Champions League Leverkusen verliert beim AS Monaco

Schon neun Tore hat Leverkusen in der Bundesliga geschossen, in der Champions League aber tat sich Bayer schwer: In Monaco vergab das Team beste Chancen und startete mit einer Niederlage.

Leverkusens Castro (r.): Auftaktniederlage in Monaco
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Leverkusens Castro (r.): Auftaktniederlage in Monaco


Hamburg - Bayer Leverkusen ist mit einer Niederlage in die neue Saison der Champions League gestartet. Obwohl der Bundesligist die Partie gegen den AS Monaco meist dominierte und zu zahlreichen guten Chancen kam, gewann der Klub aus dem Fürstentum 1:0 (0:0) durch ein Tor des Portugiesen João Moutinho (61. Minute).

"Das war sehr bitter", sagte Bayer-Trainer Roger Schmidt nach dem Spiel. Sein Team habe defensiv sehr gut gestanden und wenig zugelassen. "Wenn man so überlegen ist", sagte Schmidt, "sollte man das auch im Ergebnis ausdrücken. Aber es war nur eines von sechs Spielen in dieser Gruppe."

Schmidt hatte mit nur einer Ausnahme auf die Mannschaft vertraut, die am Freitag viele Chancen vergeben und gegen Werder Bremen nur unentschieden (3:3) gespielt hatte. Torschütze Heung-Min Son ersetzte Levin Öztunali in der Startelf. In der Gruppe C, in der neben Bayer und Monaco noch Benfica Lissabon und Zenit St. Petersburg spielen, könne man "erster werden, man kann aber auch letzter werden", sagte Sportchef Rudi Völler schon vor dem Anpfiff.

Das ohnehin nicht gerade große Stadion Louis II war mit 10.000 Zuschauern nur zur Hälfte gefüllt. Doch die Monaco-Fans hatten schon kurz nach Anpfiff erstmals Grund, laut zu werden. Im Duell mit Yannick Ferreira Carrasco ging Gonzalo Castro im Strafraum grenzwertig in den Zweikampf, doch Schiedsrichter Pavel Kralovec aus Tschechien gab keinen Elfmeter. Da waren erst 55 Sekunden gespielt.

Bellarabi, Castro und Calhanoglu vergeben gute Chancen

Beim AS Monaco wurde vor dieser Saison deutlich weniger Geld investiert als noch im Vorjahr, die Abgänge der Superstars James Rodríguez und Radamel Falcao wurden nicht kompensiert - und so stand mal wieder ein alter Bekannter aus der Bundesliga in der Startelf: Dimitar Berbatow, der selbst lange für Leverkusen spielte (2001 bis 2006).

Als der Bulgare Leverkusen verließ, nahm Stefan Kießling seinen Platz im Bayer-Sturm ein. Der Bundesliga-Torschützenkönig von 2013 wurde auch in Monaco von Beginn an von seinen Mitspielern gesucht, hatte aber zunächst einen schweren Stand gegen die AS-Innenverteidigung. Die bis dahin beste Chance vergab Castro, der nach Pass von Hakan Calhanoglu aber verzog (13. Minute). Eben noch Vorbereiter, dann fast Torschütze: Calhanoglu traf zwei Minuten später nach schöner Einzelleistung das Außennetz.

Die beste Chance der ersten Hälfte hatte der zuletzt so starke Karim Bellarabi, doch frei vor dem Torhüter verzog der Angreifer (36.). Auch Castro, Calhanoglu und Son verpassten es, vor der Pause eine der guten Gelegenheiten zu nutzen.

Und so kam es nach der Pause, wie es kommen musste: Monaco ging in Führung. Berbatow legte einen langen Pass per Kopf auf Moutinho ab und der traf zum 1:0. Die gesamte Abwehr des Bundesligisten sah dabei nicht gut aus. Leverkusen war plötzlich aus dem Spiel, die Sicherheit war weg. Bayer kam erst in der 80. Minute noch mal gefährlich vor das Tor des Gegners, aber Bellarabi reagierte nach einem Abpraller zu spät.

AS Monaco - Bayer Leverkusen 1:0 (0:0)
1:0 Moutinho (61.)
AS Monaco: Subasic - Fabinho, Carvalho, Raggi, Kurzawa - Kondogbia, Toulalan, Moutinho - Ferreira (86. Dirar), Berbatov, Ocampos (57. Bernardo)
Leverkusen: Leno - Jedvaj (65. Donati), Spahic, Toprak (71. Reinartz), Boenisch - Lars Bender (76. Drmic), Castro - Bellarabi, Calhanoglu, Son - Kießling
Schiedsrichter: Pavel Kralovec (Tschechien)
Zuschauer: 8130
Gelbe Karten: Ferreira, Kurzawa - Boenisch, Spahic

luk

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insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
Drunken Masta 17.09.2014
1. Cl
In der Champions League muss man seine Chancen eben nutzen, alles andere wird bestraft. Da hilft es auch nicht eine Stunden die bessere Mannschaft zu sein. Sollte man dran arbeiten sonst wirds wieder eine eher kurzes Vergnügen für Leverkusen
petruz 17.09.2014
2. 8000
zuschauer in der champions league...
aurichter 17.09.2014
3. Harmlos
harmloser - Leverkusen ! Anders lässt sich diese Vorstellung des derzeitigen Spitzenreiters ( man beachte dies) der BL nicht beschreiben. Mit der Leistung wünscht man sich daß dieser Verein bereits nach der Gruppenphase als 4ter der Gruppe aus Europa verabschiedet. Wieder einmal haben Spieler wie Kießling und Castro bewiesen das Sie das Niveau für CL nicht haben, nicht hatten und auch nicht mehr erreichen werden. Bedauerlich daß Teams wie Gladbach und Wolfsburg nicht mehr an B04 vorbeiziehen konnten in der letzten Saison. Es lässt schlimmes für die restlichen Gruppenspiele befürchten, denn so wird das nichts auch in der Gruppe.
Andreas58 17.09.2014
4. Ach Vizekusen,
das Übliche ist passiert: National hui , international pfui !
goethestrasse 17.09.2014
5. typisch
Wieder mal Leverkusen, wie wir es kennen. Zu Hause interessiert sich keiner für sie und wenn sie mal was international reissen sollen, dann kapitulieren sie.
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