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Champions League: Juve zerstört Dortmunds Europa-Traum

Dortmunds Niederlage: Juve jubelt Fotos
DPA

Das war's: Borussia Dortmund hat sich im eigenen Stadion von Juventus Turin vorführen lassen und das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League 0:3 verloren. Die Klopp-Elf kam kaum zu Chancen, der italienische Meister war zu clever.

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Aus, vorbei, Borussia Dortmund ist im Achtelfinale der Champions League gescheitert. Im Rückspiel verlor der BVB im eigenen Stadion 0:3 (0:1) gegen Juventus Turin. Die Tore für den italienischen Meister schossen Carlos Tévez (3. Minute/80.) und Álvaro Morata (70.). Zuvor waren bereits Schalke und Leverkusen ausgeschieden, der FC Bayern ist damit das letzte verbliebene deutsche Team im Wettbewerb.

"Wir sind alle sehr enttäuscht. Wir hatten uns mehr vorgenommen, kamen aber nicht in Schwung", sagte BVB-Torhüter Roman Weidenfeller im ZDF.

Der Sprung ins Viertelfinale, unter die besten acht Teams in Europa: Dortmund wusste, dass es an diesem Abend die Chance hatte, diese - vorsichtig formuliert - durchwachsene Saison zu einer etwas besseren zu machen. Tatsächlich war die Ausgangslage nach dem Hinspiel in Turin gar nicht schlecht, nach dem 1:2 im Hinspiel hätte bereits ein 1:0 gereicht, um zum dritten Mal in Folge ins Viertelfinale einzuziehen.

Bis auf die Dauerverletzten Lukasz Piszczek und Kevin Großkreutz sowie Nuri Sahin standen Trainer Jürgen Klopp alle Profis zur Verfügung - im Gegensatz zu dessen Juve-Kollegen Massimiliano Allegri, der auf Routinier Andrea Pirlo verzichten musste. Klopp ließ Sokratis für Oliver Kirch in der Abwehr auflaufen, im Mittelfeld durfte Sven Bender für Sebastian Kehl ran, Kevin Kampl ersetzte Shinji Kagawa in der Offensive.

Weidenfeller kommt zu spät

Doch der Slowene hatte zunächst nicht viele Möglichkeiten, ins Spiel einzugreifen, Juve war in den Anfangsminuten das druckvollere Team. Bei seiner ersten Chance nach einem Konter scheiterte Tévez noch an Dortmunds Mats Hummels, doch nur eine Minute später kam er nach einem Pass von Patrice Evra aus 21 Metern Entfernung frei zum Schuss: 0:1. Weidenfeller hatte zwar in der richtigen Ecke gestanden, war jedoch den entscheidenden Schritt zu langsam.

Dortmund versuchte, sich von dem Schock schnell zu erholen und das Spiel in Juventus' Hälfte zu verlagern. Doch die Gäste verteidigten aggressiv und provozierten so immer wieder Ballverluste und ungenaue Zuspiele bei der Klopp-Elf. So ging die nächste Chance wieder an die Italiener: Rechtsverteidiger Stephan Lichtsteiner zwang Weidenfeller zu einer Flugeinlage (15.).

Klopp hatte vor dem Spiel vorhergesagt, dass Juve sich vor allem auf seine tiefe und kompakte Abwehr konzentrieren werde - und er behielt recht. Dortmund fand spielerisch keinen Weg vor Buffons Tor, und auch die Freistöße von Marco Reus (21./23.) kamen zu ungenau. So ging es bis zur Pause weiter: Der BVB wollte, hatte auch deutlich mehr Ballbesitz, konnte aber nicht. Wenn der Ball in Juves Strafraum gelangte, dann nach Standards, und immer waren Buffon und seine Vorderleute zur Stelle.

Tévez trifft zum Endstand

Was auch immer die Dortmunder sich in der Halbzeitpause vorgenommen hatten: Es funktionierte nicht. Denn erneut war es Juve, das gefährlich wurde. Morata konnte mit dem Ball über die halbrechte Seite gleich zweimal unbedrängt in Richtung Weidenfeller durchdribbeln, zweimal parierte der Keeper mit viel Körpereinsatz (50./56.). Im Gegenzug blieb Henrich Mchitarjan bei einem Konterversuch in Turins Abwehr hängen (51.), Kampl schoss Buffon von der Strafraumgrenze aus direkt in die Arme (63.).

Klopp stärkte in der letzten halben Stunde noch einmal die Offensive und brachte Adrian Ramos für Bender, der wenig überzeugende Mchitarjan musste Jakub Blaszczykowski weichen. Doch der erhoffte Effekt blieb aus. Stattdessen bediente Tévez seinen Sturmpartner Morata, der locker an Weidenfeller vorbeischießen konnte. Die bis dahin beste Chance der Dortmunder - ein Kopfball von Ramos, den Buffon abprallen ließ (78.) - ging im dritten Gegentreffer unter: Arturo Vidal schickte Tévez in den Strafraum, der aus halbrechter Position zum Endstand traf.

Borussia Dortmund - Juventus Turin 0:3 (0:1)
0:1 Tevez (3.)
0:2 Morata (70.)
0:3 Tevez (79.)
Dortmund: Weidenfeller - Sokratis, Subotic, Hummels, Schmelzer (46. Kirch) - Sven Bender (63. Ramos), Gündogan - Kampl, Mchitarjan (63. Blaszczykowski), Reus - Aubameyang
Turin: Buffon - Lichtsteiner, Bonucci, Chiellini, Evra - Vidal, Marchisio, Pogba (27. Barzagli) - Pereyra - Tevez (81. Pepe), Morata (78. Matri)
Schiedsrichter: Mazic (Serbien)
Zuschauer: 65.851 (ausverkauft)
Gelbe Karte: Reus -

psk

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insgesamt 36 Beiträge
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1.
MarkusW77 18.03.2015
Absolut verdient raus. Faire Geste vom Klopp direkt nach Ende sofort zu gratulieren. Aber das reicht definitiv nicht mehr. Saison irgendwie zu Ende bringen und dann mal schauen. Egal wie, wir hatten geile Jahre mit Klopp.
2. Und ab morgen...
spon-facebook-10000065148 18.03.2015
Fordern 17 Vereine der Liga wieder mehr TV Gelder...
3. Schade BVB
vhn 18.03.2015
Aber leider ist momentan nicht mehr drin....
4. Hochverdient raus....
minga1972 18.03.2015
Insoweit hat Mats Hummels sehr recht. Ein weiterer Tiefpunkt einer katastrophalen Saison mit dem zweitteuersten Kader der Liga. Begleitet von einem Pfeifkonzert und massenhaften Abwandern des Publikums. Aber: Hochmut kommt vor dem Fall. Es scheint doch nur einen Leuchtturm in Deutschland zu geben.
5. chancenlos ausgeschieden
Levator 18.03.2015
Kein internationales Niveau. Gottseidank bleibt uns diese Truppe in der nächsten Spielzeit von Anfang an in der CL erspart.
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2001 FC Bayern München
2000 Real Madrid
1999 Manchester United
1998 Real Madrid
1997 Borussia Dortmund
1996 Juventus Turin
1995 Ajax Amsterdam
1994 AC Mailand
1993 Olympique Marseille


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