Champions-League-Analyse Warum die Hoffnung Ribéry heißt

Klar dominiert, und doch verloren: Im Halbfinal-Rückspiel müssen die Bayern in Madrid mindestens zwei Tore erzielen. Die grafische Analyse zeigt, warum sie dabei nicht auf Franck Ribéry verzichten sollten.

AFP

Von Michel Massing und Philip Dehnbostel


Als die Münchner Spieler nach der 1:2-Niederlage im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid Rede und Antwort stehen mussten, lautete der einhellige Tenor: Man habe eigentlich ein gutes Spiel abgeliefert, es nur versäumt, die Chancen zu nutzen. Wer tatsächlich ein gutes Spiel machte, war Franck Ribéry.

Trotz der zwischenzeitlichen Führung und einer Bilanz von 17:7 Torschüssen, 10:3 Ecken und 60% Ballbesitz gingen die Bayern zum sechsten Mal in Folge gegen Real Madrid als Verlierer vom Platz. Ein genauerer Blick auf die Zahlen zum Spiel offenbart, dass die Bayern zwar 17 Abschlüsse verbuchen konnten, vor dem Tor aber ungewohnt unsicher agierten. In der zweiten Hälfte, in der Bayern den Gegner tief in dessen Hälfte drängte, brachten beide Teams genau zwei Torschüsse zustande.

Den größten Einfluss auf das Offensivspiel des FCB hatte Ribéry. Der Flügelstürmer konnte sich immer wieder erfolgreich durchsetzen und leitete eine Vielzahl von gefährlichen Aktionen ein. Die grafische Analyse zeigt, warum vor allem der Franzose Hoffnungen für das Rückspiel nährt.

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rolantik 26.04.2018
1. Falsche Rechnung
Gewinnen kann Bayern nur, wenn sie mehr Tore als Madrid häten. Bei 2 Toren, die sie erzielen müssen, würde voraussetzen, dass Madrid kein Tor schiesst!! Also: wer rechnen kann ist echt im Vorteil!
Nonvaio01 26.04.2018
2. aber auch er
hat das Tor nicht getroffen, und er hatte die beste chance frei vor dem Torwart. der FCB ist immer gut fuer 2 Tore.....zur neuen saison muss da aber was besseres her als stuermer.
maxg68 26.04.2018
3. ist das alles?
Bei allem Respekt vor Ribery und seinen bisherigen Leistungen der vergangenen Jahre, aber da sage ich als Bayern-Fan: "ist das alles"? Ein 35-jähriger Linksaussen, der sich (ähnlich wie der "Robben-Move") in regelmäßigen Abständen an der Grundlinie festläuft, gegen ein eigentlich nur verbesserungswürdiges Real Madrid? Darin liegt die Hoffnung? Nicht in einem Robert Lewandowski oder einem Thomas Müller, die vielleicht einfach mal ihre Chancen verwerten? In einem Thiago, der idealerweise weniger Fehlpässe spielt? In einer dann bitte auch stabilen Innenverteidigung, die durch den Ausfall von Jerome Boateng deutlich geschwächt ist? Fällt was auf?
kydianta 26.04.2018
4. "Pampers" voll
"klar dominiert, ..."?! Das kommt mir ... spanisch vor. Denn hätten sie tatsächlich dominiert - das Wort erklärt sich von selbst -, hätten sie von den 7 reellen Torchanchen mindestens drei-vier Toren erzielen können. Nur die Bayern-Helden hatten die "Pampers" voll - reine Fußball-Psycholgie. Hätten sie gegen den HSV oder den FC-Köln gespielt, wären aus den Torchancehn mindestens drei Toren geworden. Nur, Real-Madrid ist eben eine andere "Liga"! Den Madrillenen hat eine halbe Stunde guten Spiels gereicht, um den Bayern die Grenze zu zeigen. Vielleicht war das nötig, damit der FC-Bayern auf den Boden der Wirklichkeit zurückfindet.
kissi1 26.04.2018
5. Komisch
Ich empfand Ribery nicht so stark. Viele Angriffe über links, fast immer irgendwie der Ball nach kurzer Zeit bei einem Madrilenen. Immer wieder technische Fehler, nichts zwingendes. Er ist super ehrgeizig und will unbedingt. Das ist sein Vorteil. Aber auch Torchance nicht genutzt, hatte schon stärkere Spiele. Meine Meinung.
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