Pressestimmen zu Barcelonas Aus: "Ungerecht, grausam, schrecklich"

Die Engländer feiern die Sieger, Spanien trauert: Das Aus des FC Barcelona machen viele internationale Zeitungen an Superstar Lionel Messi fest. Der Abwehrkampf des FC Chelsea wird dagegen lediglich von der englischen Presse gewürdigt.  

Weltfußballer Messi: "ungerecht, grausam, schrecklich" Zur Großansicht
AFP

Weltfußballer Messi: "ungerecht, grausam, schrecklich"

SPANIEN

El Mundo Deportivo: "Barça hatte keinen Plan B und scheiterte in einem Halbfinale voller Pech, in dem Messi einen Elfmeter verschoss und den Pfosten traf, während die Engländer ihre beiden Chancen nutzten. Einmal mehr hat es die Mannschaft von Pep Guardiola versäumt, seine technische Überlegenheit gegen einen Gegner auszuspielen, der den Catenaccio spielt."

Sport: "Der Fußball bestraft Barça. Ungerecht, grausam, schrecklich. Jedes Adjektiv ist zu wenig, die unglaubliche Elimination Barças zu beschreiben. Selten hat ein Team so viel für ein Champions-League-Finale gegeben wie die Mannschaft Guardiolas. Chelsea machte aus drei Chancen in 180 Minuten drei Tore."

AS: "Eine Abhandlung von Impotenz. Barça hat sich trotz eines 2:0-Vorsprungs gegen Chelsea mit zehn Spielern noch überwinden lassen. Messi hat den entscheidenden Elfmeter versiebt."

Marca: "Die schlimmste Nacht des Leo. Messi verschoss den dritten Elfmeter der Saison. Ohne Champions League und fast ohne Chance auf den Titel in der Liga verabschiedet er sich von dem Traum, ein weiteres Mal Weltfußballer zu werden."

El Periódico: "Chelsea beendet Barças Traum in der Champions League. Barça wusste wie man spielen muss, hatte aber kein Glück."

La Vanguardia: "Barça erlitt den Fluch des Champions." (La Vanguardia)

PORTUGAL

A Bola: "Ramires und Torres bringen Camp Nou zum Schweigen. Es gewinnt nicht immer der Bessere."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Barça wurde von Messi verraten"

USA

ESPN: "Wunder in Camp Nou"

FRANKREICH

L'Equipe: "Das Wunder von Chelsea"

ENGLAND

The Sun: "Sie sind alle Helden. Alle zehn nach dem Platzverweis für John Terry. Die Blues haben Barcelona mit einem Auftritt, der zu den sensationellsten in der Geschichte dieses großartigen Wettbewerbs gehört, aus dem Weg geräumt."

The Times: "Terrys Schande, Chelseas Sieg."

The Mirror: "Blauer Himmel. Chelsea hat irgendwie die Rote Karte für John Terry weggesteckt und ist mit einer der bemerkenswertesten Vorstellungen in der jüngsten Vergangenheit ins Finale eingezogen."

The Independent: "Torres besiegelt das Wunder von Barcelona. Zehn Mann verteidigten die Festung und folgten ihrer Bestimmung."

Zusammengestellt vom sid

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insgesamt 26 Beiträge
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1.
ichbinich2011 25.04.2012
Aber Chelsea hätte auch ohne Petr Chech keine Chance gehabt. Was der für Bälle rausgeholt hat war nimmer normal :-)
2.
fpa 25.04.2012
Ich frage mich, warum niemand den Trainer von Chelsea lobt. Seine Maßnahme, in der zweiten Halbzeit auf 6-er-Kette auf Höhe der Strafraumlinie umzustellen, war einfach genial. Offenbar ist ihm aufgefallen, dass Barca zwar das Spiel breit, in Wirklichkeit aber nie über die Flügel geht. Die Pässe durch die Schnittstelle in die Spitze gehen IMMER an den Strafraumrand, sodass drei Optionen bleiben: Selbst auf's Tor gehen (so fiel das 2:0), quer in die Spitze spielen, oder in den Rücken der Abwehr (so fiel das 1:0). In Halbzeit eins gab es mit dem gleichen Spielzug noch ein paar Chancen, in Halbzeit zwei keine einzige mehr (abgesehen von der Entstehung des Elfmeters, das war aber unnötig, da war Drogba einfach ungeschickt). Erst als mit der 6-er-Kette der Spielzug nicht mehr funktionierte, wurde mir überhaupt bewußt, dass Barca auch nach vorne gar nicht so variantenreich spielt, sondern eigentlich immer das gleiche macht, im Grunde Schema-F. Ok, die zweite Option "Messi dribbelt sich durch", aber dafür war er gestern nicht aufgelegt.
3.
1965 25.04.2012
Ich habe es schon in meiner Jugendzeit bedauert, dass es Mannschaften gab, die sich in fast vollständiger Truppenstärke um das Tor gruppieren und nur im Sinn haben das Spiel zu zerstören. Gestern war es effektiv, für den Zuschauer eine Zumutung. Wie soll ich solch einer Mannschaft Anerkennung zukommen lassen sollte sie die CL gewinnen. Barça hat Messi viel zu verdanken, das Ausscheiden wird man ihm nicht persönlich anlasten. Man gewinnt und verliert zusammen. Die Fan in Camp Nou haben das nach dem Abpfiff auch sehr deutlich artikuliert. Hut ab.
4. Wichtige Erkenntnis!
boysetsfire 25.04.2012
Zitat von 1965Ich habe es schon in meiner Jugendzeit bedauert, dass es Mannschaften gab, die sich in fast vollständiger Truppenstärke um das Tor gruppieren und nur im Sinn haben das Spiel zu zerstören. Gestern war es effektiv, für den Zuschauer eine Zumutung. Wie soll ich solch einer Mannschaft Anerkennung zukommen lassen sollte sie die CL gewinnen. Barça hat Messi viel zu verdanken, das Ausscheiden wird man ihm nicht persönlich anlasten. Man gewinnt und verliert zusammen. Die Fan in Camp Nou haben das nach dem Abpfiff auch sehr deutlich artikuliert. Hut ab.
Fußball ist nun mal kein Eiskunstlauf. Wenn die defensive (und dadurch nicht schön anzusehende) Ausrichtung Chelsea's das Mittel der Wahl ist, um die "beste Mannschaft der Welt" zu schlagen, dann ist das eben so. Es gibt keine Sonderpunkte für gelungene Spielzüge und auch nicht für schicke Dribblings, einzig die Tore zählen. Und da hat Chelsea mehr von geschossen, ergo...
5. Grandios
Ausfriedenau 25.04.2012
Zitat von sysopDie Engländer feiern die Sieger, Spanien trauert: Das Aus des FC Barcelona machen viele internationale Zeitungen an Superstar Lionel Messi fest. Der Abwehrkampf des FC Chelsea wird dagegen lediglich von der englischen Presse gewürdigt. Pressestimmen zu Barcelonas Aus: "Chelsea beendet Barças Traum" - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,829679,00.html)
Eine grandiose Abwehrschlacht von einem, der fussballerisch wissentlich weit unterlegen war, aber super schlau das eingesetzt hat, was er offensichtlich kann, nämlich sich einmauern. Es war ein großes Fussballvergnügen mit einem glücklichen, aber verdientem Gesamtsieger. Hier hat Schlauheit und Abwehrdisziplin gesiegt über Ticki-Tacki-Fussball auf artistischem Zirkusniveau. Es war ein Fussballfest mit hoher Spannung, diesesmal mit einem Sieg der Athletik über die Kunst.
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