Von Nils Kemter und Robert Berg
Hamburg - Torhüter Manuel Neuer freut sich auf das Duell mit seinen Nationalmannschaftskollegen Lukas Podolski und Per Mertesacker. Bayerns Finanzchef Karl Hopfner findet, "London ist eine Reise wert". Das Champions-League-Achtelfinale führt die Münchner zum FC Arsenal. Das ergab die Auslosung in Nyon.
Weil der englische Spitzenclub in dieser Spielzeit bislang nur selten überzeugt hat, sieht Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge sein Team in der Favoritenrolle. "Dennoch dürfen wir auf keinen Fall den Fehler machen, den Gegner zu unterschätzen. Es wird kein Selbstläufer". "Wir alle und die Fans können uns auf stimmungsvolle Spiele freuen. Unsere Chancen aufs Weiterkommen sind da", sagte Kapitän Philipp Lahm.
Podolski ist mit wettbewerbsübergreifend acht Treffern Top-Torschütze der "Gunners". Von 2007 bis 2009 spielte der heute 27-Jährige für den FC Bayern, war aber meist nur Ersatzspieler. Beim FC Arsenal ist Podolski zwar gesetzt, den Abgang von Stürmer Robin van Persie (Manchester United) konnte aber auch er nicht wie erhofft auffangen.
Vor der wohl schwersten Hürde im Achtelfinale steht Borussia Dortmund gegen Schachtjor Donezk. "Sportlich ist das eine enorme Herausforderung. Da dürfen sich die beiden größten Überraschungen dieser Champions-League-Saison gegenseitig rausschmeißen", sagte Klopp. Donezk hatte sich in der Gruppenphase gegen Champions-League-Sieger FC Chelsea durchgesetzt und die Runde der letzten 16 auf Platz zwei hinter Juventus Turin erreicht. In der ukrainischen Meisterschaft liegt der Double-Sieger nach 18 Spieltagen bereits mit 13 Punkten Vorsprung in Führung.
Im Jahr 2009 feierten die Ukrainer mit dem Gewinn des Uefa-Pokals den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Für BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist der Club alles andere als ein leichtes Los: "Es war nicht unbedingt unser Wunschgegner. Das ist eine schwere Aufgabe, aber wir haben in der Gruppenphase gezeigt, dass wir uns gegen starke Gegner durchsetzen können", sagte Watzke.
Zu einem Wiedersehen mit alten Bekannten kommt es auch beim Duell zwischen Schalke 04 und Galatasaray Istanbul. Hamit Altintop, in Gelsenkirchen geboren und von 2003 bis 2007 Profi des Clubs, spielt seit dem Sommer für den 18-maligen türkischen Meister. Mit sechs Toren praktisch im Alleingang schoss jedoch Stürmer Burak Yilmaz Galatasaray ins Achtelfinale. Zusammen mit Cristiano Ronaldo war er bester Torschütze der Vorrunde. Die Mannschaft von Trainer Fatih Terim hatte Rang zwei hinter Manchester United belegt.
"Im Achtelfinale gibt es keine einfachen Gegner. Aber ganz klar: Ich sehe Chancen für uns, das Viertelfinale zu erreichen, wenn wir unsere Leistung bringen", sagte Trainer Jens Keller nach der Auslosung. Kapitän Benedikt Höwedes warnte vor einem "Hexenkessel" in Istanbul.
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