Hamburg - Schachtjor Donezk hat dank eines 5:2 (2:2)-Sieges beim dänischen Club FC Nordsjaelland in Kopenhagen den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale gefeiert. Doch die Champions-League-Partie dürfte noch für viel Diskussion sorgen. Beim Stand von 1:0 für die Dänen schoss Donezk Mittelfeldspieler Willian das Spielgerät nach einem Schiedsrichterball zurück in Richtung des Nordsjaelland-Tores. Ein üblicher Vorgang, der Gegner darf das Spiel neu aufbauen. Eigentlich. Doch Schachtjor-Stürmer Luiz Adriano ging dazwischen, umkurvte Torhüter Jesper Hansen und traf zum Ausgleich (26. Minute).
Die Dänen protestierten, einige Donezk-Profis stellten daraufhin das Verteidigen ein, um Nordsjaelland die erneute Führung zu ermöglichen. Doch nicht alle Spieler machten mit. Kurz darauf gelang den Gastgebern zwar das 2:1, am Ende setzte sich Donezk dank zweier Treffer von Willian (44./50.) und zwei weiteren Toren von Luiz Adriano (53./81.) durch.
Dagegen droht Titelverteidiger Chelsea in der Gruppe E das Aus. Bei Juventus Turin unterlagen die Londoner 0:3 (0:1) und rutschten in der Gruppe E mit sieben Punkten auf Rang drei ab. Für Juventus trafen Fabio Quagliarella (38.), der Ex-Leverkusener Arturo Vidal (61.) und Giovinco (90.+1). Damit reicht Turin im letzten Spiel in Donezk ein Remis zum Achtelfinaleinzug.
Di Matteo nach Turin-Pleite bei Chelsea entlassen
Nicht einmal zwölf Stunden nach dieser Pleite trennte sich Chelsea von Trainer Roberto Di Matteo. "Die jüngsten Leistungen der Mannschaft und die Resultate waren nicht gut genug. Die Besitzer und der Vorstand waren der Meinung, dass eine Veränderung notwendig ist", teilte der Club am Mittwochmorgen mit.
Auch der FC Barcelona steht im Achtelfinale. Bei Spartak Moskau setzte sich der 21-malige spanische Meister souverän 3:0 (3:0) durch und steht damit einen Spieltag vor Ende der Gruppenphase in der Runde der besten 16 Mannschaften.
Dem Argentinier Lionel Messi gelang ein Doppelpack (27./39.) - es waren seine Tore Nummer vier und fünf in der laufenden Champions-League-Saison. Dani Alves hatte die in allen Belangen überlegenen Gäste in Führung gebracht (16.). Durch die Heimniederlage hat Moskau in der Gruppe G keine Chance mehr, ins Achtelfinale einzuziehen. Hinter Barcelona kämpfen Benfica Lissabon und Celtic Glasgow um Rang zwei. Dank eines 2:1 (1:1)-Sieges im direkten Duell überholte Lissabon die Schotten (beide 7 Punkte), allerdings trifft Benfica am 5. Dezember auf Barça.
Ähnlich ist die Konstellation in der Gruppe H. Galatasaray Istanbul (7 Punkte) feierte einen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den bereits zuvor für das Achtelfinale qualifizierten englischen Rekordmeister Manchester United. Allerdings bleibt auch der punktgleiche rumänische Vertreter CFR Cluj nach einem 3:1 (3:1) gegen den SC Braga im Rennen. Matchwinner war Rui Pedro mit drei Treffern (7., 15., 33.).
In der Bayern-Gruppe F musste Bate Borissow eine überraschende Heimniederlage hinnehmen. Der weißrussische Serienmeister unterlag in Minsk dem zuvor punktlosen französischen Vertreter OSC Lille nach Gegentoren durch Djibril Sidibe (14.) und Gianni Bruno (31.) 0:2 (0:2). Bei Lille sah Torschütze Sidibe in der 74. Minute Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels.
jar/max/sid
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