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Leverkusen schlägt Zenit: Doppelschlag nach der Pause bringt den Sieg

Bayers Sieg gegen St. Petersburg: In fünf Minuten zum Erfolg Fotos
Getty Images

Glanzlos aber erfolgreich: Bayer Leverkusen übernimmt nach einem 2:0-Sieg gegen Zenit St. Petersburg die Führung in Gruppe C und präsentiert sich in der Defensive stabil. Allerdings verlor Bayer einen wichtigen Spieler.

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Bayer Leverkusen hat seine Chancen auf das Achtelfinale der Champions League deutlich erhöht. Das Team bezwang im dritten Gruppenspiel Zenit St. Petersburg 2:0 (0:0) und setzte sich dadurch an die Tabellenspitze der Gruppe C. Ausschlaggebend für den Sieg war ein Doppelschlag in der zweiten Hälfte: Erst traf Giulio Donati per Rechtsschuss (58. Minute), dann köpfte Kyriakos Papadopoulos zum Endstand ein (63. Minute). Leverkusen hat somit zwei von drei Partien im laufenden Wettbewerb gewonnen.

Gegen den russischen Vizemeister schickte Bayer-Trainer Roger Schmidt fast die gleiche Mannschaft aufs Feld wie im vergangenen Champions-League-Gruppenspiel gegen Benfica Lissabon (3:1). Einzig Donati kam für Roberto Hilbert als Rechtsverteidiger neu in die Partie. Leverkusen startete gewohnt offensiv, hatte mit der hohen Aggressivität der Gäste jedoch seine Probleme.

Immer wieder stoppte Zenit die Kombinationen von Bayer durch robusten Körpereinsatz oder harte Grätschen. Die Folge: Nach 16 Minuten waren bereits Hulk, Javi García und Wiktor Fayzulin von St. Petersburg verwarnt. Leverkusen bestimmte zwar das Spiel, kam jedoch zu keinen klaren Torchancen.

SID

Als St. Petersburg konterte, zeigte sich die sonst stabile Bayer-Defensive kurzzeitig unsortiert. Domenico Criscito zog aus der Distanz ab. Sein Schuss wurde jedoch noch abgefälscht und war kein Problem für Bernd Leno. Für den Bayer-Torwart war es eine besondere Partie: Seine Eltern stammen aus Russland.

Vor der Pause erhöhte Leverkusen den Druck. Ein Dreifachschlag hätte ihnen fast die Führung gebracht. Erst probierte es Hakan Calhanoglu mit einem Aufsetzer, drei Minuten später hielt Petersburgs Yuri Lodygin einen Kopfball des Mittelfeldspielers. Zudem wehrte der Torwart einen Schuss aus 20 Metern von Heung-Min Son mit dem Fuß ab. Das 0:0 zur Pause war durchaus schmeichelhaft für die Russen. Es sollte aber nicht mehr lange halten.

Schnelles Umschaltspiel führt zum Tor

Ein typischer Bayer-Angriff sicherte in der 58. Minute das verdiente 1:0. Karim Bellarabi gewann tief in der eigenen Hälfte einen Zweikampf gegen den Brasilianer Hulk und leitete den Ball zu Calhanoglu weiter. Der Türke behielt die Übersicht und spielte den aufgerückten Donati an. Der Außenverteidiger schoss aus 17 Metern flach in die linke Ecke, keine Chance für Zenits Torhüter Lodygin.

Fünf Minuten später jubelte Leverkusen schon wieder. Papadopoulos, eben erst eingewechselt, köpfte aus sieben Metern zum 2:0 ein. Erneut hatte Calhanoglu das Tor vorbereitet - diesmal per Freistoß. Anschließend zog sich die Elf von Trainer Schmidt zurück und verwaltete den Vorsprung souverän. Einzig Hulk von St. Petersburg hatte noch eine gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Sein Schuss flog jedoch knapp am Bayer-Tor vorbei.

Der Offensivspieler stand wenig später erneut im Fokus. Nach einem Hackentrick von Hulk wusste sich Wendell von Bayer Leverkusen nur mit einem Handspiel zu helfen. Der Linksverteidiger sah dafür Gelb, es war seine zweite im Spiel. Er musste den Platz verlassen. Damit wird der Brasilianer seiner Mannschaft im Rückspiel am 4. November (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) fehlen.

Nachdem das andere Gruppenspiel zwischen dem AS Monaco und Benfica Lissabon 0:0 endete, übernimmt Leverkusen nach dem dritten Spieltag die Tabellenführung. Bayer hat sechs von neun möglichen Punkten geholt, auf dem zweiten Platz rangiert Monaco (5), vor St. Petersburg (4) und Lissabon (1).

Bayer Leverkusen - Zenit St. Petersburg 2:0 (0:0)
1:0 Donati (58.)
2:0 Papadopoulos (63.)
Leverkusen: Leno - Donati, Toprak, Spahic (60. Papadopoulos), Wendell - Reinartz, Lars Bender - Son, Calhanoglu (82. Jedvaj), Bellarabi (85. Brandt) - Kießling
St. Petersburg: Lodygin - Anyukov, Lombaerts, Garay, Criscito - Javi García, Fayzulin (62. Shatov) - Witsel (82. Kerzhakov), Danny, Hulk - Rondon
Schiedsrichter: Kuipers (Niederlande)
Zuschauer: 27.254
Gelbe Karten: keine - Fayzulin, Javi García, Hulk, Criscito, Rondon
Gelb-Rote Karte: Wendell (78., Leverkusen)

rzi

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2003 AC Mailand
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2001 FC Bayern München
2000 Real Madrid
1999 Manchester United
1998 Real Madrid
1997 Borussia Dortmund
1996 Juventus Turin
1995 Ajax Amsterdam
1994 AC Mailand
1993 Olympique Marseille


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