Champions League: Donezk schießt Skandaltor, Chelsea trennt sich von Di Matteo

Donezk-Stürmer Luiz Adriano missachtete im Spiel bei Nordsjaelland den Fair-Play-Gedanken auf üble Art und Weise - und schoss ein Tor, obwohl der Ball an die Dänen zurückgegeben werden sollte. Titelverteidiger Chelsea droht das Aus. Der Club trennt sich daher von Trainer Roberto Di Matteo.

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ap

Schachtjor-Stürmer: Donezk lässt Fair-Play-Gedanken vermissen

Hamburg - Schachtjor Donezk hat dank eines 5:2 (2:2)-Sieges beim dänischen Club FC Nordsjaelland in Kopenhagen den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale gefeiert. Doch die Champions-League-Partie dürfte noch für viel Diskussion sorgen. Beim Stand von 1:0 für die Dänen schoss Donezk Mittelfeldspieler Willian das Spielgerät nach einem Schiedsrichterball zurück in Richtung des Nordsjaelland-Tores. Ein üblicher Vorgang, der Gegner darf das Spiel neu aufbauen. Eigentlich. Doch Schachtjor-Stürmer Luiz Adriano ging dazwischen, umkurvte Torhüter Jesper Hansen und traf zum Ausgleich (26. Minute).

Die Dänen protestierten, einige Donezk-Profis stellten daraufhin das Verteidigen ein, um Nordsjaelland die erneute Führung zu ermöglichen. Doch nicht alle Spieler machten mit. Kurz darauf gelang den Gastgebern zwar das 2:1, am Ende setzte sich Donezk dank zweier Treffer von Willian (44./50.) und zwei weiteren Toren von Luiz Adriano (53./81.) durch.

Dagegen droht Titelverteidiger Chelsea in der Gruppe E das Aus. Bei Juventus Turin unterlagen die Londoner 0:3 (0:1) und rutschten in der Gruppe E mit sieben Punkten auf Rang drei ab. Für Juventus trafen Fabio Quagliarella (38.), der Ex-Leverkusener Arturo Vidal (61.) und Giovinco (90.+1). Damit reicht Turin im letzten Spiel in Donezk ein Remis zum Achtelfinaleinzug.

Di Matteo nach Turin-Pleite bei Chelsea entlassen

Nicht einmal zwölf Stunden nach dieser Pleite trennte sich Chelsea von Trainer Roberto Di Matteo. "Die jüngsten Leistungen der Mannschaft und die Resultate waren nicht gut genug. Die Besitzer und der Vorstand waren der Meinung, dass eine Veränderung notwendig ist", teilte der Club am Mittwochmorgen mit.

Auch der FC Barcelona steht im Achtelfinale. Bei Spartak Moskau setzte sich der 21-malige spanische Meister souverän 3:0 (3:0) durch und steht damit einen Spieltag vor Ende der Gruppenphase in der Runde der besten 16 Mannschaften.

Dem Argentinier Lionel Messi gelang ein Doppelpack (27./39.) - es waren seine Tore Nummer vier und fünf in der laufenden Champions-League-Saison. Dani Alves hatte die in allen Belangen überlegenen Gäste in Führung gebracht (16.). Durch die Heimniederlage hat Moskau in der Gruppe G keine Chance mehr, ins Achtelfinale einzuziehen. Hinter Barcelona kämpfen Benfica Lissabon und Celtic Glasgow um Rang zwei. Dank eines 2:1 (1:1)-Sieges im direkten Duell überholte Lissabon die Schotten (beide 7 Punkte), allerdings trifft Benfica am 5. Dezember auf Barça.

Ähnlich ist die Konstellation in der Gruppe H. Galatasaray Istanbul (7 Punkte) feierte einen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den bereits zuvor für das Achtelfinale qualifizierten englischen Rekordmeister Manchester United. Allerdings bleibt auch der punktgleiche rumänische Vertreter CFR Cluj nach einem 3:1 (3:1) gegen den SC Braga im Rennen. Matchwinner war Rui Pedro mit drei Treffern (7., 15., 33.).

In der Bayern-Gruppe F musste Bate Borissow eine überraschende Heimniederlage hinnehmen. Der weißrussische Serienmeister unterlag in Minsk dem zuvor punktlosen französischen Vertreter OSC Lille nach Gegentoren durch Djibril Sidibe (14.) und Gianni Bruno (31.) 0:2 (0:2). Bei Lille sah Torschütze Sidibe in der 74. Minute Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels.

jar/max/sid

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1.
spon-facebook-1563233788 21.11.2012
Fehler!!! "Doch Schachtjor-Stürmer Luiz Adriano ging dazwischen, umkurvte Torhüter Jesper Hansen und traf zum Ausgleich." Es muss heißen: "Donezk-Stürmer"
2. optional
fisschfreund 21.11.2012
Wieso soll das für viele Diskussionen sorgen? Es geht NUR ums Geld und um persönliche Erfolge der einzelnen Spieler, um den eigenen Marktwert zu steigern. Fair Play ist doch schon ganz lange "out".
3. Adriano - Dummkopf
ogniflow 21.11.2012
Zitat von fisschfreundWieso soll das für viele Diskussionen sorgen? Es geht NUR ums Geld und um persönliche Erfolge der einzelnen Spieler, um den eigenen Marktwert zu steigern. Fair Play ist doch schon ganz lange "out".
Hätten sie das Spiel gesehen, würden sie nicht solch einen Unfug reden. Es ging um einen Spieler,der zu dämlich war die Regel zu beachten ( und dafür von seinen Mitspielern zurechtgewiesen wurde ). Im Gegenzug gestattete man den Dänen dann das 2-1, quasi ohne Gegenwehr - alles war wieder im Lot.
4.
future-trunks 21.11.2012
Zitat von fisschfreundWieso soll das für viele Diskussionen sorgen? Es geht NUR ums Geld und um persönliche Erfolge der einzelnen Spieler, um den eigenen Marktwert zu steigern. Fair Play ist doch schon ganz lange "out".
Allerdings ist fairplay in den uefa-statuten festgeschrieben. meiner meinung nach kann und sollte dies sogar folgen für den spieler oder gar für den verein haben.
5. Artikel lesen!
anomie 21.11.2012
Zitat von fisschfreundWieso soll das für viele Diskussionen sorgen? Es geht NUR ums Geld und um persönliche Erfolge der einzelnen Spieler, um den eigenen Marktwert zu steigern. Fair Play ist doch schon ganz lange "out".
Lesen sie überhaupt, bevor sie kommentieren? Es gab durchaus spieler, die sein fehlverhalten ausgleichen wollten. Und die hätten auch ihre prämie verloren.
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