Von Christian Paul und Alexander Siebert
Tower Bridge, Big Ben, Buckingham Palace: Für die Sehenswürdigkeiten werden sie wenig Zeit haben. Die Fußballer des FC Bayern München sind am Dienstag nicht als Touristen in London. Doch wie viele andere Besucher der englischen Hauptstadt auch wollen Manuel Neuer, Franck Ribéry und Co. nur allzu gerne wiederkommen.
Am 25. Mai steigt im Londoner Wembley-Stadion das Champions-League-Finale. Die Bayern, daran gibt es vor dem Achtelfinale gegen den FC Arsenal (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) keinen Zweifel, sind ein ernsthafter Kandidat für das Endspiel.
In der Bundesliga dominiert der Tabellenführer die Konkurrenz nach Belieben. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ist ob der großartigen Form des Teams begeistert, im Europacup gehe es nun aber erst richtig los. Das Selbstbewusstsein beim deutschen Rekordmeister ist groß. Nicht nur Thomas Müller will "dieses Ding" endlich gewinnen, den Champions-League-Pokal.
Beim Gegner geht es wieder ein wenig nostalgisch zu. Wie nahezu vor jedem großen internationalen Duell erinnert sich der Arsenal-Fan an all die, die einmal da waren, in den guten alten Zeiten. Aufzählung gefällig? Bitte schön: Robin van Persie, Thierry Henry, Cesc Fàbregas, Samir Nasri, Mathieu Flamini, Patrick Vieira, Kolo Touré, Emanuel Adebayor, Ashley Cole, Sol Campbell, Robert Pirès, Alexandre Song.
Arsenals Sehnsucht nach der guten, alten Zeit
Doch das ist noch gar nichts. Es gibt da nämlich noch diese Statistik: Laut "Daily Mail" holten die Spieler, die die "Gunners" seit dem bisher letzten Titelgewinn im Jahr 2005 verlassen haben, in dieser Zeit 73 Titel. Dreiundsiebzig.
Beim Tabellenfünften der Premier League stehen heute allerdings immer noch reihenweise Nationalspieler im Kader. Theo Walcott oder Jack Wilshere zum Beispiel. Oder Per Mertesacker und Lukas Podolski. Der Ex-Münchner sieht sein neues Team gegen die Bayern keineswegs chancenlos, auf ihn werden die Blicke besonders gerichtet sein.
Kann Podolski die im Europacup alles andere als unüberwindbare Abwehr der Bayern (schon sieben Gegentore) in Verlegenheit bringen? Wie kommt Arsenals Defensive mit Franck Ribéry, Mario Mandzukic oder Thomas Müller zurecht?
SPIEGEL ONLINE hat sich die Duelle des Dienstagabends genau angeschaut, analysiert Stärken und Schwächen jedes Spielers - von ballsicheren Mittelfeldstrategen bis zu wackligen Torhütern. Hier geht es zum Mann-gegen-Mann-Vergleich für das Achtelfinal-Hinspiel zwischen dem FC Arsenal und Bayern München.
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