das war's
Rom musste mit 3:0 gegen Barcelona gewinnen und gewann. Dieser Motivationsschub wird ausreichen, Liverpool ebenfalls mit 3:0 zu besiegen. Und Klopp weiß das. Und seine Mannschaft weiß das auch. Mit dieser Angst werden sie nach Rom fahren und verlieren. Ein Spiel dauert 90 Minuten, sagte schon der alte Herberger.
schwerpunkt 25.04.2018
4.
5:2 ist schon eine Hausnummer, welche nicht trivial zu knacken ist, zumal keiner der verbliebenen Teilnehmer ein Wald- und Wiesenverein ist, auch wenn Rom ein vergleichbares Kunststück gegen Barcelona bereits geglückt ist. Das weiß nun aber Liverpool auch und wird sich taktisch dagegen wehren, dass Rom sowas ein zweites mal glückt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Liverpool das Halbfinale nach Hause schaukelt, ist schon entsprechend groß. Insofern ist die Spannung für das Rückspiel eher gedämpft, auch wenn es hier noch einmal hoch geschrieben wird. Deutlich spannender würde es, wenn beispielsweise Bayern heute "nur" 2:1 gegen Madrid gewinnen sollte. Im Fall, dass Bayern heute verliert, wird auch dieses Rückspiel eher langweilig, da ich die Chancen dass Bayern in Madrid gewinnt, als marginal ansehe. Oder anders ausgedrückt: Ich traue es eher Madrid zu, daheim ein 5:2 im Hinspiel gegen Bayern auszubügeln, als Rom gegen Liverpool.
neville_pluck 25.04.2018
5.
Liverpool ist in die Lage nach Roma zu fahren und gewinnen. Das haben sie in Manchester bewiesen.
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