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Champions League: Benfica siegt gegen Zenit in der Nachspielzeit

Benficas Jonas: Siegtor in der Nachspielzeit Zur Großansicht
AFP

Benficas Jonas: Siegtor in der Nachspielzeit

Später Erfolg: Benfica Lissabon hat gegen Zenit St. Petersburg gewonnen und gute Chance auf das Viertelfinale. Unsportlicher Höhepunkt: Im Rückspiel werden gleich vier Akteure wegen einer Sperre fehlen.

Benfica Lissabon hat sich eine ordentliche Ausgangsposition auf das Weiterkommen in der Champions League verschafft. Der Vertreter aus Portugal siegte im Achtelfinal-Hinspiel gegen Zenit St. Petersburg 1:0 (0:0). Jonas bescherte Lissabon den Siegtreffer in der Nachspielzeit (90.+1 Minute).

Die beiden Klubs waren bereits in der Champions-League-Saison 2011/2012 im Achtelfinale aufeinander getroffen. Damals hatte Zenit das Nachsehen und schied aus.

Ein Favorit war vor der Begegnung nur schwer auszumachen. Zenit beendete die Vorrunde der "Königklasse" mit 15 Punkten zwar souverän als Gruppenerster, hat jedoch seit Anfang Dezember kein Pflichtspiel mehr bestritten. In Russland ruht der reguläre Spielbetrieb bis März. Zudem ist der Vorjahresmeister in der heimischen Liga nur Fünfter.

Benfica verfügt über mehr Spielpraxis, musste zuletzt nach einer 1:2-Niederlage gegen den FC Porto aber eine Enttäuschung hinnehmen: Am vergangenen Wochenende verlor das Team die Tabellenführung in der portugiesischen Liga an den Stadtrivalen Sporting.

Benfica überlegen, Zenit lauert auf das Auswärtstor

Lissabon bestimmte das Geschehen in den Anfangsminuten und hatte phasenweise über 80 Prozent Ballbesitz. Zenit begann mit den drei ehemaligen Benfica-Profis Axel Witsel, Javi García und Ezequiel Garay in der Startelf und versuchte mit schnellen Gegenstößen vor das Tor zu kommen - das gelang nur selten. Für Torgefahr sorgte lange Zeit keine der beiden Mannschaften.

Zuschauer, Spieler und Trainer brauchten Geduld: Es dauerte 19 Minuten bis Benficas Rechtsaußen Pizzi den ersten zaghaften Versuch auf das Tor brachte. Gefährlicher war ein Abschluss von Jonas aus der Distanz. Sein abgefälschter Schuss flog knapp rechts vorbei (29.).

In der Folge blieb Lissabon spielerisch leicht überlegen, ohne zu sehr Risiko zu gehen. Der Grund: Die Gefahr durch einen Konter ein Gegentor zu kassieren. Zenits Hulk und Artyom Dzyuba lauerten auf Möglichkeiten und das wichtige Auswärtstor.

Vier Spieler fehlen im Rückspiel

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischte Zenit. In der 52. Minute prüfte Witsel Benficas Torwart mit einem Aufsetzer aus der Distanz. Júlio César ließ den Ball nur nach vorne prallen und die Heimmannschaft hatte Glück, dass Dzyuba den Abstauber verpasste.

Die Partie gestaltete sich offen: zwar wenige gefährliche Höhepunkte, dafür viele Gelbe Karte. Im Rückspiel werden gleich vier Akteure wegen einer Sperre fehlen: André Almeida und Jardel von Lissabon sowie García und Domencio Criscito (Platzverweis) auf russischer Seite.

Erst in der Endphase des Spiels erhöhte Benfica den Druck und es ergaben sich bessere Möglichkeiten für das Team. Nicolás Gaitán scheiterte an Zenit-Torwart Yuri Lodygin mit einem Versuch aus sechs Metern, drei Minuten später ließ Jardel eine weitere Großchance ungenutzt. Immer wieder kam Lissabon in die Nähe des Strafraums - und kurz vor dem Abpfiff gelang auch noch der verdiente Siegtreffer. Jonas verwertete eine Freistoß-Hereingabe von Gaitán per Kopf.

Benfica Lissabon - Zenit St. Petersburg 1:0 (0:0)
1:0 Jonas (90.+1)

Lissabon: Julio Cesar - Almeida, Lindelöf, Jardel, Eliseu - Samaris, Sanches - Pizzi (71. Carcela-Gonzalez), Jonas, Gaitán - Mitroglou (63. Jimenez). - Trainer: Vitoria
St. Petersburg: Lodygin - Anjukow, Garay, Lombaerts, Criscito - Witsel, García - Shatov (81. Schirkow), Hulk, Danny (87. Mauricio) - Dzyuba (74. Kokorin). - Trainer: Villas-Boas
Schiedsrichter: Gianluca Rocchi (Italien)
Zuschauer: 48.615
Gelb-Rote Karte: Criscito wegen wiederholten Foulspiels (90.)
Gelbe Karten: Almeida (3), Jardel (3), Pizzi, Jonas (2) - Witsel (4), Garcia (5)

jan

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1998 Real Madrid
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